Tagesticker US-Investoren verlässt der Mut

120.000 Beschäftigte der britischen Post legen für zwei Tage die Arbeit nieder. Google plant offenbar mit großen Musikverlagen ein neues Internet-Angebot. Die US-Notenbank sieht weitere Belege für ein Ende der Rezession. An der New Yorker Börse rutschen die Indizes zum Handelsschluss plötzlich stark ab und schließen mit Verlusten. Verfolgen Sie den Tagesticker auf manager-magazin.de.

22.15 Uhr: Knapp eine halbe Stunde vor Handelsschluss verließ die Investoren an der New Yorker Wall Street der Mut. Die Aktienindizes rutschten am Mittwoch im späten Geschäft binnen Minuten deutlich in die Verlustzone und beendeten den Handel auch mit Verlusten. Der US-Leitindex Dow Jones  verlor 0,92 Prozent auf 9949 Punkte, hatte im Handelsverlauf aber schon bei 10.120 Punkten gestanden. Der marktbreite S&P-500-Index fiel um 0,89 Prozent auf 1081 Zähler. An der Technologiebörse gab der Nasdaq Composite  0,59 Prozent auf 2150 Punkte nach.

Enttäuscht reagierten die Anleger auf die Zahlen von Boeing . Sonderkosten wegen Verzögerungen beim Prestigeprojekt 787 Dreamliner und dem neuen 747-Modell brockten dem Flugzeugbauer einen Quartalsverlust ein. Die Boeing-Papiere fielen um 2,4 Prozent. Auch Wal-Mart  sorgte für Verstimmung am Markt. Der Einzelhandelsriese will seine Preise senken, um sich auf eine nach eigenem Bekunden "harte Weihnachtszeit" einzustellen. Die Wal-Mart-Aktie verlor 2,1 Prozent.

21.45 Uhr: Die Bank of America  verkauft die Privatbank First Republic für eine Milliarde Dollar an eine Investorengruppe. An dem Konsortium seien unter anderem General Atlantic Partners und Colony Capital beteiligt, teilte die US-Bank mit. Das derzeitige Management von First Republic werde die Bank auch weiterhin leiten. Das Geschäft soll im zweiten Quartal 2010 abgeschlossen sein. Zum Ende des dritten Quartals verfügte First Republic über 19 Milliarden Dollar in Vermögenswerten, 16 Milliarden Dollar an Einlagen und verwaltete 15 Milliarden Dollar an Vermögen seiner Kunden.

21.32 Uhr: Binnen weniger Minuten rutschen die Aktienindizes an der New Yorker Börse in die Verlustzone. Der Dow Jones steht mit 0,7 Prozent im roten Bereich bei 9971 Zählern. Der Technologieindex Nasdaq Composite  fällt mit 0,3 Prozent auf 2156 Zähler ins Minus.

21.15 Uhr: An der New Yorker Börse halten sie die Aktienindizes trotz vereinzelt enttäuschender Quartalsberichte im Plus. Der Dow Jones  notiert gegen Abend (MEZ) 0,2 Prozent fester mit 10.057 Zähler. Der Technologie-Indes Nasdaq Composite  rückt um 0,6 Prozent auf 2175 Punkte vor.

20.35 Uhr: Die US-Notenbank sieht weitere Hinweise auf eine Ende der Rezession. Sowohl bei der Industrieproduktion als auch auf dem Immobilienmarkt seien Zuwächse zu verzeichnen, heißt es in dem am Mittwochabend vorgelegten Konjunkturbericht "Beige Book". Viele Sektoren der Wirtschaft hätten sich in den vergangenen sechs Wochen entweder stabilisiert oder sogar verbessert, wenn auch von sehr niedrigem Niveau ausgehend.

