Krise Arbeitsagentur zehrt Reserven auf

Insolvenzgeld, Kurzarbeitergeld und mehr Arbeitslose - die Bundesagentur für Arbeit muss das Geld derzeit mit vollen Händen ausgeben, gleichzeitig schrumpfen aber die Einnahmen. Der Finanzbericht der Behörde offenbart aber nun eine größere Lücke als erwartet.

Nürnberg - Die Wirtschaftskrise trifft die Bundesagentur für Arbeit (BA) nun doch härter als erwartet - und dürfte die Rücklagen von knapp 17 Milliarden Euro in diesem Jahr weitgehend aufzehren. Die BA-Finanzreserve werde bis zum Jahresende auf rund 1,1 Milliarden Euro schrumpfen, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Finanzbericht hervorgeht.

Arbeitsmarktexperten hatten wegen der lange Zeit günstigen Arbeitsmarktentwicklung für Ende 2009 zuletzt mit restlichen Rücklagen von bis zu 3 Milliarden Euro gerechnet. Neben der gestiegenen Arbeitslosigkeit rissen aber auch die hohen Ausgaben für Kurzarbeitergeld und Insolvenzgeld größere Löcher als erwartet in die Kasse der Bundesagentur.

Zugleich flossen weniger Beiträge in die BA-Kasse. Bis Ende September hätten Ausgaben von 35,27 Milliarden Euro lediglich Einnahmen von 19,63 Milliarden Euro gegenübergestanden. Vor allem im dritten Quartal habe sich die finanzielle Lage deutlich verschlechtert, betonte die BA in einer Mitteilung.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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