Tagesticker US-Börsen bis auf Dow im Minus

Während die HRE Schrottpapiere verramscht, trennt sich die Commerzbank von ihren Anteilen an der Privatinvest. Die EU-Kommission will die Lebensmittelindustrie an die kurze Leine nehmen und Europas Opel-Händler machen sich für Magna stark. Verfolgen Sie den Tagesticker auf manager-magazin.de.

21.22 Uhr: Volkswagen will nach Aussagen von Konzernchef Martin Winterkorn innerhalb der nächsten ein bis zwei Wochen eine Entscheidung zu seinem künftigen Engagement beim insolventen Auftragsfertiger Karmann fällen. "Wir sind in Niedersachsen sehr daran interessiert, dass Arbeitsplätze erhalten werden", sagte Winterkorn der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstagabend am Rande einer Veranstaltung im niedersächsischen Garbsen. Noch könne er keine Details der Gespräche offenbaren.

21.20 Uhr: Die EU-Kommission will einem Pressebericht zufolge die Lebensmittelindustrie an die kürzere Leine nehmen. An diesem Mittwoch stelle die Behörde ein Instrument für die Überwachung der Lebensmittelpreise vor, berichtet "Die Welt" (Mittwoch). Einem Papier zufolge will Brüssel anhand von in den EU-Staaten erhobenen Daten eine Übersicht über die Preisentwicklung bekommen. Die Kommission kritisiere in ihrem Papier, dass die Endverbraucher nicht im angemessenen Maß von den fallenden Preisen auf dem Rohstoffmarkt profitierten. Teilweise seien die Erzeugerpreise gegen den Trend gestiegen. Brüssel weise darauf hin, dass Lebensmittel im europäischen Durchschnitt 16 Prozent der privaten Haushaltsausgaben ausmachten.

21.05 Uhr: Gestützt auf Gewinne bei den Ölwerten hat der Dow Jones als einziger US-Index im Plus geschlossen. Eine überraschende Eintrübung der US-Verbraucherstimmung sorgte ansonsten für Verluste. Bei den Technologietiteln lastete ein schwacher Ausblick des Suchmaschinenanbieters Baidu auf der Stimmung. Der Dow Jones ging mit einem Plus von 0,14 Prozent auf 9882,17 Zähler aus dem Handel. Der marktbreite S&P-500-Index gab indes um 0,33 Prozent auf 1063,41 Zähler nach. An der Technologiebörse Nasdaq verlor der Composite-Index 1,20 Prozent auf 2116,09 Punkte. Der Auswahlindex Nasdaq 100 fiel um 1,39 Prozent auf 1722,46 Zähler.

20.55 Uhr: ThyssenKrupp-Chef Ekkehard Schulz lässt eine Übernahme des Chefpostens im Aufsichtsrat des Energiekonzerns RWE offen. "Schaun wir mal, dann sehen wir schon", sagte Schulz am Dienstag am Rande einer Veranstaltung im niedersächsischen Garbsen auf die Frage, ob er die Übernahme des Posten ab 2011 ausschließe. "Darüber ist nicht gesprochen worden", fügte er hinzu. Medienberichten zufolge soll Schulz bei RWE die Nachfolge des ehemaligen Bayer-Chefs Manfred Schneider antreten. Die Amtsübergabe werde voraussichtlich nach der Sommerpause 2010 stattfinden, spätestens aber im Januar 2011, wenn Schulz aus dem ThyssenKrupp-Vorstand ausscheide, berichtete der "Platow Brief" ohne Angaben von Quellen.

19.30 Uhr: Die staatlich gestützte US-Bank Wells Fargo zahlt ihren Aktionären eine Quartalsdividende von fünf Cent. Die Ausschüttung erfolge am 1. Dezember, teilte das Unternehmen am Dienstag in San Francisco mit.

Obama will das US-Stromnetz ummodeln

18.45 Uhr: US-Präsident Barack Obama hat das bislang umfangreichste Projekt zur Modernisierung des Stromnetzes in den USA vorgestellt. Der Staat werde rund 3,4 Milliarden Dollar (2,3 Milliarden Euro) bereitstellen, um die zum Teil schon jahrzehntealten Leitungen zu modernisieren und für Ökostrom nutzbar zu machen, sagte Obama am Dienstag beim Besuch einer Solaranlage in Arcadia im Bundesstaat Florida. Nach Angaben der US-Regierung könnte das geplante "kluge Stromnetz" bis 2030 etwa vier Prozent des US-Energieverbrauchs einsparen, das entspräche etwa 20,4 Milliarden Dollar.

