Euro-Konjunktur Einkaufsmanagerindex drosselt Anstieg

Schon den siebten Monat in Folge steigt der Einkaufsmanagerindex in der Eurozone. Allerdings fiel der jetzige Anstieg schwächer aus als erwartet. Ernsthaft irritiert diese Abschwächung jedoch niemanden.

London - In der Eurozone hat sich die Stimmung der Einkaufsmanager im September den siebten Monat in Folge aufgehellt. Der Gesamtindex sei von 50,4 Punkten im Vormonat auf 50,8 Punkte gestiegen, teilte das Forschungsunternehmen Markit am Mittwoch in London mit. Der Anstieg fiel jedoch schwächer aus als erwartet. Volkswirte hatten einen Wert von 51,7 Zähler prognostiziert.

Der Indikator für das Verarbeitende Gewerbe der Eurozone stieg von 48,2 Punkten im Vormonat auf 49,0 Punkte. Volkswirte hatten einen Anstieg auf 49,6 Punkte erwartet. Im Dienstleistungssektor stieg der Indikator von 49,9 auf 50,6 Punkte. Volkswirte hatten dies erwartet.

In Deutschland stieg der Indikator für das Verarbeitende Gewerbe weniger stark als erwartet, während der Indikator für den Dienstleistungssektor sogar sank. In Frankreich, der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone, stieg hingegen sowohl der Indikator für das Verarbeitende Gewerbe als auch für den Dienstleistungssektor stärker als erwartet.

"Aus deutscher und europäischer Sicht ist es eine kleine, aber verschmerzbare Enttäuschung", sagt Andreas Scheuerle, Volkswirt von der Dekabank. "Wir hatten uns etwas mehr erhofft, vor allem für Deutschland. Allerdings haben wir nach dem tiefen Einbruch in einem Rekordtempo aufgeholt, und die Erholung ist auch mit Sicherheit noch nicht zu Ende, deswegen ist der Dämpfer verkraftbar. Die Indikatoren für Aufträge oder Erwartungen signalisieren, dass weiteres Verbesserungspotenzial da ist. Die Erholung wird jedoch nicht in dem Tempo weitergehen wie in den vergangenen Monaten."

Ab einem Wert von 50 Punkten deuten die Indikatoren auf einen Anstieg der wirtschaftlichen Aktivität hin. Liegen die Kennzahlen unter diesem Wert, kann von einem Rückgang ausgegangen werden.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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