19.44 Uhr: Google (Kurswerte anzeigen) baut offenbar in Kooperation mit großen Musikverlagen ein neues Angebot im Internet auf. Wie zwei mit den Plänen vertraute Personen erklärten, soll es einfacher werden, bei Google Lieder zu finden, sich eine Kostprobe anzuhören und den Song dann zu kaufen. An dem Dienst seien Startup-Unternehmen wie iLike und LaLa beteiligt. Auch alle großen Musikkonzerne seien involviert. Als Starttermin werde der kommende Mittwoch anvisiert, berichtet Reuters unter Berufung auf die beiden Personen.

19.15 Uhr: Der spanische Telefonkonzern Telefonica hat den geplanten Aktientausch mit der China Unicom abgeschlossen. Im Zuge des Deals hat jedes der beiden Unternehmen Aktien des anderen im Wert von einer Milliarde US-Dollar erworben. Der Anteil der Spanier an Unicom wächst damit von 5,38 auf 8,06 Prozent.

19 Uhr: Der Autozulieferer Sommer Road Cargo Solutions aus Laucha bei Halle hat Insolvenzantrag gestellt. Das Amtsgericht Halle bestellte Rechtsanwalt Lucas Flöther zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Das Unternehmen mit 196 Mitarbeitern konstruiert und produziert Fahrzeugaufbauten, die für Kurierautos eingesetzt werden. Der Geschäftsbetrieb werde uneingeschränkt fortgeführt. Die Lohnzahlungen an die Arbeitnehmer seien zumindest bis einschließlich Dezember über das Insolvenzgeld gesichert, teilte der Anwalt mit.

18.50 Uhr: Rund 120.000 Mitarbeiter der britischen Post beginnen an diesem Donnerstag einen zweitägigen Streik. Die Mitglieder der Gewerkschaft CWU werden um 4.00 Uhr (Ortszeit) für 48 Stunden ihre Arbeit niederlegen, teilte die CWU nach wochenlangen Verhandlungen mit. Weitere Aktionen im Vorweihnachtsgeschäft sollen folgen. Die Gewerkschaft protestiert damit gegen die geplante Modernisierung und Stellenabbau. Die CWU kritisierte wiederholt, dass die Post den Rotstift entgegen staatlicher Abkommen ansetze, um das Unternehmen für eine Teilprivatisierung fit zu machen. Als möglicher Bieter für den 30- prozentigen Royal-Mail-Anteil gilt neben der niederländischen TNT auch die Deutsche Post  .

Euro überspringt Marke von 1,50 Dollar

17.38 Uhr: Mit Rückenwind der Wall Street hat der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch nach einer Aufholjagd fest im Plus geschlossen. Mit der Schlussglocke notierte der Dax  0,4 Prozent fester auf 5833 Punkte, nachdem er vor der Eröffnung der US-Märkte noch deutlich in der Verlustzone gelegen hatte. Überraschend vorgelegte Quartalszahlen der Deutschen Bank  honorierten die Anleger nicht mit Kursgewinnen, obwohl diese von Analysten gelobt wurden. Marktteilnehmern zufolge lösten die Ergebnisse Gewinnmitnahmen aus, so dass die Aktie der Bank mit einem Abschlag von 2,4 Prozent als einer der größten Verlierer im Dax schloss.

An der Wall Street wurden Quartalszahlen von Unternehmen wie Morgan Stanley und Yahoo positiv aufgenommen. Der Dow Jones lag zum Handelsschluss in Europa 0,5 Prozent höher bei 10.093 Punkten. Der Nasdaq-Composite verbuchte einen Aufschlag von ebenfalls 0,7 Prozent auf 2181 Punkte.

17.01 Uhr: Die griechische Werft Neorion Shipyards ist an der heimischen ThyssenKrupp-Tochter Hellenic Shipyards (HSY) interessiert. Neorion habe Verhandlungen über eine Übernahme der HSY-Anteile aufgenommen, teilte das Unternehmen am Mittwoch der Börse in Athen mit. Eine ThyssenKrupp-Sprecherin lehnte eine Stellungnahme ab. Neorion erklärte hingegen, mit dem Düsseldorfer Konzern Sondierungsgespräche zu führen. ThyssenKrupp hatte am Dienstag erklärt, mit der neuen Regierung in Athen über eine Zukunft für die Werft mit 1200 Mitarbeitern zu beraten.

