Tagesticker Wall Street schließt fester

Frankreich und Liechtenstein unterzeichnen ein Abkommen über den Informationsaustausch in Steuersachen, in den USA erholen sich die Häuserpreise. Dax und Wall Street schließen fester und am morgigen Mittwoch wollen Opel-Beschäftigte aus Deutschland und Belgien in Antwerpen für den Erhalt von Arbeitsplätze demonstrieren. Verfolgen Sie den Tagesticker auf manager-magazin.de.

22.45 Uhr: Das Biotechnologie-Unternehmen Qiagen  übernimmt den britischen Diagnostika-Hersteller DxS und beschafft sich frisches Kapital. Es sollen bis zu 27,5 Millionen neue Aktien ausgegeben haben, wie Qiagen am Dienstagabend nach US-Börsenschluss mitteilte. Dabei ist eine Platzierung im Bookbuilding-Verfahren vorgesehen. Die Zeichnungsfrist soll nach derzeitiger Planung vom 23. bis 24. September dauern. Mit dem frischen Geld will das Unternehmen die Übernahme von DxS und mögliche weitere Zukäufe finanzieren sowie die Bilanz optimieren und es für allgemeine Unternehmenszwecke einsetzen.

Für die nicht börsennotierte DxS bezahlt Qiagen den Angaben zufolge 95 Millionen US-Dollar. Abhängig von Meilenstein-Zahlungen und dem Erreichen bestimmter wirtschaftlicher und anderer Ziele können weitere 35 Millionen Dollar fällig werden.

22.15 Uhr: Die US-Börsen haben am Dienstag nach einer kurzen Verschnaufpause zum Wochenstart ihren Aufwärtstrend fortgesetzt. Der Dow Jones  schloss mit plus 0,52 Prozent auf 9829,87 Punkte. Der marktbreite S&P-500-Index gewann 0,66 Prozent auf 1071,66 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq stieg der breit angelegte Composite-Index  um 0,39 Prozent auf 2146,30 Zähler. Für den Auswahlindex Nasdaq 100  ging es um 0,14 Prozent auf 1734,09 Punkte nach oben.

21.00 Uhr: Für den Handel mit Derivaten sollen in den USA nach dem Willen der zuständigen Finanzaufsichtsbehörden künftig noch strengere Auflagen gelten als von der Regierung bereits vorschlagen. Bei einer Anhörung vor einem Ausschuss des Kongresses sprachen sich die Leiterin der unabhängigen Börsenaufsicht (SEC), Mary Schapiro, und der Chef der Commodity Futures Trading Commmission (CFTC), Gary Gensler, am Dienstag für weitere Auflagen aus.

20.00 Uhr: Die US-Aktienmärkte haben am Dienstag fester notiert. Der schwächere Dollar gab Rohstoffpreisen Auftrieb, was wiederum den Aktien von Ölfirmen auf die Sprünge half. Auch Finanzwerte wie Bank of America  waren gefragt, nachdem Analysten das Geldhaus heraufgestuft hatten.

Ähnliche Impulse erhielten die Aktien der Warenhauskette Macy's, die gut 6 Prozent zulegten. Viele Anleger warteten jedoch vor der Fed-Erklärung am Mittwoch sowie dem G20-Gipfel in Pittsburgh Ende der Woche ab - in der Hoffnung auf Hinweise zur weiteren Finanzpolitik der Regierungen.

Der Dow-Jones-Index  der Standardwerte gewann bis zum New Yorker Nachmittagshandel 0,5 Prozent auf 9826 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,7 Prozent zu und notierte bei 1071 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,4 Prozent auf 2145 Stellen.

19.30 Uhr: Bundesbankpräsident Axel Weber hat ein Regelwerk für eine geordnete Insolvenz von Banken angemahnt. "Großbanken brauchen letztendlich auch eine Möglichkeit, wie man bei einem Systemversagen diese Banken langsam aber geordnet herunterfahren kann", sagte Weber in einem am Dienstag veröffentlichten Interview der Deutschen Welle. "Das heißt: Wir brauchen eigentlich ein - in englisch würde man sagen: resolution regime - ein Regime, mit dem diese Banken geordnet insolvent gehen können." An einem derartigen Konzept werde in Deutschland im Wirtschaftsministerium und im Justizministerium gearbeitet.

