Tagesticker Wolfgang Porsche erwartet Fusion bis 2011

Porsche-Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche rechnet bis 2011 mit dem Zusammenschluss von Porsche und VW. Barack Obama warnt vor "unkontrollierten Exzessen" an der Wall Street. USA und China sind uneinig in Zollfragen. Die EU-Kommission beschäftigt sich erst in Wochen mit Opel. Verfolgen Sie den Tagesticker auf manager-magazin.de.

22.00 Uhr: Die US-Börsen gehen behauptet aus dem Handel. Der Dow Jones  schließt 0,2 Prozent im Plus bei 9627 Punkten. Der Technologiewerteindex Nasdaq  steigt um 0,5 Prozent auf 2092 Punkte.

21.20 Uhr: Der russische Autobauer Avtovaz plant den Abbau von 5000 Arbeitsplätzen ab Mitte Dezember. Von dem Arbeitsplatzabbau seien keine Industriearbeiter, sondern Angestellte betroffen, teilte das Unternehmen mit. Für Avtovaz, Hersteller des Lada und Flaggschiff der russischen Autoindustrie, arbeiten etwa 110.000 Beschäftigte. Das Unternehmen gehört zu 25 Prozent dem französischen Autobauer Renault .

20.00 Uhr: Porsche-Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche erwartet die Fusion von Porsche  mit Volkswagen  in den kommenden zwei Jahren. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir den Deal bis 2011 über die Bühne bringen", sagte Porsche in Frankfurt am Main im Vorfeld der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA). Er sehe keine Stolpersteine auf dem Weg.

19.30 Uhr: Die Münchner Generalstaatsanwaltschaft hat die Auslieferung des inhaftierten früheren Siemens-Managers Michael Christoforakos nach Griechenland bewilligt. In der Regel habe die Auslieferung binnen zehn Tagen zu erfolgen, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit. Allerdings habe die Verteidigung dagegen Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht angekündigt. Dadurch könne sich die Überstellung des früheren Griechenland-Chefs von Siemens  verzögern.

18.30 Uhr: Ein Jahr nach der Bankpleite der US-Investmentbank Lehman Brothers hat US-Präsident Barack Obama Tempo bei der Neuregulierung der Finanzmärkte angemahnt. Es dürfe keine Rückkehr zu dem "rücksichtslosen Verhalten" und den "unkontrollierten Exzessen" an der Wall Street geben, sagte Obama in einer Grundsatzrede in New York.

Obama kündigte an, die größten Wirtschaftsmächte der Welt in der kommenden Woche auf dem G-20-Gipfel in Pittsburgh zu einer Verschärfung der Kontrolle des Finanzsektors zu drängen. Ausdrücklich forderte das US-Staatsoberhaupt die Finanzbranche zur Zurückhaltung bei Managerboni auf. Die Branche dürfe nicht das restliche Vertrauen aufs Spiel setzen, indem sie Manager für "kurzfristige Gewinne" mit übermäßigen Sonderzahlungen belohne. Der Präsident räumte ein, dass die Finanzkrise auch durch ein "kollektives Versagen" der US-Politik verursacht worden sei.

18.05 Uhr: Der frühere HSH-Nordbank-Vorstand Franz Waas hat seinen Nachfolgern bei der Landesbank die Verantwortung für deren Schieflage zugewiesen. In den Jahren nach seinem Abschied bei der Hamburger Bank seien dort "wichtige Entscheidungen offenbar nicht getroffen" worden, um das Geschäft mit strukturierten Krediten rechtzeitig vor der Finanzkrise zurückzufahren, sagte der heutige Chef der Dekabank vor dem Untersuchungsausschuss des Landtags von Schleswig-Holstein in Kiel. 2006, im Jahr nach Waas' Ausscheiden, sei die Bank noch kerngesund gewesen.