16.15 Uhr: Der Euro (Kurswerte anzeigen) hat die Marke von 1,50 US-Dollar geknackt. In der Spitze legte die europäische Gemeinschaftswährung bis auf 1,5002 Dollar zu. Eine freundliche Eröffnung der US-Börsen nach positiven Unternehmensdaten trieb die Gemeinschaftswährung nach mehreren Anläufen schließlich auf den höchsten Stand seit August 2008. In New York hat der dortige Leitindex Dow Jones  die Marke von 10.000 Punkten erneut übersprungen. Neben der extrem expansiven Geldpolitik der US-Notenbank setze die hohe Staatsverschuldung sowie die Diskussionen über die Rolle des Dollar als Weltreservewährung dem Greenback zu, schreiben die Devisenexperten der Landesbank Hessen-Thüringen.

15.45 Uhr: Die Beschäftigten von Bosch in Salzgitter fürchten um 600 Arbeitsplätze. Betriebsrat Günther Gehrmann sagte: "Es gibt deutliche Anzeichen, dass das Personal mittelfristig reduziert werden soll". Insgesamt arbeiten bei Bosch in Salzgitter rund 1900 Beschäftigte. Dort werden Motorsteuergeräte für Autos hergestellt.

15 Uhr: Der Verkauf der Bremer Stadtwerke an den Oldenburger Energieversorger EWE ist abgeschlossen. Das Unternehmen habe die Stadtwerke zu 100 Prozent minus eine Aktie übernommen, teilte EWE mit. Der veräußerte Anteil gehörte zuvor dem niederländischen Versorger Essent. Mit dessen Übernahme durch den Energiekonzern RWE  zum 1. Oktober musste diese Beteiligung aus kartellrechtlichen Gründen abgegeben werden.

Morgan Stanley ist in die Gewinnzone zurückgekehrt

14.45 Uhr: Morgan Stanley (Kurswerte anzeigen) schreibt nach drei Verlustquartalen in Folge wieder schwarze Zahlen. Die Bank profitierte im abgelaufenen Vierteljahr unter anderem von kräftigen Einnahmen im Anleihegeschäft. Netto habe sich ein Gewinn von 498 Millionen Dollar oder 38 Cent je Aktie ergeben, teilte die US-Bank mit. Morgan-Stanley-Aktien legten vorbörslich 1 Prozent zu.

14.40 Uhr: Wells Fargo (Kurswerte anzeigen) hat derweil den Gewinn auf 3,2 Milliarden Dollar verdoppelt. Das Institut profitierte abermals von einem starken Hypothekengeschäft sowie der Übernahme des Rivalen Wachovia. Die Verschmelzung verlaufe nach Plan, hieß es. Die viertgrößte US-Bank meldete zugleich jedoch, ihre Kreditausfälle seien auf 5,1 Milliarden Dollar gestiegen. Die Aktie gibt vorbörslich leicht nach.

14.30 Uhr: Die chronisch defizitäre US-Fluggesellschaft Continental Airlines (Kurswerte anzeigen) muss angesichts der Flaute im Luftverkehr herbe Umsatzeinbußen verkraften. Vor allem durch ein Minus bei teuren Tickets schrumpften die Erlöse im dritten Quartal zum gleichen Vorjahreszeitraum um gut 20 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar. Dank inzwischen halbierter Kraftstoffkosten im Zuge des gesunkenen Ölpreises und eines Kapazitätsabbaus konnte der Konzern aber immerhin seine Verluste deutlich reduzieren. Der Fehlbetrag belief sich auf 18 Millionen Dollar nach 230 Millionen vor Jahresfrist, wie die weltweit fünftgrößte Airline mitteilte.