Den Optimismus an den Märkten hält das EZB-Ratsmitglied für verfrüht. "Bei allem Verständnis für die Euphorie der Finanzmarktteilnehmer: Wir sind froh, dass die Situation sich stabilisiert hat, aber jetzt müssen wir mit der Regulierung vorankommen, sonst steht die nächste Krise schon wieder vor der Tür."

19.00 Uhr: In Antwerpen wollen am Mittwochmittag Opel-Beschäftigte aus Belgien und Deutschland für den Erhalt von Arbeitsplätzen demonstrieren. Sie wollen sich vor dem Antwerpener Opel-Werk solidarisch zeigen, weil bei der geplanten Opel-Übernahme durch den Zulieferer Magna  die Schließung des Standortes vorgesehen ist.

18.00 Uhr: Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag zur Stärke der Vorwoche zurückgefunden. Der Leitindex Dax  schloss erneut über der Marke von 5700 Punkten. Er gewann 0,72 Prozent auf 5709,38 Punkte hinzu und erholte sich damit von den Gewinnmitnahmen, die ihn am Vortag in die Knie gezwungen hatten.

Mit dem Tageshoch von 5752 Zählern blieb er nur acht Punkte unter seinem Jahreshoch vom vergangenen Freitag. Der MDax  rückte um 1,42 Prozent auf 7377,49 Zähler vor, während der TecDax  1,68 Prozent 770,67 Punkte gewann.

US-Häuserpreise steigen

17.30 Uhr: Der britische Notenbankchef Mervyn King könnte EU-Diplomaten zufolge einen Spitzenjob bei dem geplanten neuen Finanzaufsichtsgremium der europäischen Zentralbanken übernehmen. Großbritannien werde womöglich zu einem Kompromiss bei der Reform der Finanzaufsicht bereit sein, wenn King Stellvertreter von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet im Systemrisikorat werden könne, sagte ein mit den Verhandlungen vertrauter EU-Diplomat. "Großbritannien drängt darauf", sagte ein anderer Diplomat.

Die EU-Kommission legt am Mittwoch ihr Gesetzespaket zur Reform der Finanzaufsicht vor. Neben drei neuen EU-Behörden zur besseren Überwachung von Banken, Versicherungen und Börsen sollen die Zentralbanken der 27 EU-Staaten ein Gremium bilden, das die Risiken im Finanzsystem als Ganzes im Blick hat.

17.00 Uhr: Um Steuerhinterziehern auf die Schliche zu kommen, haben Frankreich und Liechtenstein ein Abkommen über den Informationsaustausch in Steuersachen unterzeichnet. Das teilte die Regierung am Dienstag in Vaduz mit. Der Vertragstext folge dem OECD- Musterabkommen und sehe ab 2010 einen Informationsaustausch auf Anfrage vor. Das Abkommen gelte für alle von den Vertragsparteien derzeit erhobenen Steuern. Ziel sei nun der baldige Abschluss eines Doppelbesteuerungsabkommens zwischen beiden Ländern, hieß es weiter.

16.45 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat einen neuen Anlauf zur Angleichung des Rentensystems in Ost und West angekündigt. "Wir setzen uns für ein einheitliches Rentensystem in Ost und West ein", sagte die CDU-Vorsitzende der "Sächsischen Zeitung" vom Dienstag. "Ich möchte hier eine parteienübergreifende Lösung in der kommenden Legislaturperiode."

16.20 Uhr: In den USA haben sich die Häuserpreise im Juli weiter erholt. Der FHFA-Hauspreisindex sei auf Monatssicht um 0,3 Prozent gestiegen, teilte die Federal Housing Finance Agency (FHFA) am Dienstag mit. Allerdings wurde der Anstieg im Vormonat von zunächst 0,5 Prozent auf 0,1 Prozent nach unten korrigiert. Im Jahresvergleich gaben die Häuserpreise um 4,2 Prozent nach. Die FHFA ist die Aufsichtsbehörde der Hypothekenfinanzierer Freddie Mac und Fannie Mae. Bei der Indexberechnung werden die Verkaufspreise von Häusern verwendet, deren Hypotheken von Freddie Mac und Fannie Mae verkauft oder garantiert worden sind.

