Wirtschaftsweisen Merkel weist Kritik zurück

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die milliardenschweren Steuersenkungen gegen die deutliche Kritik der fünf Wirtschaftsweisen verteidigt. "Es war immer klar, dass sich die Steuersenkungen nicht hundertprozentig selbst finanzieren werden", sagte Merkel.

Berlin - Steuersenkungen, die sie zu Beginn der Krise nicht befürwortet hätte, seien derzeit aber notwendige Impulse, um einen raschen Aufschwung zu erreichen, sagte Merkel der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstagausgabe).

"In Übereinstimmung mit der Schuldenbremse werden wir nach Überwindung der Krise konsequent konsolidieren." Merkel hatte wiederholt betont, dass die Steuersenkungen und damit mehr Geld für Bürger und Unternehmen die Konjunktur wieder ankurbeln könnten.

Berechnungen aus dem Bundesfinanzministerium, nach denen 65 Milliarden Euro bis zum Jahr 2016 eingespart werden müssten, um die Schuldenbremse einzuhalten, nannte die Kanzlerin verfrüht: "Diese Berechnungen ändern sich in Abhängigkeit von den jeweils aktuellen Wachstums- und Steuerschätzungen. Daher können solche Zahlen immer nur vorläufig sein", betonte Merkel.

Die Wirtschaftsweisen hatten bei der Vorlage ihres Jahresgutachtens am Freitag die die Steuersenkungspläne der Koalition scharf kritisiert.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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