14.20 Uhr: Der US-Pharmakonzern Eli Lilly (Kurswerte anzeigen) hat nach einem überraschenden Gewinnsprung im dritten Quartal seine Jahresziele angehoben. Der in Indianapolis ansässige Konzern profitierte von einer starken Nachfrage nach seinen Topmedikamenten zur Bekämpfung von Krebs sowie Depressionen. Lilly erwirtschaftete im Zeitraum Juli bis September einen Nettogewinn von 941,8 Millionen Dollar nach einem Verlust von 465,6 Millionen Dollar vor Jahresfrist.

14 Uhr: Der Flugzeug- und Rüstungskonzern Boeing (Kurswerte anzeigen) ist in die roten Zahlen gestürzt. Für den Verlust sorgten vor allem Sonderbelastungen beim nun fast drei Jahre verzögerten neuen Langstreckenjet Dreamliner 787 sowie beim neuen Frachtflugzeug 747-8. Der US-Rivale des europäischen EADS-Konzerns  strich deshalb auch seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr drastisch zusammen. Unter dem Strich stand im dritten Quartal ein Verlust von fast 1,6 Milliarden Dollar (1,1 Milliarden Euro). Der Umsatz stieg dagegen um 9 Prozent auf 16,7 Milliarden Dollar.

Schmack Biogas stellt Insolvenzantrag

13 Uhr: 13 Investmentbanker von Dresdner Kleinwort sind mit ihrer Klage gegen die Streichung von Bonuszahlungen gescheitert. Das Frankfurter Arbeitsgericht wies die Klagen gegen die Commerzbank  über insgesamt rund zwei Millionen Euro ab. Die Commerzbank hatte alle Leistungszulagen für 2008 nach der Übernahme der Dresdner Bank Anfang dieses Jahres nachträglich um bis zu 90 Prozent gekürzt, nachdem vor allem das Kapitalmarktgeschäft ihr einen Verlust von mehr als sechs Milliarden Euro beschert hatte. Das Gericht entschied, dass die Commerzbank nicht an die Zusagen des Dresdner-Bank-Vorstands gebunden war.

12.30 Uhr: Der Biogasanlagenhersteller Schmack hat wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Insolvenzantrag gestellt. Trotz intensiver Verhandlungen mit Banken und Investoren habe keine Einigung über die Finanzierung der Schmack-Biogas-Gruppe erzielt werden können, teilte das Unternehmen in Schwandorf mit. Der Vorstand strebe nun die Sanierung durch ein Insolvenzplanverfahren an. Schmack steckt seit langem in den roten Zahlen. Im ersten Halbjahr 2009 verbuchte das Schwandorfer Unternehmen ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von minus 8,3 Millionen Euro.

12 Uhr: Nach der Streikankündigung der spanischen Opel-Arbeiter sind neue Gespräche über die Zukunft des Autowerks in Figueruelas bei Saragossa geplant. Die Verhandlungen zwischen dem österreichisch-kanadischen Autozulieferer Magna  und den Arbeitnehmervertretern sollen im Industrieministerium in Madrid stattfinden, wie der Betriebsrat des Opel-Werks am Mittwoch mitteilte. Der Zulieferer will nach den bisherigen Plänen mehr als 1300 Arbeitsplätze abbauen. Wenigstens 70 Prozent der derzeitigen Produktionskapazitäten des produktivsten Opel-Werks sollen in den kommenden Jahren erhalten bleiben. Der Rest soll nach Eisenach verlagert werden.

11 Uhr: Der britische Schokoladenhersteller Cadbury  setzt Kaufinteressent Kraft Foods  mit überraschend guten Umsatzzahlen und einer Anhebung der Prognosen für 2009 unter Druck. Im abgelaufenen dritten Quartal sei der Umsatz auf vergleichbarer Basis um 7 Prozent geklettert, teilte Cadbury in seinem Zwischenbericht zum abgelaufenen Vierteljahr mit. Analysten zufolge ist der US-Lebensmittelriese Kraft nun im Zugzwang, die Anfang September vorgelegte Kaufofferte für Cadbury aufzustocken. Cadbury hatte das Angebot im Volumen von ursprünglich umgerechnet rund 11,2 Milliarden Euro als zu niedrig zurückgewiesen.

