HSH Nordbank Milliarden für Hamburger Großreeder

Die HSH Nordbank, mit einem Kreditbuch von 28 Milliarden Euro der weltgrößte Schiffsfinanzierer, hat nach Informationen von manager magazin ihren großen Schifffahrtskunden zugesichert, bereits bestellte und im Bau befindliche Schiffe zu finanzieren.
Von Michael Machatschke und Ulric Papendick

Hamburg - Dabei geht es um Baufortschrittszahlungen in den nächsten drei Jahren in einem Gesamtvolumen von sechs Milliarden Euro. Dies berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die ab Freitag (25. September) im Handel erhältlich ist.

"Die uns zur Verfügung stehende Liquidität reservieren wir für unsere besten Kunden", versprach HSH-Chef Dirk Jens Nonnenmacher 25 ausgewählten Reedern auf einer internen Veranstaltung der Bank in Hamburg im Mai dieses Jahres. Allein in diesem Jahr wird die Bank demnach 3,5 Milliarden Euro für Schiffe überweisen, die derzeit in internationalen Werften errichtet werden.

Das maritime Frachtgeschäft macht zurzeit eine tief greifende Krise durch. Insbesondere die Containerschifffahrt leidet unter drastischen Überkapazitäten; die Transportpreise (Frachtraten) sind erheblich gesunken.

Neue Engagements in der Schifffahrt werde seine Bank deshalb momentan nicht finanzieren, machte Nonnenmacher auf der Veranstaltung klar.

Die HSH Nordbank ist mit einem Kreditbuch von 28 Milliarden Euro der weltgrößte Schiffsfinanzierer. Dicht darauf folgt die Commerzbank, die nach der Übernahme der Dresdner Bank ein Portfolio im Schiffsgeschäft von rund 26 Milliarden Euro verwaltet. Einer der größten Kunden der Commerzbank, der Hamburger Reeder Claus-Peter Offen, bemüht sich derzeit um Hilfen aus den Programmen der Staatsbank KfW.

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