Tagesticker USA drosseln Nothilfen für Banken

Die US-Regierung hat damit begonnen, die Nothilfen für den Bankensektor zurückzufahren. Der Dax schließt im Minus. ZEW-Chef Wolfgang Franz rechnet mit höheren Mehrwertsteuern, falls der Bundeshalt saniert werden soll. Die Erzeugerpreise steigen. Verfolgen Sie den Tagesticker auf manager-magazin.de.

22.00 Uhr: Die US-Börsen haben freundlich geschlossen. Der Dow Jones  schloss 0,4 Prozent höher bei 9819 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,3 Prozent auf 1068 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq  stieg um 0,3 Prozent und ging mit 2132 Punkten aus dem Handel.

21.00 Uhr: Im Poker um einen Einstieg bei der krisengeschüttelten Fluggesellschaft Japan Airlines (JAL) haben drei Branchenriesen Kreisen zufolge ihre Kräfte gebündelt. American Airlines habe British Airways  und Qantas  mit ins Boot geholt, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Gemeinsam hätten sie der klammen JAL engere Geschäftsbeziehungen angeboten. American habe zudem eine Finanzspritze offeriert. An dieser würden sich BA und Qantas möglicherweise aber nicht beteiligen.

19.10 Uhr: Finanzminister Timothy Geithner gab am Freitag das Ende eines Garantieprogramms zur Absicherung von Einlagen bei Geldmarktfonds bis zur Höhe von drei Billionen Dollar bekannt. Die US-Banken haben unterdessen 70 Milliarden von 250 Milliarden Dollar aus dem staatlichen Rettungsprogramm zurückgezahlt. Die Regierung habe mit Hilfe von Zinsen aus den Notkrediten und dem Rückkauf von Optionsscheinen durch die Banken einen Gewinn von 12 Milliarden Dollar erzielt. 23 Banken hätten inzwischen die Notkredite vollständig abgelöst.

18.20 Uhr: Die Ölpreise haben leicht nachgegeben. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Oktober kostete 71,67 Dollar und damit 80 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur November-Lieferung sank um 63 Cent auf 70,94 Dollar.

17.30 Uhr: Die Börsen in Frankfurt haben schwächer geschlossen. Der Dax  kletterte zunächst auf ein neues Elf-Monats-Hoch von 5760 Zählern. Den Xetra-Handel beendete er jedoch 0,5 Prozent tiefer bei 5704 Punkten. Der MDax  fiel um 0,2 Prozent auf 7422 Stellen. Der TecDax  zog um 0,8 Prozent auf 772 Zähler an und der SDax  gewann 0,2 Prozent auf 3482 Punkte.

16.30 Uhr: Die niederländische Flugzeug-Leasingfirma Aercap kauft ihren Konkurrenten Genesis Lease für umgerechnet knapp 1,2 Milliarden Euro. Aercap ist nach eigenen Angaben ein global agierendes Unternehmen mit einer führenden Marktstellung beim Leasing und Handel von Flugzeugen, Triebwerken und Ersatzteilen.

16.00 Uhr: Der insolvente Luxusmodekonzern Escada  verschiebt die Veröffentlichung seiner Zahlen für das dritte Quartal auf unbestimmte Zeit. Nach der Insolvenz müsse anders bilanziert werden, es gebe ungeklärte Bewertungsfragen, sagte ein Sprecher. Eigentlich wollte der Konzern aus dem Großraum München am kommenden Donnerstag Zahlen für die Monate Mai bis Juli 2009 vorlegen.

15.30 Uhr: Die US-Börsen haben am Freitag freundlich eröffnet. Der Dow Jones  stieg in den ersten Handelsminuten um 0,6 Prozent auf 9845 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,5 Prozent auf 1070 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq  gewann 0,5 Prozent auf 2136 Punkte. Im Schlepptau der US-Börsen folgte der Dax , der sich der Marke von 5800 Punkten nähert.

14.50 Uhr: Die italienische Bank Mediobanca  hat noch nicht über ein mögliches Angebot für das Investmentbanking der angeschlagenen Privatbank Sal. Oppenheim entschieden. Derzeit würden die Bücher bei den Luxemburgern geprüft, sagte eine Sprecherin des Instituts. Das Hauptinteresse der Italiener richtet sich auf das Beratungsgeschäft, während die australische Bank Macquarie  an dem gesamten Investmentbanking einschließlich des Zertifikategeschäfts interessiert sein soll.

EADS-Chef Enders sieht "schwierige Jahre"

14.30 Uhr: Der Flugzeugbauer Airbus schließt weitere Produktionskürzungen nicht aus. "Ich denke, wir haben noch zwei schwierige Jahre vor uns", sagte der Chef der EADS-Tochter, Tom Enders, dem "Wall Street Journal". Obgleich der Abschwung in der Luftfahrt zu einem Ende komme, seien die Fluggesellschaften in einer schwierigen finanziellen Lage. "Wie viele Flugzeuge wir ausliefern können, hängt von der Gesundheit unserer Kunden ab", sagte Enders.