10.20 Uhr: Der deutsche Aktienmarkt gibt seine Gewinne aus dem frühen Handel ab. Der Dax fällt um 0,2 Prozent unter die Marke von 5800 Punkten.

Chef der Bank of England fordert Zerschlagung von Banken

10.15 Uhr: Die schwedische SEB (Kurswerte anzeigen) will in Zukunft wieder auf eigenen Beinen stehen. Die Bank wolle sich nicht um eine Verlängerung der Staatsgarantien bewerben, sagte Unternehmenschefin Annika Falkengren bei der Vorlage des Berichts zum dritten Quartal. Die Kapitalposition habe sich weiter verbessert. Bislang hat die Bank die staatlichen Hilfen nicht genutzt. Im abgelaufenen Jahresviertel sackte der operative Gewinn der Bank wegen einer auf 3,3 Milliarden Kronen gestiegenen Vorsorge für Kreditausfälle auf 388 Millionen schwedische Kronen (rund 37 Millionen Euro). Unterm Strich blieben magere 37 Millionen Kronen übrig. Vor einem Jahr hatte die Bank noch 2,5 Milliarden Kronen verdient. Die SEB zählt zu den wichtigsten Banken im Baltikum, wo die Kreditausfälle drastisch steigen.

9.45 Uhr: Der Chef der englischen Notenbank hat eine Aufspaltung der Banken vorgeschlagen. "Noch nie schuldeten so wenige so vielen so viel Geld. Und das bisher ohne wirkliche Reform", sagte Mervyn Kind, Chef der Bank of England, vor Geschäftsleuten in Edinburgh. Die Banken seien mit "atemberaubenden" Summen von Steuergeldern gerettet worden. In Zukunft dürften sie sich nicht mehr darauf verlassen können. Der Staat könne das Alltagsgeschäft mit Privatkunden bei Problemen auch in Zukunft stützen, aber nicht das "Casino-Banking". Regulierung allein reiche nicht aus, um vor einer neuen Krise zu bewahren. Es sei eine "Täuschung", zu glauben, dass härtere Regeln vor hochspekulativen Aktivitäten schützten.

9.30 Uhr: Der Londoner Flughafen Gatwick ist verkauft. Der bisherige Eigentümer BAA beugt sich damit einer Anordnung der britischen Kartellbehören. Gatwick gehe für umgerechnet 1,64 Milliarden Euro an ein von Global Infrastructure Partners (GIP) angeführtes Konsortium, teilte der mehrheitlich zum spanischen Baukonzern Ferrovial gehörende Flughafenbetreiber BAA mit. Aus wettbewerbsrechtlichen Gründen muss BAA auch den Flughafen Stansted sowie entweder Edinburgh oder Glasgow verkaufen. Hinter GIP stehen der US-Konzern General Electric (Kurswerte anzeigen) und die Schweizer Bank Credit Suisse (Kurswerte anzeigen). Der London City Airport ist bereits im Besitz der Gruppe. Ursprünglich waren auch die deutsche Hochtief  sowie eine Gruppe um die Deutsche-Bank-Tochter RREEF im Rennen, hatten sich aber schon vor Monaten zurückgezogen.

9.15 Uhr: Vor allem starke Quartalszahlen von Yahoo  haben dem Aktienleitindex Dax (Kurswerte anzeigen) zum Handelsstart Auftrieb gegeben. Er stieg in den ersten Minuten um 0,5 Prozent auf 5838 Punkte und nahm damit wieder Kurs auf sein zwischenzeitlich am Vortag erzieltes Dreizehnmonatshoch von rund 5888 Punkten. Der MDax  rückte um 0,4 Prozent auf 7539 Zähler vor und der TecDax  gewann 0,6 Prozent auf 781 Punkte.

