Ausschuss gegründet Schaeffler lässt IG Metall mitreden

Der angeschlagene Autozulieferer Schaeffler löst ein Versprechen an die Mitarbeiter ein: Ein gemeinsamer Ausschuss aus Unternehmensleitung und IG Metall berät künftig über die Entwicklung der Gruppe. Weitere Mitbestimmungsrechte sollen folgen.

Herzogenaurach - Auf dem Weg zur Mitbestimmung bildet der angeschlagene Autozulieferer Schaeffler einen gemeinsamen Ausschuss mit der IG Metall. Dies vereinbarten beide Seiten, wie Schaeffler am Dienstag in Herzogenaurach mitteilte.

Unternehmen und Gewerkschaft werden je sechs Vertreter in das Gremium schicken, in dem künftig über die wirtschaftliche Lage und die weitere Entwicklung der Gruppe gesprochen werden soll. Den Vorsitz führt ein Unternehmensvertreter, die Arbeitnehmerseite stellt den Stellvertreter. Der Ausschuss soll viermal im Jahr tagen.

Die nach der Übernahme des Konkurrenten Continental  hoch verschuldete Schaeffler-Gruppe hatte sich im Februar mit der IG Metall auf ein Mitbestimmungsmodell geeinigt. Betriebsräte und Gewerkschaften trugen daraufhin ein 250- Millionen-Euro-Sparprogramm mit.

Die jetzt getroffene Vereinbarung sei "ein erster gemeinsamer Schritt auf dem Wege zu der vereinbarten Mitbestimmung", teilte Schaeffler mit. Bisher gibt es in dem Familienunternehmen keine entsprechenden Gremien. Schaefflers Ziel ist es, "kapitalmarktfähige Strukturen zu schaffen", wie ein Schaeffler-Sprecher gegenüber manager-magazin.de bekräftigte. Der Zeitplan sei jedoch offen.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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