Donnerstag, 5. Dezember 2019

Pharma Milliardendeal von Abbott und Solvay

In der Pharmabranche steht ein Fünf-Milliarden-Euro-Deal an. Der amerikanische Pharmakonzern Abbott Laboratories will das Arzneimittelgeschäft des belgischen Partners Solvay übernehmen. Der konzentriert sich in Zukunft auf das Chemiegeschäft.

Amsterdam/Abbott Park - Abbott Laboratories Börsen-Chart zeigen hat angekündigt, 4,5 Milliarden Euro in bar zu zahlen. Darüber hinaus sei geplant, weitere mehrere hundert Millionen Euro zu investieren und Schulden zu übernehmen, teilten beide Unternehmen am Montag mit. Dadurch habe die Transaktion, die noch von den Behörden genehmigt werden muss, einen Gesamtwert von 5,2 Milliarden Euro. Abbott will sich durch den Kauf in den schnell wachsenden Schwellenländern verstärken.

Abbott Laboratories: Stärker im Geschäft mit Arzneimitteln
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Abbott Laboratories: Stärker im Geschäft mit Arzneimitteln
Bis zu 300 Millionen Euro sollen sollen zwischen 2011 und 2013 als erfolgsabhängige Zahlungen fließen. Darüber hinaus will Abbott Schulden in Höhe von 400 Millionen Euro übernehmen. Den Angaben nach wird Abbott durch den Kauf mehr als drei Milliarden US-Dollar (zwei Milliarden Euro) zusätzlichen Umsatz erhalten. Solvay macht den Großteil seines Geschäfts außerhalb der USA und ist vor allem in Osteuropa und Asien stark vertreten. Die Unternehmen vermarkten bereits gemeinsam Medikamente.

Der Verkaufserlös solle in das Chemie- und Plastikgeschäft reinvestiert werden, erklärte Solvay weiter. Solvay ist eines der letzten großen Pharma-Chemie-Konglomerate in Europa. Am Arzneimittelgeschäft hatten früheren Medienberichten zufolge auch der belgische Pharmakonzern UCB und der Schweizer Arzneimittelhersteller Nycomed Interesse angemeldet.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und reuters

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