Österreichische Beteiligung Commerzbank verkauft Privatinvest

Die Commerzbank wurde mit Staatsgeldern gepäppelt, doch die sind an die Bedingung geknüpft, bestimmte Beteiligungen zu verkaufen. Daher trennt sich die das Institut nun von der österreichischen Privatinvest Bank. Käufer ist die Zürcher Kantonalbank.

Frankfurt am Main - Die Commerzbank  verkauft ihren Mehrheitsanteil an der österreichischen Privatinvest Bank an die Zürcher Kantonalbank. Die Transaktion steht unter Vorbehalt der Genehmigungen der Kartell- und Aufsichtsbehörden, wie die teilverstaatlichte Commerzbank am Dienstag in Frankfurt am Main mitteilte. Über Einzelheiten sei Stillschweigen vereinbart worden. Die Commerzbank hielt 74 Prozent an der Privatinvest Bank.

Die Veräußerung war Teil der mit der EU-Kommission getroffenen Vereinbarungen zur Inanspruchnahme von Staatshilfen aus dem Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin). Der Bund hält rund ein Viertel an der Commerzbank.

In Medienberichten war zuletzt ein möglicher Betrag im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich für die gesamte Privatinvest Bank kolportiert worden. Die restlichen 26 Prozent an der Bank werden von der Erste-Bank-Tochter Salzburger Sparkasse gehalten.

Nachdem die Commerzbank zuletzt auch den britischen Vermögensverwalter Kleinwort Benson verkauft hatte, muss sie sich nun noch von der Dresdner Allianz Bauspar und dem Immobilienfinanzierer Eurohypo  trennen. Die Privatinvest Bank verwaltet mit rund 50 Mitarbeitern ein Vermögen in Höhe von etwa 600 Millionen Euro.

manager-magazin.de mit Material von ddp

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