US-Präsident Obama Ungleichgewichte der Weltwirtschaft bedrohen Erholung

Die Weltwirtschaft ist nach den Worten von US-Präsident Barack Obama auf dem Weg zur Erholung. Ein unausgeglichenes Wachstum drohe aber direkt in die nächste Krise zu führen, warnte Obama.

Singapur - "Weltweit beginnen die Volkswirtschaften wieder zu wachsen", hieß es laut Redetext eines Vortrags, den er am Sonntag beim Treffen der Staats- und Regierungschefs des asiatischen-pazifischen Raums in Singapur halten wollte.

"Wir dürfen aber nicht zu demselben Zyklus aus Auf- und Abschwung zurückkehren, der in diese Rezession geführt hat. Wir dürfen nicht dieselbe Politik betreiben, die zu einem solch unausgewogenen Wachstum geführt haben. Wenn wir das zulassen, rutschen wir von einer Krise in die nächste." Obama sagte zudem ernsthafte Bemühungen um einen Abbau des langfristigen Defizits der USA zu.

Derweil verzögerte sich wegen Diskussionen über die chinesische Währung und den zunehmenden Protektionismus im Welthandel der Entwurf für die Abschlusserklärung des Gipfeltreffens. Verhandlungskreisen zufolge konnten sich die Vertreter der USA und Chinas nicht auf Formulierungen in den beiden Streitfragen einigen.

Die USA drängen China zu einer größeren Freigabe seines Wechselkurses, um Nachteile für die heimische Wirtschaft zu verringern. Die beiden Wirtschaftsmächte haben einander zudem in jüngster Zeit verstärkt mit Zöllen belegt. Beide Themen dürften auch eine zentrale Rolle bei Obamas Antrittsbesuch in Peking spielen, der sich an das Treffen in Singapur anschließt.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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