EU prüft Opel später

17.35 Uhr: Der Dax  geht knapp behauptet aus dem Handel. Auf Xetra-Basis schloss der Dax 0,1 Prozent im Minus bei 5620 Punkten. Der TecDax  verlor 1,4 Prozent und ging mit 736 Punkten aus dem Handel.

17.30 Uhr: Die USA brauchen nach Einschätzung von General Motors  keine weitere Abwrackprämie mehr. "Die erste Runde war gut", sagte GM-Vizechef Bob Lutz dem TV-Sender CNBC. GM will das Vertrauen der Amerikaner künftig durch das Angebot einer 60-tägigen Rückzahlgarantie zurückgewinnen. Die US-Regierung hatte für die Abwrackprämie drei Milliarden Dollar zur Verfügung gestellt.

16.30 Uhr: Die Europäische Kommission prüft die Staatshilfen für Opel vermutlich erst in einigen Wochen. Bisher habe die Kommission noch keine detaillierten Informationen von der Bundesregierung erhalten, sagte ein Sprecher der Brüsseler Behörde. "Wir erwarten diese in den nächsten Wochen und werden sie dann genau prüfen."

15.45 Uhr: Im Euroraum ist die Zahl der Erwerbstätigen im zweiten Quartal gesunken. Die Beschäftigung sei um 702.000 Personen oder 0,5 Prozent zurückgegangen, teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat mit. Im ersten Quartal war der Rückgang mit 0,7 Prozent etwas stärker ausgefallen. Auf Jahressicht sank die Beschäftigung um 1,8 Prozent, nach minus 1,2 Prozent im Vorquartal.

15.40 Uhr: Dem Bau des milliardenteuren Eon-Steinkohlekraftwerks in Datteln droht jetzt doch ein Baustopp. Umweltschützer und ein Landwirt haben weitere Klagen gegen den Bau eingereicht. Die Bezirksregierung Münster gab noch keine Entscheidung bekannt. Gegen die neuen Klagen kann Eon  aber noch vorgehen.

15.30 Uhr: Die US-Börsen haben schwächer eröffnet. Der Dow Jones  startete 0,7 Prozent im Minus bei einem Stand von 9539 Punkten. Der Industriewerteindex Nasdaq  ging mit 0,5 Prozent im Minus bei 2071 Punkten in den Handel.

Zollstreit zwischen China und USA eskaliert

14.45 Uhr: Kurz vor dem Weltwirtschaftsgipfel in Pittsburgh droht ein Streit zwischen China und den USA zu einem Handelskrieg zu eskalieren. Die Regierung in Peking prüft Anti-Dumping-Maßnahmen gegen US-Autos und Geflügelprodukte, nachdem die USA Importzölle auf chinesische Reifen drastisch angehoben haben. China hat nun formelle Gespräche mit den USA unter dem Dach der WTO beantragt, die den Streit beilegen soll.

14.30 Uhr: Die schwache Nachfrage der Industrie macht dem Elektrotechnikkonzern ABB Deutschland weiter zu schaffen. Wie das Unternehmen mitteilte, sank das Auftragsvolumen auf 1,68 Milliarden Euro - ein Minus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auch der Umsatz schrumpfte deutlich um 11 Prozent auf 1,62 Milliarden Euro. Die Gesellschaft des schwedisch-schweizerischen Elektro- und Maschinenbaukonzerns reagierte mit Kurzarbeit auf die Folgen der Finanzkrise.

14 Uhr: Die Ratingagentur Fitch hat das langfristige Emittentenausfallrating der Bayerische Landesbank, der HSH Nordbank, der Landesbank Baden-Württemberg, der Landesbank Saar und der WestLB gesenkt, teilte Fitch Ratings mit. Das spiegele den möglichen Eigentümerwechsel und den damit verbundenen Bedeutungsrückgang dieser Banken für ihre Bundesländer als Eigentümer wider.

