Sonntag, 15. Dezember 2019

Autoabsatz USA Blutiger September für GM und Chrysler

General Motors und Chrysler haben sich offenbar zu früh gefreut. Nachdem sich der Absatz in den USA dank Abwrackprämie zuletzt passabel entwickelt hatte, bricht er nun erneut drastisch ein. Bei Ford fiel das Minus gering aus. Daimler und Toyota verlieren zweistellig, Volkwagen, BMW und Porsche legen zu.

Detroit - Die beiden US-Autobauer General Motors Börsen-Chart zeigen und Chrysler haben im September einen schmerzhaften Absatzeinbruch auf ihrem Heimatmarkt einstecken müssen. Bei GM sackten die Verkaufszahlen im Vergleich zum Vorjahr um 45 Prozent weg, bei Chrysler waren es 42 Prozent. Wie bitter die Lage insbesondere für Chrysler ist, zeigen die Vorjahreszahlen. Bereits im September 2008 brach der Absatz um 33 Prozent ein.

Gewinnt Marktanteile: Ford hat zwar einen leichten Absatzrückgang zu verzeichnen. Angesichts der Schwäche der anderen steht das Unternehmen relativ gut da
Ford Börsen-Chart zeigen kam vergleichsweise mit einem blauen Auge davon: Dort lagen die Verkaufszahlen um 5,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. GM erklärte, wegen der Abwrackprämie hätten viele Kunden ihre Autokäufe in den Juli und August vorgezogen. Für das vierte Quartal sei man aber wieder optimistischer.

Der japanische Autobauer Toyota Börsen-Chart zeigen hat ebenfalls deutlich weniger Fahrzeuge verkauft. Mit 126.015 Fahrzeugen seien 16,1 Prozent weniger Stück abgesetzt worden, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Torrance mit. Während die Marke Toyota ein Minus von 19,1 Prozent auf 108.076 Fahrzeuge hinnehmen musste, steigerte Lexus den Absatz um 7,3 Prozent auf 17.939 Stück.

BMW Börsen-Chart zeigen hat im September zum ersten Mal im laufenden Jahr in den USA mehr Autos verkauft als im Vorjahresmonat. Insgesamt sei der Absatz im September um 3,6 Prozent auf 19.175 Fahrzeuge geklettert, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Woodcliff Lake mit. Dabei wurden mit 15.047 Autos der Marke BMW 2,1 Prozent mehr verkauft als im Vorjahr. Der Mini steigerte den Absatz im Vergleich zum September 2008 um 9,7 Prozent auf 4128 Stück.

Volkswagen Börsen-Chart zeigen hat etwas mehr Fahrzeuge verkauft als im Vorjahreszeitraum. Der Absatz sei um 1,5 Prozent auf 17.358 Stück gestiegen, teilte das Unternehmen mit. Seit Jahresanfang verzeichnete Volkswagen hingegen ein Minus von 8,9 Prozent auf 159.780 Fahrzeuge.

Daimler Börsen-Chart zeigen hat dagegen einen weiteren Absatzrückgang hinnehmen müssen. Die Verkäufe sanken im Vergleich zum Vorjahresmonat um 13,4 Prozent auf 17.799 Personenwagen, wie aus der am Donnerstag in New York veröffentlichten Unternehmensmitteilung hervorgeht. Dabei brach der Absatz des Stadtwagens Smart um über die Hälfte auf 814 Stück ein.

Die Kernmarke Mercedes-Benz verbuchte einen Verkaufsrückgang von knapp 10 Prozent auf 16.985 Stück. Nach einem Dreivierteljahr liegen die Verkäufe um fast ein Viertel unter dem Vorjahr. Der Absatz ging von Januar bis September von 195.454 auf 147.834 Fahrzeuge zurück.

Der Sportwagenbauer Porsche Börsen-Chart zeigen hat in den USA mehr Fahrzeuge verkauft. Der Absatz stieg um rund 8 Prozent auf 1.581 Stück, wie das Unternehmen am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. Positiv hätten sich die Verkaufszahlen der hochpreisigen 911er Baureihe entwickelt, hieß es weiter. Vom Carrera seien 720 Fahrzeuge verkauft worden, 40 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Auch die kleinere Mittelmotorbaureihe verzeichnete Zuwächse. Das Coupe Cayman legte um 140 Prozent auf 175 Stück zu. Vom offenen Boxster wurden 151 Fahrzeuge verkauft, ein Plus von 24 Prozent. Um über ein Viertel auf 535 Einheiten schrumpfte dagegen die Nachfrage nach dem Geländewagen Cayenne.

manager-magazin.de mit Material von ap und dpa

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