Arcandor Sal. Oppenheim verkauft weitere Anteile

Die Eigentümer der vor dem Verkauf stehenden Privatbank Sal. Oppenheim ziehen sich beim insolventen Handelskonzern Arcandor weiter zurück. Die Beteiligung der Oppenheim-Holding Solidas sei vor einer Woche auf 4,8 Prozent gesunken, teilte Arcandor mit. Mit dem Schritt dürfte eine mögliche Übernahme erleichtert werden.

Frankfurt am Main - Erst Anfang des Monats hatten die Familien die Beteiligung auf 9,7 von 24,9 Prozent abgebaut. Damals hatte es bereits geheißen, mit weiteren Anteilsverkäufen sei zu rechnen. Der Restbestand ist an der Börse noch 2,2 Millionen Euro wert.

Die Beteiligung an Arcandor hatte mit zum Verkauf von Sal. Oppenheim beigetragen. Die Bank wollte mit dem Einstieg vor gut einem Jahr einen 300 Millionen Euro schweren Kredit an ihre Kundin und Arcandor-Großaktionärin Madeleine Schickedanz retten. Kreisen zufolge hatten mehrere Eigentümer von Sal. Oppenheim für den Schickedanz-Kredit gebürgt.

Nach der Insolvenz von Arcandor konnten sie der in der Finanzkrise in die roten Zahlen gerutschten Bank deshalb nicht mehr in ausreichendem Maße unter die Arme greifen. Die Deutsche Bank steht nun Kreisen zufolge unmittelbar vor dem Kauf von mehr als 75 Prozent an der Privatbank.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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