18.15 Uhr: Die Commerzbank  trennt sich von ihrer Beteiligung an der österreichischen Privatinvest. Der 74-Prozent-Anteil werde an die Zürcher Kantonalbank verkauft, teilte das deutsche Institut in Frankfurt mit.

19.10 Uhr: Die europäischen Opel-Händler drängen den bisherigen Eigentümer des Rüsselsheimer Autobauers zu einem raschen Verkauf an den Autozulieferer Magna. "Viel länger zu warten, könnte das Vertrauen in die Zukunft schwächen, auf die wir uns im Interesse aller Beteiligten so gerne fokussieren würden - vor allem mit dem neuen Astra", hieß es in einem Brief des Vorsitzenden des Händlerverbandes Euroda, Jaap Timmer, der Reuters am Dienstag vorlag, an GM-Chef Fritz Henderson. Magna sei aus Sicht der Händler weiter der beste Partner für Opel. "Geschwindigkeit ist jetzt entscheidend", schrieb Timmer.

18.00 Uhr: Die Hypo-Real-Estate-Tochter Deutsche Pfandbriefbank hat sogenannte forderungsbesicherte Wertpapiere im Nennwert von 759 Millionen Euro verkauft. Den Käufern waren die Papiere allerdings weit weniger wert: Sie zahlten den Angaben zufolge nur einen Betrag "im niedrigen einstelligen Millionen-Euro-Bereich" für die Ramschpapiere. Interesse an der Auktion der "notleidenden Aktiva" hatten laut HRE führende Investmentbanken aus den USA und Europa sowie Vermögensverwalter und Investmentfonds.

17.30 Uhr: Kursverluste in Frankfurt am Main: Der deutsche Aktienleitindex Dax  fiel um 0,1 Prozent auf 5635 Punkte zurück. Der MDax  der mittelgroßen Werte gab 1,9 Prozent auf 7003 Zähler ab und der Technologieindex TecDax  büßte 1,4 Prozent auf 745 Punkte ein.

EU beäugt deutsche Steuerpläne mit Skepsis

17 Uhr: Die schwarz-gelbe Koalition muss sich auf entschiedenen Widerstand der Bundesländer gegen die Pläne für Steuerentlastungen einstellen. Ministerpräsidenten und Finanzminister auch aus CDU-geführten Ländern warnten am Dienstag vor zusätzlichen Lasten für die Landeshaushalte. Der Vorsitzende der Gruppe der Euro-Finanzminister, Luxemburgs Premier Jean-Claude Juncker, zweifelt gar an der Solidität deutscher Finanzpolitik.

16.25 Uhr: Trotz der schweren Krise der Autobranche rechnet die traditionelle Detroit Motor Show Anfang nächsten Jahres mit einem vollen Haus. Alle Ausstellerplätze seien belegt, sagte Messe-Chef Doug Fox der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag. "Die Messe ist voll." Rund 50 Premieren und insgesamt 700 Fahrzeuge sollen vom 11. bis 24. Januar 2010 in Detroit (Michigan) zu sehen sein.

16.00 Uhr: Der Mischkonzern Evonik hat den Verkauf seiner Spezialchemiesparte Alzchem an die Beteiligungsfirma Bluo abgeschlossen. Der Barverkaufspreis nach Abzug von Schulden betrage 78,5 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Alzchem beschäftigt rund 1300 Mitarbeiter und hatte 2008 einen Umsatz von 240 Millionen Euro erzielt. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Bayern produziert Vor- und Zwischenprodukte für die Kunststoff-, Landwirtschafts- und Pharmaindustrie. Bluo hat sich verpflichtet, bis Ende 2011 keine betriebsbedingten Kündigungen auszusprechen.

15.15 Uhr: An der Wall Street legt der Dow Jones  trotz eines enttäuschenden Verbrauchervertrauens leicht zu.Die jüngsten Daten zum US-Immobilienmarkt zeigen eine Stabilisierung des Häusermarktes in den USA, was im frühen Handel schwerer wog als der Einbruch des Konsumentenvertrauens. Jedoch warnte ein Sprecher des maßgeblichen Instituts vor einem Dämpfer zum Jahresende für den Fall, dass die Steuererleichterungen für US-Immobilienkäufer auslaufen.

15 Uhr: Das Konsumklima in den USA hat sich im Oktober überraschend eingetrübt. Der Index für das Verbrauchervertrauen sank auf 47,7 Zähler von 53,4 Punkten im September, wie das Forschungsinstitut Conference Board am Dienstag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt damit gerechnet, dass sich die Stimmung stabilisieren würde. Sorgen bereitet den Amerikanern vor allem die Lage auf dem Arbeitsmarkt: Fast jeder zweite Befragte gab an, dass es derzeit schwierig sei, an einen Job zu kommen.