14.00 Uhr: Das insolvente Versandhaus Quelle könnte bereits in wenigen Wochen an einen Investor verkauft werden. Es gebe vier ernsthafte Interessenten, sagte Insolvenzverwalter Jörg Nerlich am Freitag in Nürnberg. "Ich hoffe, dass wir im Oktober oder November zu einem Vertragsabschluss kommen", sagte Nerlich.

13.30 Uhr: Die Titel von BASF (Kurswerte anzeigen) haben an der Dax-Spitze deutlich hinzugewonnen und damit von dem jüngsten positiven Nachrichtenfluss profitiert. Zuletzt lagen die Papiere des Chemiekonzerns um 3,34 Prozent im Plus bei 37,80 Euro.

12.30 Uhr: Die Bundesbürger sehen die Lage der Wirtschaft nicht mehr so schwarz wie noch vor einigen Monaten. Mehr Bundesbürger rechneten mit einem Ende der Krise, weniger mit einem weiteren Absturz der Wirtschaft, berichtet die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) unter Berufung auf eine Umfrage.

11 Uhr: Fluglinien dürfen keine hohe Pauschalgebühr fordern, wenn ein Kunde seine Bezahlung per Bankeinzug rückgängig macht. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat eine Klausel in den Geschäftsbedingungen von Germanwings für unwirksam erklärt, wonach eine Bearbeitungsgebühr von 50 Euro fällig wird, wenn ein über Kreditkarte oder Bankeinzug bezahlter Flugpreis von der Bank auf Geheiß des Kunden rückbelastet wird (Az: Xa ZR 40/08).

Steuererhöhungenn drohen

10 Uhr: Der Chef der Wirtschaftsweisen hält niedrigere zusätzliche Staatschulden ohne Steuererhöhungen für kaum möglich. "Realistischerweise muss die Politik zugleich an die Einnahmenseite ran. Die Mehrwertsteuer ist da sicher der heißeste Kandidat", sagte Wolfgang Franz. Trotz Wahlkampf spielt die Staatsverschuldung vor der Wahl noch keine Rolle, obwohl sie die Bundesbürger danach belasten wird.

9 Uhr: Deutschlands Aktienmarkt startet mit Verlusten in den Handelstag. Der Frankfurter Leitindex Dax  verliert 0,3 Prozent auf 5711 Zähler. Zuvor verbuchte bereits die Aktienbörse in Tokio Verluste. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte Nikkei  gab um 0,7 Prozent nach und ging mit 10.370 Punkten in ein langes Wochenende. Japans Börse bleibt von Montag bis Mittwoch kommender Woche geschlossen.

8.15 Uhr: In Deutschland sind die Erzeugerpreise im August erstmalig seit elf Monaten wieder gestiegen. Auf Monatssicht seien die Preise auf Erzeugerebene um 0,5 Prozent geklettert, teilte das Statistische Bundesamt mit. Volkswirte hatten zwar mit einem Zuwachs gerechnet, diesen aber auf nur 0,1 Prozent veranschlagt. Im Vormonat waren die Erzeugerpreise mit einer Rekordrate von 1,5 Prozent gesunken.

7 Uhr: Jeder zweite Vorstand eines Dax-Unternehmens hat seit Anfang 2006 einer Studie zufolge seinen Posten räumen müssen. Von den 192 Topmanagern, die die 30 Unternehmen vor gut dreieinhalb Jahren beschäftigten, hätten 98 ihren Job eingebüßt, berichtete die Tageszeitung "Die Welt". Vorstandsvorsitzende sind der Studie zufolge etwas weniger häufig vom Stühlerücken betroffen als ihre Vorstandskollegen. Seit Anfang des Jahres verließen 18 Dax-Vorstände ihre Positionen.

6.30 Uhr: Japans Finanzkonzern Aiful muss seine Gläubiger um einen Zahlungsaufschub im Volumen von rund drei Milliarden Dollar bitten. Momentan gebe es aber keine Pläne, die Geldgeber um einen kompletten Schuldenerlass oder zum Tausch von Aktien gegen Schulden zu bitten, teilte das angeschlagene Unternehmen am Freitag mit.

5 Uhr: Die Ölpreise sind leicht gesunken. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Oktober kostete im frühen Handel 72,31 US-Dollar und damit 16 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur November-Lieferung sank um 11 Cent auf 71,44 Dollar.

1 Uhr: Eine Woche vor dem Treffen der 20 stärksten Wirtschaftsnationen (G20) in Pittsburgh hat sich die Europäische Union auf eine gemeinsame Linie eingeschworen. Beschneidung hoher Bonuszahlungen an Bankmanager, schärfere Kontrollen des Finanzsystems, globale Strategien zum Schuldenabbau, klare Bekenntnisse im Kampf gegen den Klimawandel - all das wollen die Europäer in den USA durchsetzen.

manager-magazin.de mit Material der Nachrichtenagenturen

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