Tagesticker Auszahlung an Madoff-Opfer hat begonnen

Konjunktursorgen und schlechte Quartalsdaten reißen Dax wie Dow in die Tiefe. Gegen die deutsche Fondsgesellschaft K1 wird wegen des Verdachts der Untreue ermittelt. Die Inflation lag im Oktober in Deutschland bei 0,0 Prozent. In Norwegen erhöht die Zentralbank den Leitzins. Verfolgen Sie den Tagesticker auf manager-magazin.de

21.05 Uhr: Neue Sorgen über die Wirtschaftserholung in den USA, angefacht von Daten vom Immobilienmarkt, haben die Börsen auf Talfahrt geschickt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Minus von 1,2 Prozent auf 9762 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 2,0 Prozent auf 1042 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte 2,7 Prozent auf 2059 Punkte ein.

20.55 Uhr: Vor vier Monaten ist der amerikanische Megabetrüger Bernard Madoff zu 150 Jahren Haft verurteilt worden, nun endlich bekommen einige Opfer scheibchenweise ihr Geld zurück. Insgesamt 534 Millionen Dollar (363 Mio Euro) für exakt 1558 geprellte Anleger sind bisher genehmigt - nur ein Bruchteil des mutmaßlichen Schadens von 65 Milliarden Dollar. Alles in allem gebe es derzeit aber Forderungen von rund 16.000 Investoren, sagte der Insolvenzverwalter von Madoffs Firma, Irving Picard, am Mittwoch laut US-Wirtschaftsdienst Bloomberg. Mehr als 11.000 von ihnen hatten ihr Geld nicht direkt bei dem heute 71 Jahre alten Madoff angelegt, sondern beispielsweise über Drittfonds.

20.45 Uhr: Der Konsumgüterkonzern Henkel blickt trotz eines nur glimpflichen Gewinnrückgangs im dritten Quartal mit Skepsis auf das Jahresende. Zwar sei eine Stabilisierung auf den Absatzmärkten erkennbar gewesen, teilt das Unternehmen mit. Auch hätten sich die Programme zur Kostenanpassung ausgezahlt. Vorstandschef Kasper Rorsted warnte aber, es sei nicht zu erwarten, dass die Zahlen der vergangenen drei Monate im vierten Quartal erneut erreicht werden könnten. Nach vorläufigen Zahlen ging das um Restrukturierungskosten bereinigte Betriebsergebnis (Ebit) zwischen Juli und September leicht um 1,5 Prozent auf 385 Millionen Euro zurück. Der Umsatz schrumpfte um sieben Prozent auf 3,49 Milliarden Euro .

19.38 Uhr: Enttäuschende Daten vom US-Immobilienmarkt haben die Wall Street am Mittwoch belastet. Die Zahl der verkauften Eigenheime gab im September um 3,6 Prozent nach. Damit sank sie erstmals seit März. Bei Anlegern wurden dadurch Zweifel an der Erholung des Häusermarktes und einer Verbesserung der Kauflaune geschürt. Zudem gebe es keine Impulse, um die seit sieben Monaten anhaltende Rally fortzuführen, sagten Händler. Der Dow-Jones-Index verlor bis zum frühen Nachmittag in New York 0,9 Prozent auf 9794 Zähler. Die US-Technologiebörse Nasdaq fiel 2,2 Prozent auf 2070 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index sank um 1,5 Prozent auf 1047 Zähler

19.20 Uhr: Sony ruft wegen der Gefahr von Stromschlägen rund 69.000 Adapter für seine Vaio-Computer zurück. Die Isolierung innerhalb der AC-Adapter könne mit der Zeit schadhaft werden, wodurch Kurzschlüsse drohten, teilte die US-Behörde für Produktsicherheit am Mittwoch mit. In den USA sei es aber zunächst noch zu keinen Zwischenfällen gekommen.

18.45 Uhr: Nach zahlreichen Betrugsfällen bei Investmentfirmen ist jetzt auch ein Hedgefonds in Deutschland ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Die Behörde in Würzburg ermittelt gegen Manager der in Aschaffenburg ansässigen Fondsgesellschaft K1 wegen des Verdachts der Untreue und des Betrugs, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwoch sagte. Im Zentrum der Ermittlung stehe K1-Gründer Helmut Kiener.