15.50 Uhr: Die Billigflieger haben den herkömmlichen Fluglinien in diesem Sommer in Spanien erstmals den Rang abgelaufen. Wie das spanische Tourismusministerium am Dienstag mitteilte, transportierten die Billiganbieter im August 51,6 Prozent der Fluggäste aus dem Ausland nach Spanien. Die anderen Gesellschaften mussten sich mit einem Marktanteil von 48,4 Prozent begnügen. Die wichtigsten Billig-Fluggesellschaften in Spanien sind Ryanair , Easyjet und Air Berlin.

15.40 Uhr: Die US-Aktienmärkte haben am Dienstag im Plus eröffnet. Von der Dollarschwäche profitierten die Rohstoffpreise, was wiederum Aktien von Ölfirmen auf die Sprünge half. Viele Anleger warteten vor dem am Dienstag beginnenden Fed-Treffens sowie dem G20-Gipfel in Pittsburgh Ende der Woche jedoch ab und erhofften sich Hinweise zur weiteren Finanzpolitik der Regierungen.

Der Dow-Jones-Index  der Standardwerte gewann in den ersten Handelsminuten 0,4 Prozent auf 9813 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 0,5 Prozent auf 1069 Zähler. Auch der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um ebenfalls um 0,5 Prozent auf 2147 Punkte.

Euro auf jahreshoch

15.00 Uhr: Der Euro  ist am Dienstag über die Marke von 1,48 Dollar gestiegen und war zeitweise so teuer wie seit einem Jahr nicht mehr. Händlern zufolge stellten sich Investoren auf die am Abend beginnende Sitzung der US-Notenbank (Fed) ein. "Der Markt wartet fieberhaft auf Äußerungen, dass die Niedrigzinspolitik einem Ende entgegengeht", sagte ein Händler. "Aber letzten Endes ist das kurzfristig wohl nicht zu erhoffen."

14.15 Uhr: Der Dax  hat am Dienstag wieder sein Jahreshoch ins Visier genommen. Der deutsche Leitindex stieg bis zum frühen Nachmittag um 1,3 Prozent auf 5741 Punkte und machte damit seine Vortagesverluste mehr als wett.

14.00 Uhr: Für das von der Schließung bedrohte Modehauses Christian Lacroix hat sich offenbar ein neuer Interessent gemeldet. Ein Ölscheich aus den Vereinigten Arabischen Emiraten wolle die Modemarke kaufen und biete mehr 50 Millionen Euro, berichtete die Zeitung "Le Figaro" am Dienstag unter Berufung auf Verhandlungskreise. Es handele sich um Hassan bin Ali el Naimi, ein Mitglied der Herrscherfamilie aus Adschman, dem kleinsten der sieben Emirate.

13.30 Uhr: Der südkoreanische Mischkonzern Hyosung hat Medienberichten zufolge sein ernsthaftes Interesse am Erwerb von 28 Prozent am heimischen Chiphersteller Hynix bekundet. Die Hyosung- Gruppe sei der einzige Interessent gewesen, der auf das Verkaufsangebot einer Gruppe von Gläubigern reagiert habe, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap am Dienstag unter Berufung auf die Korea Exchange Bank (KEB). Die KEB und andere Gläubiger, die auch Anteilseigner sind, wollen zusammen rund 28 Prozent am weltweit zweitgrößten Speicherchipproduzenten abstoßen. Die Anteile haben derzeit einen Marktwert von 3,65 Billionen Won (etwa 2,1 Milliarden Euro).

