Anteile verkauft Deutsche Bank kappt Verbindung zu Daimler

Die Deutsche Bank hat ihre jahrzehntelange Beteiligung am Stuttgarter Autobauer Daimler gekappt. Das Institut verkaufte seine restlichen Daimler-Aktien im dritten Quartal komplett, was ihm einen Sondergewinn von 110 Millionen Euro in die Kassen spülte, wie die Deutsche Bank am Donnerstag mitteilte.

Frankfurt am Main - Die Deutsche Bank  hatte die Beteiligung an Daimler  in den vergangenen Jahren kontinuierlich reduziert, zum Ende des zweiten Quartals 2009 hielt sie noch 0,9 Prozent.

Aktienbeteiligungen an der Allianz und an Linde hatte die Bank bereits vor längerem abgestoßen. Die Kapitalverbindung von Deutscher Bank und Daimler war einer der wichtigsten Bausteine der sogenannten "Deutschland AG". Der frühere Deutsche-Bank-Chef Hilmar Kopper war lange auch Aufsichtsratschef von DaimlerChrysler.

Die engen Verflechtungen zwischen deutschen Banken und Großunternehmen haben sich in den vergangenen zehn Jahren weitgehend aufgelöst. Das Ergebnis der Deutschen Bank im dritten Quartal enthält weitere Sonderfaktoren: Aus Derivaten im Zusammenhang mit dem Kauf von Aktien der Postbank erzielte die Deutsche Bank einen Gewinn von 140 Millionen Euro. Die Erlöse durch Postbank  und Daimler wurden jedoch durch Wertverluste aus der Option zur Aufstockung der Beteiligung an der chinesischen Hua Xia Bank teilweise wieder zunichtegemacht.

manager-magazin.de mit Material von reuters

Deutsche Bank: "Altlasten der Krise nach wie vor spürbar"

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