Henkel Nur Waschmittel sind die reine Freude

Henkel erholt sich allmählich von den Schlägen, die der Konzern zu Jahresbeginn verkraften musste. Dabei erweist sich vor allem das Geschäft mit Waschmittel als ertragreich. Dennoch warnt Konzernchef Kasper Rorstedt vor dem vierten Quartal.

Düsseldorf - Waschmittel sind für Henkel  wertvoller denn je: Dank Persil und Spee hat der Konzern im dritten Quartal seinen Aufwärtstrend fortgesetzt, nachdem zu Jahresbeginn 2009 die Wirtschaftskrise zu einem heftigen Geschäftseinbruch geführt hatte. Im dominierenden Klebstoffgeschäft hinterlässt die Krise aber erneut Spuren. Das Kosmetikgeschäft erweist sich als stabil.

Das geht aus ersten Zahlen hervor, die Henkel schon am Mittwoch, zwei Wochen vor der kompletten Quartalsbilanz, veröffentlichte. Demnach erzielte der Düsseldorfer Konzern im dritten Quartal 2009 einen operativen Gewinn (Ebit) von 290 Millionen Euro. Das ist der höchste Wert im laufenden Geschäftsjahr und auch ein Drittel mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Allerdings schlugen damals hohe Kosten für den Konzernumbau zu Buche. Bereinigt um diese Effekte ist die Ertragskraft noch nicht ganz wieder auf Vorjahreshöhe.

Beste Konzernsparte war im dritten Quartal das Geschäft mit Waschmitteln, in dem ein operativer Gewinnsprung von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 139 Millionen Euro gelang. Im Kosmetikgeschäft stieg der operative Gewinn um gut 4 Prozent auf 100 Millionen Euro. In der Klebstoffsparte brach der operative Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 47 Prozent auf 89 Millionen Euro ein. Das sind 6 Millionen Euro weniger als im zweiten Quartal 2009. Restrukturierungen schlugen im Konzern mit insgesamt 95 Millionen Euro zu Buche.

Nach vorläufigen Zahlen hat Henkel im dritten Quartal einen Umsatz von rund 3,49 Milliarden Euro erzielt - gut sieben Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Bereinigt um Wechselkurseffekte sowie Zukäufe und Verkäufe gab der Erlös um 2,5 Prozent nach.

Konzernchef Kasper Rorsted betonte in einer Mitteilung, in den jüngsten Quartalszahlen spiegelten sich die Stabilisierung der Märkte für Henkel-Produkte und die umfangreichen Kostensenkungen wider. Allerdings könne nicht erwartet werden, "dass die starken Zahlen des abgelaufenen Quartals im vierten Quartal wieder erreicht werden."

manager-magazin.de mit Material von dpa

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