13.00 Uhr: Die italienische Großbank UniCredit erwägt eine weitere milliardenschwere Kapitalerhöhung. "Wir diskutieren das", sagte Aufsichtsratschef Dieter Rampl am Dienstag der Nachrichtenagentur ANSA. Finanzkreisen zufolge will sich das Management nächsten Dienstag treffen, um über Maßnahmen zur Stärkung der dünnen Kapitaldecke zu beraten. Zunächst werde sich der Strategieausschuss mit dem Thema befassen, sagten mehrere mit der Situation vertraute Personen Reuters.

13.45 Uhr: Der Maschinenbau-Konzern Gea  stellt seine Unternehmensstruktur um und will damit einen zweistelligen Millionenbetrag einsparen. Mit Beginn des Jahres 2010 werde das bislang in neun Divisionen aufgeteilte Geschäft in fünf neue Segmente gegliedert, teilte Gea am Dienstag in Bochum mit.

13.30 Uhr: Der europäische Getränkehersteller Orangina erhält vermutlich einen japanischen Besitzer. Die Suntory Holdings legte ein verbindliches Angebot vor, um Orangina von den Investmentfirmen Blackstone  und Lion Capital zu kaufen, wie die beiden Unternehmen am Dienstag mitteilten. Nach japanischen Medienberichten soll das Geschäft mit einem Volumen von 250 Milliarden Yen (1,8 Milliarden Euro) noch in diesem Monat abgeschlossen werden.

Mehr Optimismus in italien

13.00 Uhr: Die italienische Regierung sieht trotz weiter steigender Arbeitslosigkeit die Wirtschaft des drittgrößten Euro-Landes auf dem Weg der Besserung. Für 2009 werde nur noch ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung um 4,8 Prozent erwartet, hieß es am Montag aus Regierungskreisen. Im kommenden Jahr sei ein Wachstum um 0,7 Prozent in Sicht. Bisher war die Regierung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi von einem Minus von 5,2 Prozent in diesem und einem Zuwachs von 0,5 Prozent im kommenden Jahr ausgegangen.

13.15 Uhr: Der milliardenschwere Nettobeitrag Deutschlands für die EU ist deutlich angestiegen. Der Saldo von Einnahmen aus der EU-Kasse und Beiträgen nach Brüssel stieg 2008 im Vorjahresvergleich auf 8,8 Milliarden Euro nach 7,4 Milliarden Euro zuvor, berichtete die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel. Grund dafür seien sinkende Einnahmen aus dem EU-Haushalt, berichteten Mitarbeiter von EU-Haushaltskommissar Algirdas Semeta. Auch andere Länder wie Frankreich und Italien verzeichnen höhere Nettobeiträge. Die britische Belastung ging hingegen stark von 4,2 Milliarden Euro auf 0,8 Milliarden Euro zurück - Grund dafür waren die Finanzkrise und ein Rückgang der Wirtschaftsleistung, erläuterten Experten.

12.45 Uhr: Der Finanzinvestor BC Partners will Kreisen zufolge den Chemikalienhändler Brenntag an die Börse bringen und erhofft sich davon Milliardenerlöse. Insgesamt sollten im ersten Halbjahr 2010 alte und neue Aktien im Wert von bis zu 1,5 Milliarden Euro platziert werden, sagten mehrere mit den Plänen vertraute Personen am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Dies wäre der größte Börsengang in Deutschland seit Mitte 2007.

12.30 Uhr: Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen will 250 Millionen Euro bei seinen Aktionären einsammeln. Das Unternehmen lockt die Anteilseigner mit einem drastischen Abschlag: Die neuen Aktien, mit denen die Deutsche Wohnen ihr Grundkapital mehr als verdreifacht, kosten 4,50 Euro und damit rund 60 Prozent weniger als die alten Papiere an der Börse.

12 Uhr: Die drittgrößte deutsche Versicherungsgruppe Talanx wird massiv umgebaut. Konzernchef Herbert K. Haas sagte am Dienstag in Hannover, Ziel sei es, Talanx mit der neuen Struktur für die Zukunft noch bessere Voraussetzungen im Wettbewerb zu verschaffen. Talanx verschlanke seine Konzern- und Ressortstruktur. Kern des Umbaus ist, dass sich der Konzern künftig an Kundengruppen orientiert. Die strategische Bedeutung der Konzernholding soll steigen. Ein Sprecher sagte, der Umbau hänge nicht mit dem geplanten Börsengang zusammen. Es gebe keinen Termin für den Börsengang. Zum Konzern gehören Marken wie HDI, HDI-Gerling und Hannover Rück .