18.30 Uhr: Der Fotodienstleister Orwo Net AG aus Bitterfeld-Wolfen ist am Mittwoch in Berlin mit dem Preis "Turnarounder des Jahres 2009" ausgezeichnet worden. Damit wurde die Firma für ihre konsequente und mutige Umsetzung des Sanierungskurses geehrt. Im Zuge der Neuorientierung konzentrierte sich die Geschäftsführung den Angaben zufolge auf den Zukunftsmarkt Fotodienstleistungen, Digitalbilder, Fotobücher, Leinwandbilder und Fotokalender. Heute sei Orwo Net eines der führenden Großlabore in Deutschland und mit seinem Online-Terminal, das Fotodaten direkt von den Läden der Geschäftspartner in die Fotolabore übertrage, hierzulande technisch einzigartig.

18.15 Uhr: Der Kaviarhersteller Caviar Creator hat mit der Auszahlung der ausstehenden Gehälter seiner 24 Mitarbeiter in Demmin begonnen. Einige der Beschäftigten hätten seit August, andere seit September kein Geld bekommen, sagte Unternehmenssprecher Bruno Neurath-Wilson am Mittwoch der dpa in Düsseldorf. Bis Ende kommender Woche sollen alle ausstehenden Löhne gezahlt worden sein. Das Geld dafür habe die amerikanische Muttergesellschaft, Caviar Creator Inc. mit Sitz in Las Vegas, vorgestreckt. Die Liquiditätsengpässe des Unternehmens seien noch nicht behoben. Das Geld fehlt laut Neurath-Wilson unter anderem, weil ein Geschäft mit Russland geplatzt sei und die Firma bisher vergeblich auf mehrere hunderttausend Euro Umsatzsteuererstattung von den Finanzämtern Bonn, Malchin und Rostock warte.

17.45 Uhr: Neu aufgeflammte Konjunktursorgen und enttäuschende Unternehmenszahlen haben den deutschen Aktienmarkt am Mittwoch auf Talfahrt geschickt. Der Leitindex Dax (Kurswerte anzeigen) kämpfte in den letzten zehn Handelsminuten schwer um die Verteidigung der Marke von 5500 Punkten, nachdem er vor rund einer Woche noch nahe an die Marke von 5900 Punkten heran gelaufen war. Mit minus 2,5 Prozent auf 5496 Punkten ging er schließlich aus dem Handel.

17.45 Uhr: Mehr als 2000 Quelle-Beschäftigte gehen Anfang November in die Arbeitslosigkeit. Etwa 1240 von ihnen kämen direkt von Quelle, die übrigen 820 aus den angeschlossenen Servicegesellschaften, sagte Verdi-Handelsexperte Johann Rösch am Mittwoch nach einem Treffen mit der Insolvenzverwaltung. Knapp 6000 Mitarbeiter sollten nach den Vorstellungen von Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg vorerst weiterbeschäftigt werden, um den Ausverkauf des Versandunternehmens abzuwickeln. Diese Zahlen seien jedoch "äußerst fragil", sagte Rösch. "Sie können vielleicht morgen schon nicht mehr stimmen." So sei beispielsweise unklar, ob die Deutsche Post DHL bereit sei, die Ware, die in den Lagern liege, auch auszuliefern. Dies hänge davon ab, ob die Rechnungen beglichen werden könnten. "Die Unsicherheit lässt die Menschen bei Quelle verzweifeln", sagte Rösch.

17.39 Uhr: Die Bundesagentur für Arbeit (BA) wird am Donnerstag (29. Oktober) die Arbeitsmarktzahlen für Oktober veröffentlichen. Experten rechnen mit einem Anstieg der Erwerbslosenzahl. Erstmals wird der neue Bundesarbeitsminister Franz Josef Jung (CDU) die Arbeitsmarktzahlen bewerten. Im September war die Zahl der Arbeitslosen auf Monatssicht erwartungsgemäß gesunken. Insgesamt waren den Angaben zufolge 3,346 Millionen Menschen offiziell arbeitslos gemeldet.

