Tagesticker Dow mit Plus ins Wochenende

Die US-Bundespolizei FBI hat zwei Computerexperten des Mega-Schwindlers Bernard Madoff festgenommen. Dax und Dow verabschieden sich mit Gewinnen ins Wochenende. Die Opel-Mutter GM stottert weitere Millionen am 1,5-Milliarden-Euro-Überbrückungskredit ab. Verfolgen Sie den Tagesticker auf manager-magazin.de.

22.00 Uhr: Die US-Börsen haben sich mit Gewinnen aus der Handelswoche verabschiedet. Der Dow-Jones-Index  der Standardwerte legte am Freitag 0,7 Prozent auf 10.270 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,6 Prozent auf 1093 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,9 Prozent und schloss bei 2167 Stellen.

20.00 Uhr: Sigmar Gabriel ist mit einem überwältigenden Ergebnis zum neuen SPD-Vorsitzenden gewählt worden. Er erhielt auf dem Parteitag in Dresden 472 von 501 gültigen Delegierten-Stimmen. Das ist eine Zustimmung von 94,2 Prozent.

18.30 Uhr: In der Madoff-Betrugsaffäre hat die US-Bundespolizei FBI nun auch zwei frühere Computerprogrammierer des Mega-Schwindlers festgenommen. Sie sollen im größten Betrugsskandal der Finanzgeschichte beim Fälschen der Bücher und Bilanzen geholfen haben. Die 46 und 43 Jahre alten Männer wurden am Freitag zu Hause vom FBI abgeholt. "Sie haben mutmaßlich das Kartenhaus von Bernard Madoff mitgebaut", sagte Staatsanwaltschaft Preet Bharara in New York. Die Beschuldigten sollten noch vor dem Wochenende einem Richter vorgeführt werden. Ihnen drohen laut US-Medien jeweils bis zu 30 Jahre Haft.

17.30 Uhr: Der deutsche Aktienmarkt hat sich dank Rückenwind von der Wall Street mit einem leichten Plus ins Wochenende verabschiedet. Der Dax  schloss am Freitag 0,4 Prozent höher bei 5686 Punkten.

16.30 Uhr: Der Autobauer General Motors setzt die Rückzahlung des Überbrückungskredits für seine deutsche Tochter Opel fort. "GM hat heute weitere 200 Millionen Euro des Brückenkredites für Opel zurückbezahlt. Der noch ausstehende Betrag in Höhe von 400 Millionen Euro wird bis 30. November bezahlt werden", sagte der Finanzvorstand des Europageschäfts von GM, Enrico Digirolamo, am Freitag laut Mitteilung aus der Europa-Zentrale in Zürich.

Der deutsche Staat hatte Opel einen Überbrückungskredit von 1,5 Milliarden Euro gewährt, der aber nicht komplett genutzt worden war. Damit sollte die Liquidität von Opel während der Insolvenz der Konzernmutter gesichert werden.

15.40 Uhr: Die US-Börsen sind heute verhalten in den Handel gestartet. Der Dow Jones  legte in den ersten Handelsminuten um 0,2 Prozent auf 10218 Punkte zu, der breiter gefasste S&P500 stieg um 0,3 Prozent auf 1090 Punkte. Der Index der Technologiewerte Nasdaq  legte um 0,2 Prozent auf 2153 Punkte zu.

15.00 Uhr: Auf den Hegemann-Werften in Wolgast und Stralsund sollen bis Frühjahr 2010 rund 400 Mitarbeiter entlassen werden. Das sagte Unternehmenssprecher Torsten Henkel. Der Stellenabbau sei ein Vorhaben innerhalb eines Maßnahmebündels, um die Werften wettbewerbsfähiger zu machen. Der Stellenabbau betreffe alle Werftbereiche. Auf den zwei Werften sind rund 2000 Mitarbeiter beschäftigt.

14.30 Uhr: Das US-Handelsbilanzdefizit sei von revidiert 30,9 Milliarden Dollar im Vormonat auf 36,5 Milliarden Dollar gestiegen, teilte das US-Handelsministerium mit. Volkswirte hatten ein Defizit von 31,7 Milliarden Dollar erwartet. Der Anstieg des US-Handelsdefizit um 18,2 Prozent ist der stärkste Zuwachs seit über zehn Jahren. Vor allem höhere Ölpreise und gestiegene Importe aus China waren dafür verantwortlich. Die gesamten Importe stiegen um 5,8 Prozent und damit so stark wie seit rund 16 Jahren nicht mehr. Die Exporte legten unterdessen nur um 2,9 Prozent zu.

14.10 Uhr: Der Lebensmitteldiscounter Penny steigt in den bulgarischen Markt ein. Zunächst seien 14 Supermärkte dort eröffnet worden, teilte die Rewe Group, zu der Penny gehört, in Köln mit. Bis zum Jahresende sollten sechs weitere Geschäfte hinzukommen. Penny investiere in Bulgarien rund 100 Millionen Euro und schaffe 700 Arbeitsplätze. Bulgarien ist der sechste Auslandsmarkt für Penny.

