Donnerstag, 18. Juli 2019

Commerzbank Neues Logo beendet Dresdner-Ära

Das grüne Ponto-Auge ist Geschichte und ersteht in gelb wieder auf: Gut ein Jahr nach der Übernahme der Dresdner Bank hat die Commerzbank das neue Logo des fusionierten Geldhauses präsentiert. Zudem will das Institut die Integration der Dresdner schneller vorantreiben.

Frankfurt - Fast ein Jahr nach der Übernahme der Dresdner Bank bekommt die Commerzbank Börsen-Chart zeigen ein neues Markenzeichen. Das neue Logo verbindet den Schriftzug "Commerzbank" in Schwarz mit dem zum Dreieck gefalteten Band der Dresdner Bank in Commerzbank-Gelb. Es werde in den kommenden Monaten schrittweise an den mehr als 1200 Filialen angebracht, sagte Commerzbank-Chef Martin Blessing am Mittwoch in Frankfurt.

Neues Logo: Die Commerzbank orientiert sich am Markenauftritt der Dresdner Bank
Damit endet die fast 140-jährige Geschichte der Dresdner Bank endgültig. Die Commerzbank hatte das Institut im Januar für rund fünf Milliarden Euro vom Münchener Versicherungsriesen Allianz Börsen-Chart zeigen gekauft.

Ein Stück Dresdner Bank bleibt im neuen Markenauftritt des fusionierten Konzerns erhalten: Das gelbe Band ist eine Abwandlung des grünen "Ponto-Auges", das der von der Rote Armee Fraktion (RAF) ermordete Dresdner-Bank-Chef Jürgen Ponto in den 1970er-Jahren eingeführt hatte. "Wir nehmen Elemente von beiden Häusern auf, damit sich Kunden und Mitarbeiter in der neuen Marke wiederfinden können", erklärte Blessing. "Das lag uns am Herzen."

Bei der Integration beschleunigt der Vorstand das Tempo: Schon im zweiten Quartal 2010 - also ein halbes Jahr früher als geplant - sollen sämtliche Geschäftsstellen der Dresdner Bank unter dem Namen "Commerzbank" geführt werden, wie Vorstandsmitglied Ulrich Sieber ankündigte. Nur die Filialen in Dresden behielten aus Markenschutzgründen ihren alten Namen.

Die Aufwendungen für die Umstellung bezifferte Blessing auf 50 Millionen Euro. Sie sind Teil der Restrukturierungskosten von zwei Milliarden Euro, die der Vorstand für die Zusammenführung der beiden Geldhäuser veranschlagt hat.

Von den 9000 Stellen, die im Zuge der Integration wegfallen, seien bereits etwa 2400 abgebaut, sagte Sieber. Zusätzlich habe die Commerzbank mit 1300 Mitarbeitern Regelungen über Altersteilszeit abgeschlossen. Um die Akquisition der Dresdner Bank zu ermöglichen, musste der Staat die Commerzbank zwei Mal mit insgesamt 18,2 Milliarden Euro Kapital unter die Arme greifen. Er ist nun mit 25 Prozent und einer Aktie größter Eigentümer der Bank.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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