17.35 Uhr: Die Deutsche Bank übernimmt die in Bedrängnis geratene Luxemburger Privatbank Sal. Oppenheim. Damit steigt der heimische Branchenprimus zum Marktführer bei der Vermögensverwaltung auf. Für die komplette Übernahme der Sal.-Oppenheim-Gruppe werde eine Milliarde Euro gezahlt, teilte Deutschlands größte Bank am Mittwoch nach Abschluss eines Rahmenvertrages mit. Der Verkauf solle im ersten Quartal 2010 abgeschlossen werden.

17.24 Uhr: Den Deutschen fehlt nach Ansicht von Wirtschaftswissenschaftlern oft der Mut zum wirtschaftlichen Risiko. "Die Risiko-Aversion und die gelernte Sorglosigkeit sind ein großes Hemmnis für Unternehmensgründungen in Deutschland", sagte Professor Peter Witt, geschäftsführender Vorstand des Förderkreises Gründungs- Forschung (FGF/Bonn), am Mittwoch vor Beginn der 13. Interdisziplinären Jahreskonferenz zur Gründungsforschung in Leipzig. Auf dem "G-Forum" treffen sich rund 300 europäische Gründungsexperten aus Wissenschaft und Praxis.

16.45 Uhr: Der Dax  baut seine Verluste auf 1,9 Prozent aus und notiert nur noch knapp über der Marke von 5500 Zählern. An der Wall Street verliert der Dow Jones  0,3 Prozent und der Technologieindex Nasdaq Composite  1,3 Prozent. Vor allem Finanzwerte, Daimler  und SAP geraten schwer unter Druck.

16.15 Uhr: Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Oktober auf Jahressicht offenbar nicht verändert. Das teilte das Statistische Bundesamt unter Berufung auf Daten aus sechs Bundesländern mit. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Preise leicht um 0,1 Prozent. Im September waren die Preise noch um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Während die Preisentwicklung im Oktober auf Monatssicht den Erwartungen entsprach, hatten die Experten auf Jahressicht einen Rückgang um 0,1 Prozent prognostiziert.

15.30 Uhr: Die Deutsche Lufthansa hat in den ersten neun Monaten 2009 sinkende Umsätze verzeichnet. Unter dem Strich entstand ein Minus von 32 Millionen Euro nach 529 Millionen Euro Gewinn im Vorjahreszeitraum, wie die Lufthansa am Mittwoch mitteilte.

Die Umsätze sanken um 13,2 Prozent auf 16,2 Milliarden Euro, der operative Gewinn lag bei 226 Millionen Euro nach 954 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

14.30 Uhr: Kein frischer Wind aus den Staaten - auch der Dow Jones gibt zum Handelsauftakt nach. Der Dow-Jones-Index  verlor in den ersten Handelsminuten 0,4 Prozent auf 9846 Zähler. Die US-Technologiebörse Nasdaq  gab 0,8 Prozent auf 2099 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P-500-Index sank um 0,4 Prozent auf 1059 Zähler.

14 Uhr: Die norwegische Zentralbank hat ihren Leitzins am Mittwoch um einen Viertel Prozentpunkt auf 1,5 Prozent erhöht. Das teilte die Notenbank nach einer Sitzung des geldpolitischen Komitees in Oslo mit.

Analysten hatten mit dieser Entscheidung gerechnet. Die Norges Bank ist die erste Zentralbank, die nach der schwersten Rezession seit acht Jahrzehnten in Kontinentaleuropa wieder die Zinsen erhöht.

13.45 Uhr: Die Schweinegrippe lässt beim zweitgrößten Pharmakonzern der Welt GlaxoSmithKline  die Kasse klingeln. Dank starker Nachfrage nach dem Grippemittel Relenza steigerte das britische Unternehmen seinen Umsatz im abgelaufenen Quartal um 15 Prozent. Das Unternehmen rechnet zudem mit einem kräftigen Schub durch Grippeimpfungen am Jahresende.

Die Pandemie hilft dem Konzern damit in diesem Jahr über die Probleme durch die Konkurrenz mit Nachahmerprodukten hinweg. Vor Steuern verbuchte Glaxo im dritten Quartal einen Gewinn von 2,07 Milliarden Pfund - pro Aktie war dies eine Steigerung von 13 Prozent. Der Umsatz belief sich auf 6,76 Milliarden Pfund.