12.30 Uhr: Die EU-Kommission hat eine Finanzspritze von rund sechs Milliarden Euro für die Hypo-Real-Estate-Gruppe vorläufig gebilligt. Gleichzeitig sei aber die seit Mai laufende Untersuchung des Rettungspakets für das angeschlagene Kreditinstitut ausgeweitet worden, teilte die EU-Kommission am Freitag mit. Grund dafür sei die zusätzliche Unterstützung Deutschlands für die Bank. Einen Termin zum Abschluss der Untersuchung gibt es nicht. Die HRE war vor einem Jahr wegen der Finanzkrise in schwere Turbulenzen geraten und ist inzwischen verstaatlicht.

12.00 Uhr: Sechs große Versicherer, darunter der deutsche Rückversicherer Munich Re, sind in Spanien wegen des Vorwurfs illegaler Preisabsprachen mit einem Bußgeld von zusammen fast 121 Millionen Euro bestraft worden. Die beschuldigten Unternehmen hätten zwischen 2002 und 2007 im Stile eines Kartells die Preise für Versicherungen gegen Baumängel an Wohnhäusern untereinander ausgemacht, teilte die Wettbewerbsbehörde CNC nach Presseberichten mit. Die Munich Re soll rund 15,9 Millionen Euro Strafe zahlen.

Helmut Schmidt gegen Opel-Hilfen

11.30 Uhr: Banken dürfen bei der Kreditvergabe keine Schätz- oder Besichtigungsgebühren verlangen, um den Wert der Sicherheiten zu überprüfen. Das hat das Oberlandesgericht in Düsseldorf entschieden. Solche Klauseln in den Geschäftsbedingungen seien unwirksam, teilte das Gericht am Freitag mit. Die Prüfung der Sicherheiten liege ausschließlich im Interesse der Bank.

10.45 Uhr: Altbundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) hat eindringlich vor weiteren staatlichen Hilfen für den angeschlagenen Autobauer Opel gewarnt. "Die Politik sollte sich zurückhalten, wenn es jetzt darum geht, weitere Verpflichtungen gegenüber General Motors einzugehen", sagte Schmidt im Interview des Hamburger Abendblatts. Er habe die Versuche, "Opel oder Quelle oder sonst wen zu retten, für ziemlich abwegig gehalten", kritisierte Schmidt. "Ich stelle mit Sorge fest, dass alle zum Protektionismus tendieren. Die deutsche Automobilindustrie jedenfalls würde ich nicht unterstützen."

9.45 Uhr: Volkswagen  hat auch im Oktober deutlich mehr Autos verkauft als vor Jahresfrist. Der Konzern mit Marken wie VW, Audi, Skoda und Seat schlug nach Angaben vom Freitag im vergangenen Monat weltweit 557.300 Wagen los. Seit Jahresbeginn seien 5,32 Millionen Fahrzeuge an die Kundschaft ausgeliefert worden, plus 0,6 Prozent. Damit liege der Konzern im Jahresverlauf erstmals leicht im Plus, teilten die Wolfsburger mit. Zuwächse erzielte der Konzern vor allem in Deutschland, China und Brasilien.

9.30 Uhr: Nach der Verwirrung um mögliche Staatshilfen für die Opel-Sanierung wirft der Betriebsrat dem Mutterkonzern General Motors (GM) gravierende Abstimmungsprobleme vor. "Wir erleben Chaostage bei GM. Das ist mehr als ein Bermuda-Dreieck, da weiß der Verwaltungsratschef nicht, was der Vorstandsvorsitzende macht", sagte Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz am Freitag. Der GM-Verwaltungsrat hatte am Donnerstag nach Aussage von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) erklärt, das Mutterunternehmen schaffe die Opel-Sanierung aus eigener Kraft. Franz bestätigte dies am Freitag: "(Verwaltungsratschef Edward) Whitacre sagt, sie haben alles im Griff und brachen keine Staatshilfen."

9.15 Uhr: Im vierten Quartal könnten das milliardenschwere Konjunkturprogramm und der Bauboom in China für ein Wachstum von bis zu 10 Prozent sorgen, sagte der Chef der Konjunkturabteilung des staatlichen Informationszentrums, Fan Jianping, laut staatlichen Medien am Freitag. Im dritten Quartal war die chinesische Wirtschaft um 8,9 Prozent gewachsen, nach einem Plus von 7,9 Prozent im zweiten Quartal. Nach Schätzungen der Weltbank wird die chinesische Wirtschaftsleistung dieses Jahr um 8,4 Prozent und 2010 um 8,7 Prozent zulegen.

Deutsche Wirtschaft wächst

9.05 Uhr: Der deutsche Leitindex hat zur Eröffnung leicht nachgegeben. In den ersten Handelsminuten sank der Dax  um 0,08 Prozent auf 5659 Punkte. Der TecDax  verlor ebenfalls 0,41 Prozent auf 759,46 Punkte.

