Samstag, 23. November 2019

Goldman Sachs "Banken verrichten Gottes Werk"

Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein hat kein Problem mit steigenden Boni und Profiten in der Finanzwirtschaft. Sie seien vor allem ein Indiz für den Aufschwung. Dazu trügen Banken bei und verrichteten damit "Gottes Werk".

"Wir helfen den Unternehmen": Goldman-Sachs-Chef Blankfein
London - Der Chef der US-Großbank Goldman Sachs Börsen-Chart zeigen hat hohe Profite und Bonuszahlungen als Zeichen für eine Erholung der Weltkonjunktur bewertet. In einem Interview der Londoner "Sunday Times" sagte Lloyd Blankfein:

"Wir helfen den Unternehmen zu wachsen, indem wir ihnen helfen, Kapital zu bekommen. Unternehmen, die wachsen, schaffen Wohlstand. Und das wiederum ermöglicht es den Menschen, Jobs zu haben, die noch mehr Wachstum und noch mehr Wohlstand schaffen." Banken, so seine Schlussfolgerung, haben einen gesellschaftlichen Zweck und verrichten "Gottes Werk".

Goldman Sachs hatte im dritten Quartal einen Gewinn von drei Milliarden Dollar verbucht und will mehr als 20 Milliarden Dollar als Boni zum Jahresende zahlen.

Kritiker werfen den Banken vor, aus der Finanzkrise nichts gelernt zu haben und weiterhin hochriskante Geschäfte abzuwickeln. Ihre jüngsten Gewinne verdankten sie vor allem den Unterstützungsmaßnahmen von Staat und Zentralbank. Blankfein sagte, er könne verstehen, dass es auch Menschen gebe, die über die Handlungsweise der Banken verärgert seien.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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