Northern Rock wird aufgespalten

13.30 Uhr: In den USA sind die Auftragseingänge für langlebige Güter im September wie erwartet gestiegen. Auf Monatssicht seien die Aufträge um 1,0 Prozent geklettert, teilte das Handelsministerium am Mittwoch in Washington mit. Volkswirte hatten damit gerechnet. Im Vormonat waren die Auftragseingänge um revidierte 2,6 Prozent (Erstschätzung -2,4%) gesunken.

12.50 Uhr: Der durch die Probleme seiner Beteiligung Hapag-Lloyd geschwächte Tourismuskonzern Tui  begibt eine 250 Millionen Euro schwere Wandelanleihe. Mit der "für allgemeine Geschäftszwecke" vorgesehenen Transaktion wolle Tui die Rückzahlung von Schulden über eine längere Spanne von Jahren strecken, teilte der Konzern mit. Das Papier, dem bis zu 39 Millionen Tui-Aktien zugrunde liegen, habe eine Laufzeit von fünf Jahren. Die Aktie fiel daraufhin um rund 7 Prozent.

12.15 Uhr: Der Dax  baut seine Verluste aus und fällt mit einem Minus von 1,5 Prozent unter die Marke von 5600 Zählern. Zu den größten Verlierern gehören der Softwarekonzern SAP nach enttäuschenden Zahlen, der Autobauer sowie die Commerzbank, die jeweils mehr als 5 Prozent an Wert verlieren. Gegen den Trend zulegen kann die Aktie von Volkswagen.

11.45 Uhr: Die krisengeschüttelte britische Hypothekenbank Northern Rock  darf mit Milliardenaufwand gerettet werden. Die EU- Kommission billigte am Mittwoch in Brüssel die Aufspaltung des komplett verstaatlichten Geldhauses in eine "gute Bank" zur Weiterführung der Geschäfte und eine "Bad Bank" für Schrottpapiere.

Quelle-Zulieferer in Not

11.30 Uhr: Das Quelle-Aus bringt immer mehr Zulieferer und Dienstleister in Not. Allein in Nürnberg seien bei Hunderten von kleinen und mittleren Betrieben Arbeitsplätze bedroht, teilte die Stadt am Mittwoch mit.

11.30 Uhr: Im erfolgsverwöhnten Hamburger Hafen rechnen die Unternehmen nicht damit, dass sich bei anziehender Konjunktur die Umschlagzahlen rapide beschleunigen werden. "Die Talsohle scheint erreicht. Aber zweistellige Zuwachsraten gehören der Vergangenheit an", sagte der Präsident des Unternehmensverbands Hafen Hamburg, Klaus-Dieter Peters, am Mittwoch in Hamburg. Im ersten Halbjahr war der Containerumschlag um 29 Prozent eingebrochen.

10.00 Uhr: Die VW-Tochter Audi  hat in China bis zum Oktober in diesem Jahr schon so viele Autos verkauft wie im gesamten Vorjahr. Insgesamt wollen die Ingolstädter 2009 nun "deutlich über" 130.000 Autos in China absetzen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Seit Januar seien knapp 118.200 Wagen ausgeliefert worden, ein Plus von 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

9.45 Uhr: Die Tarifgehälter der Arbeitnehmer in Deutschland sind innerhalb eines Jahres um 3 Prozent gestiegen. Zugleich sanken im angegebenen Zeitraum zwischen Juli 2008 und Juli 2009 die Verbraucherpreise um 0,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Die höchsten Tarifaufschläge gab es in der Industrie. Doch für längst nicht alle Beschäftigten reichte es in der Wirtschaftskrise zu einem echten Kaufkraftzuwachs: Viele haben wegen Kurzarbeit, gestrichener Zulagen oder ausgesetzter Tariferhöhungen weniger in den Geldbörsen.

9.05 Uhr: Der Dax (Kurswerte anzeigen) startet mit Verlusten in den Handel. In den ersten Minuten gibt das Börsenbarometer 0,3 Prozent auf 5613 Punkte nach. Vor allem die enttäuschenden Zahlen des Softwarekonzerns SAP drückten auf die Stimmung.