8.10 Uhr: Die Aktienbörse in Tokio hat in Folge negativer Vorgaben der Wall Street leichter geschlossen. Der Nikkei-Index  für 225 führende Werte gab um 34 Punkte oder 0,35 Prozent auf den Schlussstand von 9770 Punkten nach. Der breit gefasste Topix  fiel um 0,9 Punkte oder 0,1 Prozent und ging mit 867 Punkten ins Wochenende.

8 Uhr: Die deutsche Wirtschaft ist im dritten Quartal 2009 um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal gewachsen.

7.30 Uhr: Die Bundesbank lehnt die Pläne der EU-Kommission für eine Reform der Bankenaufsicht ab und warnt vor einem zu großen Einfluss europäischer Gremien. "Die europäische Ebene sollte keinesfalls ein direktes Eingriffsrecht gegenüber einzelnen Banken haben", sagte Franz-Christoph Zeitler, Vizepräsident der Notenbank, der Tageszeitung "Die Welt" (Freitagausgabe).

6.40 Uhr: Der US-Flugzeugbauer Boeing  hat entscheidende Probleme beim Bau seines Hoffnungsträgers 787 Dreamliner behoben. Die Schnittstellen zwischen Rumpf und Flügeln seien erfolgreich verstärkt worden, teilte der Konzern mit. Dies sei ein äußerst wichtiger Schritt auf dem Weg zum Jungfernflug, der nach wie vor noch für dieses Jahr geplant sei. Ende Juni hatte der Airbus-Rivale zuletzt den Erstflug seines Prestigeobjekts wegen baulicher Probleme verschoben. Der Jungfernflug der 787 liegt zwei Jahre hinter seinem ursprünglichen Zeitplan.

Burgfrieden zwischen Magna und Volkswagen

6 Uhr: Nach der gestoppten Übernahme von Opel durch Magna  will Volkswagen  dem kanadisch-österreichischen Autozulieferer weiterhin Aufträge geben. Das meldet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf einen Konzernsprecher. Das Blatt zitiert ihn mit den Worten: "Wenn Magna nicht als Wettbewerber agiert, werden wir unsere Geschäfte konstruktiv weiterführen wie bisher." VW reagiert damit auf die Ankündigung von General Motors, die deutsche Tochter selber zu behalten.

4 Uhr: Mit einer Vorauszahlung ihrer Gewerbegebühren wollen US-Banken der Regierung bei der Rettung der eigenen Branche unter die Arme greifen. Die US-Einlagensicherung FDIC stimmte am Donnerstag einer Vereinbarung mit der Finanzwelt zu, die eine Vorauszahlung der Gebühren der nächsten drei Jahre vorsieht. Sie spült rund 45 Milliarden Dollar Barmittel in die Kassen der Federal Deposit Insurance Corp (FDIC), die nach der Serie von Bankenpleiten zuletzt selbst in die roten Zahlen gerutscht war. Die nun verabredete Vorauszahlung gilt als die attraktivere Alternative in der noch immer unter der Krise ächzenden Branche, der sonst höhere Notgebühren gedroht hätten.

3.40 Uhr: Die Rolle der amerikanischen Regierung bei der General-Motors-Entscheidung gegen einen Verkauf von Opel kommt in den USA unter die Lupe. Der EinflussBo der US-Regierung als wichtiger Anteilseigner in einer Reihe staatlich geretteter Firmen werde durchleuchtet, erklärte der Chefaufseher für das 700 Milliarden Dollar schwere Rettungsprogramm (Tarp), Neil Barofsky, am Donnerstag. Dazu zähle auch die Entscheidung des GM-Managements gegen einen Verkauf der Opel-Tochter und die mögliche Einflussnahme der Politik darauf.

2 Uhr: Der US-Unterhaltungskonzern Disney  hat Umsatz und Gewinn überraschend stark gesteigert. Im vierten Geschäftsquartal wuchs der Nettogewinn um knapp 18 Prozent auf 895 Millionen Dollar, wie Disney am Donnerstag nach Börsenschluss mitteilte. Der Umsatz kletterte um 4,5 Prozent auf 9,87 Milliarden Dollar. Mit beiden Kennzahlen übertraf Disney die Markterwartungen. Der Konzern führte die positive Entwicklung vor allem auf gute Geschäfte der Disney-Kabelsender zurück. Doch auch bei den Werbeeinnahmen sei eine Verbesserung des Geschäftsumfelds zu erkennen.

0.30 Uhr: Die US-Schnellrestaurantkette McDonald's  peilt eine Umsatzsteigerung von jährlich 3 bis 5 Prozent an. Der operative Gewinn solle um 6 bis 7 Prozent klettern, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Oak Brook mit. Im kommenden Jahr sollen zudem etwa 1000 neue Restaurants eröffnet werden.

manager-magazin.de mit Material der Nachrichtenagenturen

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