Volkswagen Erster Streit mit Katar droht

Noch hat der neue Großaktionär Katar gar nicht die angestrebten 20 Prozent an der Volkswagen AG erworben, da bahnt sich nach Informationen von manager magazin bereits der erste Disput mit Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch an. Grund des Tauziehens: ein zweiter Kontrolleursposten, den die Araber einfordern.

Hamburg - Die Vertreter des Emirats Katar bestehen auf zwei Aufsichtsratssitzen im Volkswagen-Konzern, sobald sie - wie vorgesehen - knapp 20 Prozent der Anteile an der Volkswagen AG  erhalten. Dies hat das manager magazin aus Verhandlungskreisen erfahren.

Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch (72) soll den Kataris jedoch nur einen Platz im Kontrollgremium geben wollen, berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die ab Freitag (25. September) im Handel erhältlich ist.

"Auf keinen Fall" bekämen die Araber zwei Mandate, so ein VW-Vorstand, der Piëchs Linie vertritt. Ansonsten müssten zwei unabhängige Räte das Gremium verlassen, und Niedersachsen und Katar hätten zusammen genauso viele Sitze wie die Familien Piëch und Porsche.

Bis zur Verschmelzung von Porsche SE  und Volkswagen wird Katar - das ist unstrittig - einen Sitz im VW-Aufsichtsrat einnehmen. Die beiden Firmen sollen bis spätestens Ende 2011 zusammengeführt werden.

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