11.15 Uhr: Der Dax (Kurswerte anzeigen) hat am Dienstag seinen Aufwärtstrend wieder aufgenommen und sich seinem Jahreshoch genähert. Der deutsche Leitindex stieg um 1,3 Prozent auf 5741 Punkte und machte seine Vortagesverluste mehr als wett. Börsianern zufolge wird der Markt von Investoren angetrieben, die den Sprung auf den fahrenden Zug verpasst hätten. "Der Druck ist groß, nicht in Aktien untergewichtet zu sein. Es ist so viel Geld da, und die Leute müssen es anlegen", sagte ein Händler. Am Freitag hatte der Dax ein Jahreshoch von 5760 Zählern erreicht. Angesichts der schwachen Wirtschaft wunderten sich Börsianer allerdings über die Rally. "Der Markt überrascht immer wieder mit seiner Stärke, die Tendenz ist immer noch aufwärtsgerichtet", sagte ein weiterer Händler.

Bangen bei Daimler

10.00 Uhr: Die Beschäftigten des Bremer Daimler-Werkes sorgen sich um ihre Arbeitsplätze. Auslöser sind Gerüchte über eine Neuverteilung der Produktion des Autobauers. Nach Medienberichten seien durch die Verlagerung 2000 Arbeitsplätze in Bremen in Gefahr. Eine Konzernsprecherin erklärte am Dienstag auf Anfrage: "Es gibt weder eine Entscheidung noch eine Empfehlung, was eine Neuverteilung betrifft." Gerüchte über einen Arbeitsplatzabbau wies sie zurück. "Es gilt weiterhin, was Herr Zetsche vergangene Woche auf der IAA gesagt hat." Vorstandschef Dieter Zetsche hatte dort Spekulationen über einen Stellenabbau zurückgewiesen.

Die Belegschaft in Bremen ist beunruhigt, weil die Konzernführung die Autoproduktion in den deutschen Mercedes-Werken nach Medienberichten neu aufteilen will. So soll die Konzernspitze erwägen, alle Modelle der "C-Klasse"-Limousine künftig in Bremen zu montieren. Dafür soll im Gegenzug die Produktion der "SL"-Modelle von Bremen abgezogen und in das Stammwerk nach Sindelfingen bei Stuttgart verlagert werden. Die Bremer befürchten, dass sie bei dem Tauschgeschäft verlieren.

09.40 Uhr: Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger hat der Politik in der Debatte über die Lehren aus der Finanzkrise Populismus vorgeworfen. Die Diskussion über Bonuszahlungen für Bankmanager sei überwiegend Show und lenke von wichtigeren Fragen ab, sagte der Würzburger Wirtschaftswissenschaftler vor dem G20-Treffen in Pittsburgh der "Welt" vom Dienstag.

"Die Höhe der Boni ist völlig unproblematisch." Wichtig sei nur, dass die Zahlungen nicht mehr von kurzfristigen Ergebnissen abhingen.

9.15 Uhr: Nach Gewinnmitnahmen zum Wochenbeginn ist der deutsche Aktienmarkt am Dienstag wieder im Aufwind. Der Dax  übersprang erneut die 5700-Punkte-Marke und gewann zum Handelsauftakt 0,58 Prozent auf 5702 Zähler. Für den am Vortag sehr schwachen MDax ging es um 0,39 Prozent auf 7303 Zähler nach oben, der Technologiewerte-Index TecDax stieg um 0,85 Prozent auf 764 Zähler. An der Dax-Spitze erholten sich die zuletzt weiter arg gebeutelten Stammaktien von Volkswagen  um 2,07 Prozent auf 112,79 Euro.