8.30 Uhr: Die spanische Großbank Santander hat in den ersten neun Monaten des Jahres wegen einer höheren Risikovorsorge weniger eingenommen als im Vorjahr. Der Gewinn sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,8 Prozent auf 6,74 Milliarden Euro, wie die Bank am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten einen etwas stärkeren Rückgang erwartet. Der Zinsüberschuss kletterte um 24,3 Prozent auf 19,48 Milliarden Euro. Die Bank bildete erneut hohe Rückstellung für Kreditausfälle, im Vergleich zum Vorquartal gingen sie aber bereits etwas zurück.

8.00 Uhr: Industrie und Handel haben auch im September billiger im Ausland eingekauft. Die Importpreise sanken um 11,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Im August hatte es ein Minus von 10,9 Prozent gegeben, im Juli mit 12,6 Prozent sogar den stärksten Preissturz seit mehr als 22 Jahren.

Ölpreis fällt

7.30 Uhr: Die Aktienbörse in Tokio hat am Mittwoch in Folge der jüngsten Festigung des Yen schwächer geschlossen. Der Nikkei-Index  für 225 führende Werte notierte zum Handelsschluss einen Verlust von 137,41 Punkten oder 1,34 Prozent beim Stand von 10 075,05 Punkten. Der breit gefasste Topix  büßte um 6,68 Punkte oder 0,74 Prozent auf den Schlussstand von 888,80 Punkten ein.

7.30 Uhr: Europas größter Softwarehersteller SAP  kann nicht das Ende der Krise ausrufen. Das im Dax notierte Unternehmen senkte am Mittwoch die Zielspanne für den Jahresumsatz mit Software und softwarebezogenen Dienstleistungen von minus 4 bis 6 Prozent auf minus 6 bis 8 Prozent. Am Ziel, eine währungsbereinigte EBIT-Marge von 25,5 bis 27 Prozent zu erreichen, hält SAP allerdings fest. Im dritten Quartal erfüllten die Walldorfer die Erwartungen des Marktes.

7.15 Uhr: Der weltgrößte Stahlkonzern ArcelorMittal  hat im dritten Jahresviertel überraschend die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft. Nach drei Verlustquartalen in Folge erwirtschaftete das Unternehmen von Juli bis September einen Überschuss von 0,9 Milliarden US-Dollar, wie die Gesellschaft am Mittwoch in Luxemburg mitteilte.

7.00 Uhr: Die Ölpreise sind am Mittwoch im asiatischen Handel etwas gefallen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der amerikanischen Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Dezember fiel auf 79,36 US-Dollar. Das sind 19 Cent weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Dezember sank um 25 Cent auf 77,67 Dollar.

6.45 Uhr: Angesichts zahlreicher kritischer Stimmen zu den geplanten Steuersenkungen der schwarz-gelben Koalition pocht die FDP auf die Einhaltung des Koalitionsvertrags. "Das ist keine Wunschliste. Es ist ein Vertrag, der solide erarbeitet wurde", sagte Bundestagsfraktionschefin Birgit Homburger der "Bild"-Zeitung. "Wir werden das genauso umsetzen."

Delta Lloyd vor erfolgreichem Börsengang

6.30 Uhr: Volkswagen will nach Aussagen von Konzernchef Martin Winterkorn innerhalb der nächsten ein bis zwei Wochen eine Entscheidung zu seinem künftigen Engagement beim insolventen Auftragsfertiger Karmann fällen. "Wir sind in Niedersachsen sehr daran interessiert, dass Arbeitsplätze erhalten werden", sagte Winterkorn der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstagabend am Rande einer Veranstaltung im niedersächsischen Garbsen. Noch könne er keine Details der Gespräche offenbaren. "Wir wollen nichts sagen, was die Verhandlungen gefährden könnte", sagte er. "Lassen sie uns das Thema mal nächste Woche diskutieren, dann wissen wir mehr

6.00 Uhr: Der niederländische Versicherer Delta Lloyd steuert auf einen erfolgreichen Börsengang zu. Anleger haben die Aktien der Aviva-Tochter in vollem Umfang gezeichnet, wie eine Sprecherin am Dienstag mitteilte. Das Amsterdamer IPO dürfte damit in einer Woche wie geplant zum größten Börsengang des Jahres in Westeuropa werden und der Mutter 1,2 Milliarden Euro in die Kassen spülen.