14.00 Uhr: In den USA sind die Häuserpreise in den 20 größten Ballungsgebieten im August den vierten Monat in Folge gestiegen. Zum Vormonat sei der entsprechende Index um 1,2 Prozent geklettert, teilte das private Institut S&P/Case-Shiller am Dienstag mit. Ökonomen hatten lediglich plus 0,7 Prozent erwartet. Im Juli waren die Häuserpreise um 1,6 Prozent geklettert. Ihren Höhepunkt hatten die Häuserpreise Mitte 2006 erreicht. Im Jahresvergleich sanken die Häuserpreise im August unterdessen noch um 11,3 Prozent.

Kündigungen bei Karmann

12.30 Uhr: Trotz der Spekulationen über einen Einstieg von Volkswagen  beim insolventen Autozulieferer Karmann werden bis Ende der Woche rund 700 Mitarbeiter die Kündigung erhalten. Das bestätigten am Dienstag Sprecher des Insolvenzverwalters Ottmar Hermann und des Betriebsrats. Hermann hatte angekündigt, wegen Auftragsmangels Teile des Unternehmens bis Ende Oktober zu schließen. Daneben gingen die Verhandlungen mit Auftraggebern um ausstehende Zahlungen weiter, sagte der Sprecher Hermanns. Unter anderem werde mit Mercedes verhandelt. Karmann braucht bis Ende der Woche Geld von seinen Auftraggebern, um den Betrieb aufrechtzuerhalten.

12.00 Uhr: Daimler  macht nach Milliardenverlusten in den vergangenen Monaten wieder Gewinn. Im dritten Quartal 2009 fuhr der Autobauer einen Überschuss von 56 Millionen Euro ein, wie das Unternehmen am Dienstag in Stuttgart mitteilte. Zuvor hatten die Schwaben drei Vierteljahre in Folge tiefrote Zahlen präsentiert.

Allein im ersten Halbjahr 2009 summierte sich das Minus auf 2,36 Milliarden Euro. Auch operativ kehrte der DAX-Konzern im dritten Quartal in die schwarzen Zahlen zurück und will in den letzten Monaten des Jahres weiter Gewinne aus dem laufenden Geschäft erzielen.

11.30 Uhr: Der Versandhändler Neckermann.de will von der Pleite des Konkurrenten Quelle profitieren. Es gebe bereits zahlreiche Anfragen von Quelle-Kunden, berichtete das Unternehmen am Dienstag in Frankfurt. Neckermann.de hat nach eigenen Angaben die Umstrukturierung vorangetrieben und die Verluste deutlich verringert. Im laufenden Jahr rechne man mit einem Umsatz von 747 Millionen Euro nach rund 750 Millionen im Jahr 2008, sagte Vorstandschef Henning Koopmann.

11.00 Uhr: Sinkender Energiebedarf der Industrie drückt die Gewinne des Stromversorgers Vattenfall  massiv nach unten. Wie der auch in Deutschland aktive schwedische Konzern am Dienstag in Stockholm mitteilte, sank der Ertrag im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 74,9 Prozent auf 622 Millionen Kronen (60,5 Millionen Euro). Zugleich stieg der Umsatz im dritten Quartal um 22,5 Prozent auf 45,3 Milliarden Kronen.

Anzeichen für Kreditklemme mehren sich

10.45 Uhr: Nach dem Kurseinbruch vom Vortag tendiert der Dax  um den Vortagesschluss bei 5650 Punkten. Zu den größten Verlierern zählen Finanztitel wie die Deutsche Bank. Die Commerzbank  gibt um mehr als 5 Prozent nach.

10.00 Uhr: Die Kreditvergabe der Banken in den 16 Euro-Ländern ist im September erstmals seit Einführung der Statistik 1992 gesunken. Die Anzeichen für eine Kreditklemme in Folge der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise nehmen demnach zu. Die Summe der an Firmen und private Haushalte ausgereichten Darlehen fiel um 0,3 Prozent, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Dienstag mitteilte.

9.45 Uhr: Die spanische Großbank Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) hat in den ersten neun Monaten des Jahres wegen einer höheren Risikovorsorge weniger verdient als im Vorjahr. Unterm Strich stand nur noch ein Gewinn von 4,18 Milliarden Euro, nach 4,5 Milliarden Euro im Vorjahr, wie das Institut am Dienstag in Madrid mitteilte. Experten hatten mit einem Gewinn in dieser Größenordnung gerechnet. Allerdings hätten alle Geschäftsbereiche schwarze Zahlen geschrieben.