07.54 Uhr: Über die ausgeweiteten Sparpläne bei der Deutschen Lufthansa  werden immer mehr Details bekannt. So will die Fluggesellschaft in den kommenden drei Jahren etwa 270 der 1800 Stellen in der zentralen Konzernverwaltung streichen, wie die "FAZ (Dienstagausgabe) unter Berufung auf eine interne Mitteilung berichtet. Die Lufthansa wolle den Abbau möglichst ohne betriebsbedingte Kündigungen umsetzen, heißt es weiter unter Berufung auf eine Sprecherin.

Insgesamt will der Konzern sein bislang auf den Passagierverkehr begrenztes Sparprogramm dem Bericht zufolge ausweiten. Neben der einen Milliarde Euro Fixkosten, die im Kerngeschäftsfeld "Passage", bei der Tochtergesellschaft Cargo sowie der Catering-Gesellschaft LSG Sky eingespart werden sollen, stehe ein weiterer Sparbetrag in bis zu dreistelliger Millionenhöhe zur Disposition.

Steuererhöhungen nach der Bundestagswahl

07.00 Uhr: Der Wirtschaftsweise Wolfgang Wiegard rechnet fest mit Steuererhöhungen nach der Bundestagswahl. "Ohne Steuererhöhungen wird es nicht gehen. Sie sind nach der Bundestagswahl programmiert", sagte Wiegard der "Passauer Neuen Presse".

Als "am wenigsten wachstumsschädliche Form der Steuererhöhung" nannte er eine Anhebung der Mehrwertsteuer. "Ein Prozentpunkt Mehrwertsteuererhöhung würde genügen." Die Pläne von Union und FDP für Steuersenkungen hält Wiegard für illusorisch. "Es gibt keinen Spielraum für eine große Steuerreform in der nächsten Legislaturperiode", sagte der Wirtschaftsweise der Zeitung. Wegen der neuen Schuldenbremse könnten Steuersenkungen nicht über zusätzliche Schulden finanziert werden. "Wer Steuern senken will, muss an anderer Stelle die Steuern erhöhen", sagte Wiegard. Die derzeitige Haushaltslage beschrieb er als "dramatisch".

06.30 Uhr: Weniger Tage vor der Bundestagswahl hat Eon-Vorstandschef Wulf Bernotat ein eigenes Energieministerium gefordert und deutlich Kritik an der Energiepolitik der Bundesregierung geübt. Bernotat sagte der "Bild"-Zeitung: "Wir brauchen eine Energiepolitik aus einer Hand und mit einem klaren Konzept. Es hilft nichts, wenn es immer einseitig mal nur um Klimaschutz, mal nur um die Versorgungssicherheit und dann nur um die Preisentwicklung geht." Die zwischen Umwelt- und im Wirtschaftsministerium geteilte Zuständigkeit für Energiefragen sei nicht hilfreich. "Deshalb brauchen wir endlich ein Energieministerium", verlangte Bernotat.

06.00 Uhr: Die Rückzahlung der Milliardenhilfe für den massiv vom Staat gestützten US-Versicherer AIG  steht einem offiziellen Bericht zufolge auf tönernen Füßen. "Der letztendliche Erfolg der Umstrukturierung von AIG und der Bemühungen um Rückzahlung bleiben unsicher", heißt es in einem am Montag von der überparteilichen Untersuchungsbehörde des US-Kongresses veröffentlichten Papier. Die Geschäftstätigkeit des Versicherers habe sich dank der staatlichen Hilfe Mitte dieses Jahres jedoch stabilisiert. Weitere Fortschritte hingen jedoch von der langfristigen Gesundheit des Unternehmens, den Marktbedingungen und einer Fortsetzung der staatlichen Unterstützung ab. Die US-Notenbank hatte den schwer angeschlagenen Konzern voriges Jahr aus Angst vor einem Kollaps mit weltweiten Folgen stützen müssen. Bisher summieren sich die Finanzhilfen für den einst weltgrößten Versicherer auf rund 180 Milliarden US-Dollar. Im Gegenzug erhielt der Staat knapp 80 Prozent der Anteile.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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