5.30 Uhr: Das US-Animationsstudio DreamWorks hält in der Wirtschaftskrise Kurs. Der Produzent von Filmen wie "Shrek" und "Kung Fu Panda" schloss das dritte Quartal zwar mit einem geringeren Gewinn ab als im Vorjahr, konnte den Rückgang aber begrenzen. Das Ergebnis erreichte 19,6 Millionen Dollar nach 37,4 Millionen Dollar im Vergleichszeitraum, wie das Unternehmen aus Los Angeles am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte.

5.00 Uhr: Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) hat vor einer zu schnellen Verschärfung der Eigenkapitalvorschriften für die Banken gewarnt: "Wenn diese Vorschriften zu früh kommen, müssen die Banken in einer für sie noch immer schwierigen Situation deutlich mehr Eigenkapital bereithalten", sagte BdB-Volkswirt Volker Hofmann der "Berliner Zeitung" (Mittwochausgabe). "Das könnte die Kreditvergabe zusätzlich belasten."

MAN künftig in Russland

4.30 Uhr: Der MAN-Konzern  will künftig auch in Russland Lastwagen bauen. Das sagte der Vorstandsvorsitzende Hakan Samuelsson der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwoch) auf einer Messe für Nutzfahrzeuge im brasilianischen Sao Paulo. Verhandlungen mit mehreren möglichen Partnern befänden sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium. Wenn alles klappe, könnten in zwei Jahren die ersten MAN-Lastwagen von russischen Montagebändern rollen.

4.00 Uhr: Die teilverstaatlichte Commerzbank  trennt sich im Zuge der EU-Auflagen von einer weiteren Beteiligung. Der 74-Prozent-Anteil an der österreichischen Privatinvest werde an die Zürcher Kantonalbank verkauft, teilte das deutsche Institut am Dienstag in Frankfurt mit.

3.45 Uhr: Die Aktienbörse in Tokio hat am Mittwochvormittag in Folge der Festigung des Yen schwächer tendiert. Vor allem Hochtechnologie-Papiere büßten laut Händlern ein. Der Nikkei  für 225 führende Werte notierte zur Handelsmitte einen Verlust von 67,91 Punkten oder 0,66 Prozent beim Zwischenstand von 10 144,55 Punkten.

3.00 Uhr: In der Lkw-Sparte des Mannheimer Daimler-Werks wird es auch im nächsten Jahr Kurzarbeit geben. Das sagte Hermann Doppler, Leiter der Lkw-Motorenproduktion dem "Mannheimer Morgen" (Mittwochausgabe). Derzeit arbeiten 2.200 der rund 5.300 Mitarbeiter in der Lkw-Sparte kurz.

2.00 Uhr: Nach der milliardenschweren Rettung der Bankenbranche in den USA sollen bei künftigen Pleiten die Finanzinstitute selbst stärker in die Pflicht genommen werden. Wie aus einem am Dienstag (Ortszeit) in Washington vom Finanzministerium und dem Komitee für Finanzdienste des Repräsentantenhauses vorgelegten Gesetzentwurf hervorgeht, sollen künftig Banken mit mehr als zehn Milliarden Dollar (etwa 6,7 Milliarden Euro) Eigenkapital an der Rettung ihrer von der Pleite bedrohten Konkurrenz beteiligt werden.

1.30 Uhr: Der britische Ölmulti BP will trotz schwarzer Zahlen rund 600 Arbeitsplätze in Deutschland streichen. Der Vorstandschef der Deutschen BP, Uwe Franke, sagte den Zeitungen der Essener "WAZ"-Gruppe (Mittwochsausgaben), gemeinsam versuche man alles, um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden, aber noch könne man nichts garantieren. Von den derzeit rund 1200 Arbeitsplätzen in der Bochumer Hauptverwaltung sollen demnach 200 Stellen nach Budapest verlagert werden. In der Gelsenkirchener Raffinerie sollen 340 von bislang 2060 Arbeitsplätzen wegfallen, in Hamburg seien 50 und in Mönchengladbach zehn Arbeitsplätze betroffen. BP errichtet in Budapest ein neues europäisches Dienstleistungszentrum.

manager-magazin.de mit Material der Nachrichtenagenturen

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