9.30 Uhr: Der französische Softwareunternehmen Dassault Systemes will für rund 600 Millionen Dollar Geschäftsbereiche des amerikanischen IT-Konzerns IBM übernehmen. Bei dem Geschäft geht es vor allem um die IBM-Aktivitäten im Bereich Vertrieb und Kundenbetreuung für IT-Lösungen zum Management von Produktzyklen, wie Dassault Systemes am Dienstag in Velizy- Villacoublay bei Paris mitteilte. Der Verkauf für umgerechnet rund 400 Millionen Euro solle in der ersten Hälfte des Jahres 2010 abgeschlossen werden.

9.15 Uhr: Der norwegische Aluminium-Produzent Norsk Hydro ist im dritten Quartal überraschend noch tiefer in die Verlustzone gerutscht und sieht weiter kein Ende der Durststrecke. Die positiven Effekte durch die etwas gestiegenen Preise für Aluminium seien durch den schwachen Dollar zunichte gemacht worden, teilte das Unternehmen am Dienstag in Oslo mit. Unter dem Strich verbuchte der Konzern einen Verlust von 1,2 Milliarden Kronen (144 Millionen Euro). Im Vorquartal lag der Fehlbetrag knapp die Hälfte niedriger.

9.05 Uhr: Der Dax  startet zum Handelsauftakt nahezu unverändert und liegt bei 5643 Punkten (plus 0,01 Prozent).

Loewe unter Druck

9.00 Uhr: Der Fernsehgerätehersteller Loewe  hat seine Prognose für das laufende Jahr deutlich nach unten korrigiert. Statt 375 Millionen Euro erwartet das Unternehmen nach Angaben vom Dienstag in Kronach nur noch einen Umsatz von 350 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern soll statt der angestrebten 28,5 Millionen nur noch rund 12 Millionen Euro betragen. Als Grund für die Korrektur nannte Loewe die anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen in Teilen Europas. Der Konzernumsatz lag in den ersten neun Monaten nach vorläufigen Zahlen mit 220,4 Millionen Euro um 15 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

8.45 Uhr: Dem japanischen Elektronikkonzern Canon  setzt eine schwächere Nachfrage nach Kopiergeräten zu. Trotz eines stabilen Kamerabsatzes brach der operative Gewinn im dritten Quartal um 54 Prozent auf umgerechnet rund 437 Millionen Euro (60 Milliarden Yen) ein, wie der weltgrößte Hersteller von Digitalkameras am Dienstag mitteilte. Damit lag das Ergebnis aber im Rahmen der Markterwartungen. An seiner Prognose für das Gesamtjahr hielt Canon fest: Der Konzern rechnet weiterhin mit einem Gewinnrückgang von 62 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro.

8.30 Uhr: Die niederländische E-Plus-Mutter KPN hat einen Quartalsgewinn im Rahmen der Erwartungen verbucht. Der Umsatz im dritten Quartal sei allerdings wegen einer schwachen Nachfrage auf dem Heimatmarkt leicht zurückgegangen, teilte der Telekommunikationskonzern mit. Den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) bezifferte KPN auf 1,33 Milliarden Euro.

Der Umsatz fiel um 5 Prozent auf 3,33 Milliarden Euro. An seiner Prognose hält der frühere niederländische Monopolist fest: Er rechne 2010 weiter mit einem Ebitda von mehr als 5,5 Milliarden Euro und für 2009 und 2010 mit einem Umsatz von 13,6 bis 13,8 Milliarden Euro, erklärte der Konzern.

8.15 Uhr: Der niederländische Chemiekonzern Akzo Nobel  hat im dritten Quartal mehr verdient als ein Jahr zuvor. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern (Ebit) sowie Sondereffekte sei dank der Sparprogramme im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozent auf 391 Millionen Euro gestiegen, teilte der weltgrößte Farben- und Lacke-Hersteller mit Marken wie Dulux am Dienstag in Amsterdam mit. Damit übertraf Akzo Nobel die Schätzungen der Analysten. Einen Ausblick auf das Gesamtjahr gab das Unternehmen weiterhin nicht.

Nikkei schließt im Minus

8.00 Uhr: Die Aktienbörse in Tokio hat am Dienstag nach negativen Vorgaben der Wall Street schwach geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte  notierte zum Handelsschluss ein deutliches Minus von 150 Punkten oder 1,45 Prozent beim Stand von 10.212 Punkten. Der breit gefasste Topix  büßte ebenfalls klar um 15,24 Punkte oder 1,67 Prozent auf 895 Punkte ein.

