Autoindustrie Opel-Übernahme kostet Magna Aufträge

Die Opel-Übernahme wird den österreichischen Zulieferer Magna voraussichtlich Großaufträge aus der Automobilindustrie kosten. Während VW die Kündigung des Boxster-Vertrags plant, prüft BMW, nach Informationen von manager magazin systemrelevante Aufträge nicht mehr an Magna zu vergeben.

Hamburg - Der VW-Konzern will anders als vereinbart, den Porsche Boxster ab 2012 doch nicht im Magna-Werk in Graz bauen lassen. Dies berichtet das manager magazin unter Berufung auf VW-Insider in seiner neuen Ausgabe, die ab Freitag (25. September) im Handel erhältlich ist.

Der Boxster-Auftrag könnte nun statt an Magna an den insolventen Osnabrücker Konkurrenten Karmann gehen. Für neue Karmann-Aufträge hat sich nach Informationen von manager magazin auch der niedersächsische Ministerpräsident und VW-Großaktionär Christian Wulff stark gemacht.

Damit zieht Volkswagen  erste Konsequenzen aus Magnas Bestrebungen, sich in einen Automobilkonzern zu wandeln.

Schon früher haben Einkaufschef Francisco J. Garcia Sanz und der Aufsichtsratsvorsitzende Ferdinand Piëch Magna-Lenker Siegfried Wolf vor den Folgen einer Opel-Übernahme gewarnt. Inzwischen hat VW beschlossen, strategisch wichtige Teile nicht mehr bei dem österreichisch-kanadischen Konzern zu bestellen.

Auch bei BMW  hieß es, es sei schwer vorstellbar, dass Magna künftig noch Aufträge für systemrelevante Teile erhalten werde. Grund dafür sei die Sorge, dass technologisch bedeutsame Entwicklungen in die Opel-Produktion einfließen könnten.

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