Chinesischer Autobauer Deutsche Brilliance-Tochter ist pleite

Der Versuch des chinesischen Autoherstellers Brilliance, in Deutschland Fuß zu fassen, ist in der Pleite geendet. Die Deutschland-Tochter Brilliance Motors Deutschland stellte beim Amtsgericht Bremerhaven Antrag auf Insolvenz. Das Gericht bestellte den Hamburger Rechtsanwalt Klaus Pannen zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

Bremerhaven - Miese Qualität und ein katastrophaler Crashtest hatten von Beginn an für einen holperigen Marktstart gesorgt. Unterdessen wird mit dem chinesischen Hersteller über eine Fortführung des Europageschäfts der Brilliance-Gruppe gesprochen. "Wir hoffen, dass bald eine positive Entscheidung über die Zukunft des europäischen Marktes für Brilliance-Fahrzeuge seitens des Herstellers fallen wird", sagte Pannen am Freitag der Wirtschaftsnachrichtenagentur ddp.djn.

Wie viele Fahrzeuge Brilliance hierzulande absetzen konnte, ist unklar. In der Zulassungsstatistik des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) wird der Importeur aufgrund der geringen Zulassungszahlen nur unter "Sonstige" gelistet. Zudem wurden die Fahrzeuge laut KBA in Einzelabnahme zugelassen.

In China gilt Brilliance als etablierter Hersteller und BMW  hat ankündigt, gemeinsam mit dem Joint-Venture-Partner Brilliance Automotive ein zweites Werk am Standort Shenyang zu bauen. Eine entsprechende Absichtserklärung sei bereits unterzeichnet, so BMW. Der Baubeginn sei für das Jahr 2010 geplant, die Produktion solle Anfang 2012 starten.

Seit dem Jahr 2003 werden in dem Gemeinschaftsunternehmen Fahrzeuge der 3er- und 5er-Reihe produziert. Insgesamt sind bisher rund 150.000 Fahrzeuge vom Band gelaufen, die Investitionen seit Gründung des Joint Ventures belaufen sich auf bislang 450 Millionen Euro.

manager-magazin.de mit Material von ddp.djn

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