7.45 Uhr: Der japanische Autobauer Honda  hat seine Jahresgewinnprognose kräftig angehoben. Der operative Gewinn fiel zwar im zweiten Geschäftsquartal um 56 Prozent auf 65,54 Milliarden Yen (rund 478 Millionen Euro), wie der Konzern mitteilte. Analysten hatten jedoch weit Schlimmeres befürchtet. Dabei profitierte der weltweit siebtgrößte Hersteller vor allem von den staatlichen Anreizen zum Kauf spritsparender Autos. Für das Geschäftsjahr bis März 2010 rechnet der Kleinwagenspezialist nun mit einem mehr als doppelt so hohen Gewinn wie bislang prognostiziert. Honda hob das Ziel für den Nettogewinn auf 1,1 Milliarden Euro an.

7.15 Uhr: Der Dax  wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Dienstag mit leichten Kursgewinnen starten. Am Montag hatte er 1,7 Prozent tiefer bei 5642 Punkten geschlossen.

6.30 Uhr: Der französische Reifenhersteller Michelin  spürt noch kein Ende der weltweiten Autokrise.

Im dritten Quartal ging der Absatz des Continental- Rivalen um 14 Prozent zurück, wie der Konzern am Montag mitteilte. In den ersten neun Monaten erreichte das Minus damit 20,1 Prozent. Der Umsatz fiel zwischen Juli und September knapp elf Prozent auf 3,75 Milliarden Euro. In den ersten neun Monaten waren es minus 12,5 Prozent auf 10,9 Milliarden Euro.

6.00 Uhr: Die französische Nationalversammlung hat eine Steuer von 10 Prozent auf Gewinne von Banken abgelehnt. Die Abgeordneten revidierten damit am Montag eine Entscheidung aus der vergangenen Woche, als der Vorschlag der Opposition in einer ersten Abstimmung knapp durchging.

Hunderte Arbeitsplätze bei Mahle bedroht

5.00 Uhr: Beim Automobilzulieferer Mahle könnten einem Pressebericht zufolge noch einmal Hunderte Arbeitsplätze wegfallen. Nach einer Meldung der "Stuttgarter Nachrichten" (Dienstagausgabe) ist derzeit die Streichung von 800 Jobs im Gespräch, davon 250 am Standort Stuttgart. Mahle beschäftigt in Deutschland insgesamt 8800 Mitarbeiter. Der Kolben- und Zylinderspezialist hatte vor einigen Wochen bereits den Abbau weiterer Arbeitsplätze angekündigt.

3.45 Uhr: Die Aktienbörse in Tokio hat am Dienstagvormittag nach negativen Vorgaben der Wall Street schwach tendiert. Der Nikkei-Index  für 225 führende Werte notierte zur Handelsmitte einen deutlichen Verlust von 151,77 Punkten oder 1,46 Prozent beim Zwischenstand von 10 210,85 Punkten. Der breit gefasste Topix büßte bis dahin um 17,37 Punkte oder 1,91 Prozent auf 893,35 Punkte ein.

2.00 Uhr: Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat vor den Folgen der Steuerentlastungspläne der neuen Bundesregierung gewarnt. "Die Steuerausfälle nehmen uns die Luft zum Atmen", wird Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg in der "Hamburger Morgenpost" zitiert. "Nach unseren Berechnungen müssen die Städte und Gemeinden in 2010 Ausfälle von 3,6 Milliarden Euro verkraften, wenn die Pläne Wirklichkeit werden", sagte er.

0.30 Uhr: Für den insolventen Luxusmode-Konzern Escada  gibt es einem Medienbericht zufolge mehrere Interessenten. Es lägen mehrere feste Kaufangebote von Investoren vor, die zunächst die vertraulichen Unterlagen im Detail prüften, berichtete die "Financial Times Deutschland" (Dienstagausgabe) vorab unter Berufung auf Finanzmarktkreise. Escada-Insolvenzverwalter Christian Gerloff führe zusammen mit Konzernchef Bruno Sälzer die Verhandlungen.

Der Zeitung zufolge ist unter anderem ein weibliches Mitglied der Großfamilie des indischen Stahlunternehmers Lakshmi Mittal an dem Modeunternehmen interessiert. Einen Einstieg prüfe auch Sven Ley, der Sohn des Escada-Gründers Wolfgang Ley, zusammen mit seiner Frau, einer ehemaligen Bankerin. Dies hatte Mitte des Monats bereits die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Der Finanzinvestor Vestar denkt dem Bericht zufolge noch über eine Offerte nach.

manager-magazin.de mit Material der Nachrichtenagenturen

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