8.45 Uhr: Die Deutsche Bank  hat auch im dritten Quartal einen Milliardengewinn geschafft. Nicht zuletzt dank steuerfreier Erträge und dem erfolgreichen Abschluss mehrerer Steuerprüfungen früherer Jahre hat das größte heimische Geldhaus unterm Strich circa 1,4 Milliarden Euro verdient, wie die Bank auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Das Vorsteuerergebnis bewegte sich mit um die 1,3 Milliarden Euro leicht über den Schätzungen. Problemfall war zuletzt das Privatkundengeschäft, dagegen hatte das Investmentbanking floriert. Die Kernkapitalquote erhöhte sich weiter auf 11,7 Prozent. Am 29. Oktober legt die Deutsche Bank das komplette Zahlenwerk vor.

Hapag-Lloyd-Beschäftigte verzichten auf Lohn

8.10 Uhr: Der französische Autobauer PSA Peugeot Citroën  hat im dritten Quartal einen Umsatzeinbruch verzeichnet. Die Erlöse fielen um 7,7 Prozent auf 11,78 Milliarden Euro, wie Peugeot Citroen am Mittwoch bekanntgab. Seinen Marktanteil in Europa konnte das Unternehmen den Angaben zufolge im Berichtszeitraum von 12,9 Prozent auf 13,4 Prozent steigern.

7.45 Uhr: Der größte Betrugsfall an der Wall Street weitet sich aus: Betrogene Anleger des Milliardenschwindlers Bernard Madoff verklagen nun auch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG sowie die Geldhäuser JPMorgan Chase  und Bank of New York Mellon. Die bei einem New Yorker Gericht eingereichte Klageschrift beschuldige die drei Unternehmen, eine zentrale Rolle in dem Betrugsfall gespielt zu haben, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung der in Kalifornien ansässigen Anwaltskanzlei Cotchett, Pitre and McCarthy.

7.15 Uhr: Die ostdeutschen Unternehmen leiden offenbar etwas stärker unter der Verschärfung der Kreditvergabe als Westunternehmen. Das geht aus der jüngsten Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) über die Finanzierungsbedingungen in der deutschen Wirtschaft hervor. So klagten inzwischen rund 32 Prozent der befragten Unternehmen in den neuen Ländern über Schwierigkeiten, die notwendige Finanzierung von ihren Banken zu erhalten. In den alten Ländern seien es 29 Prozent.

7 Uhr: Die Mitarbeiter der Reederei Hapag-Lloyd haben einem Zeitungsbericht zufolge deutlichen Gehaltskürzungen zugestimmt, um die Sanierung des Hamburger Traditionsunternehmens zu unterstützen. Wie das "Hamburger Abendblatt" (Onlineausgabe) ohne Angaben von Quellen berichtet, haben alle der rund 1100 Beschäftigten in Deutschland einem umfangreichen Sparprogramm und damit verbundenen Gehaltskürzungen von 5 bis 20 Prozent zugestimmt.

6 Uhr: Ökonomen warnen vor höheren Sozialausgaben. "Höhere Hartz-IV-Sätze für Kinder könnten dazu führen, dass sich Arbeit für einige Familien vergleichsweise weniger lohnt", sagte Holger Schäfer, Arbeitsmarktexperte des Instituts der deutschen Wirtschaft.

5 Uhr: Die Ölpreise haben sich von ihrem Ein-Jahres-Hoch am Vortag entfernt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der amerikanischen Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Dezember sank im frühen Handel um 43 Cent auf 78,69 Dollar. Ein Fass der Nordseesorte Brent  kostete 76,85 Dollar und damit 39 Cent weniger als am Vortag.

manager-magazin.de mit Material der Nachrichtenagenturen