13.30 Uhr: Die deutsche Autoindustrie will Stellen streichen. "Ich gehe von einem weiterem Rückgang im zweiten Halbjahr aus, aber nicht von dramatischen Abbrüchen", sagte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie. Im Vergleich zum Jahresende 2008 seien in den ersten sechs Monaten bereits 20.000 Stellen weggefallen. Ende Juni beschäftigte die deutsche Schlüsselbranche noch 721.000 Menschen.

Keine Entwarnung für Deutschland

12.45 Uhr: Wincor Nixdorf  plant für rund ein Drittel der bundesweit etwa 4200 Beschäftigten Kurzarbeit - und zwar im Oktober, November und Dezember, für jeweils vier Tage im Monat. Das teilte Wincor Nixdorf heute mit. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2008/2009 war der Umsatz des Unternehmens um 11 Prozent gesunken.

12.30 Uhr: Die Abwanderung von Fachkräften aus Deutschland belastet die Staatskassen. Das hat das Münchener Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung anhand von Beispielrechnungen herausgefunden. Demnach entgehen dem Staat unterm Strich mehr als eine Million Euro, wenn sich eine Ärztin im Alter von 30 Jahren für eine Karriere im Ausland entscheidet. Kehrt ein 23 Jahre alter Metallfacharbeiter seiner Heimat den Rücken, schlägt dies im Saldo mit einem Minus von 281.000 Euro zu Buche.

11.45 Uhr: Die Niederlande dringen beim Gipfel der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) auf weltweit schärfere Bonusregeln. Als Vorbild dient eine Selbstverpflichtung, der sich die Banken des Landes vergangene Woche unterworfen haben, wie die "Financial Times Deutschland" berichtete. Diesem Verhaltenskodex der Niederländischen Bankenvereinigung zufolge dürfen Boni nicht mehr das Fixgehalt überschreiten.

11.15 Uhr: Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) hält den tiefsten Punkt der Wirtschaftskrise für überwunden und hat seine Prognose für die Entwicklung des deutschen Bruttoinlandsproduktes (BIP) im laufenden Jahr überarbeitet. Deutschlands Wirtschaft soll nunmehr um 5,2 Prozent schrumpfen, während das IMK noch im Juli eine Verringerung des BIP um 6,5 Prozent vorausgesagt hatte.

10.45 Uhr: Die Europäische Kommission ist nur wenig optimistischer für die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands als zu Jahresbeginn. Die Kommission erwartet jetzt einen BIP-Rückgang um 5,1 Prozent nach 5,4 Prozent bei der vorangegangenen Prognose. Seit dem zweiten Quartal habe sich die Lage vor allem dank der milliardenschweren staatlichen Konjunkturspritzen deutlich verbessert.

Ölpreis fällt

10.10: Die Ombudsleute der privaten Banken in Deutschland haben 2008 in Folge der Finanzkrise rund 30 Prozent mehr Streitigkeiten zwischen Sparern und Kreditinstituten geschlichtet, teilte der Bundesverband deutscher Banken mit. Rund die Hälfte der Fälle sei zugunsten der Bankkunden gelöst worden.

9.45 Uhr: Der Rohölpreis fällt. Die beiden führenden Öl-Sorten Brent und WTI verbilligten sich um jeweils ein knappes Prozent auf 67,30 beziehungsweise 68,74 Dollar je Barrel. "Angesichts der anhaltend schwachen Nachfrage sind die aktuellen Anschluss-Verkäufe keine Überraschung", sagte Analyst Toby Hassall vom Brokerhaus CWA in Sydney. Anleger warteten nun darauf, dass harte volkswirtschaftliche Fakten ihre Erwartungen einer Nachfrage-Erholung untermauerten.

9.30 Uhr: Der Umsatz im deutschen Einzelhandel ist im Juli deutlich gegenüber dem Vormonat gestiegen. Wie die Deutsche Bundesbank am Montag mitteilte, stiegen die Umsätze ohne Kfz-Verkäufe in konstanten Preisen um 0,7 Prozent gegenüber dem Vormonat. Damit wurde die vorläufige Schätzung vom 1. September bestätigt. Gegenüber dem Vorjahr sanken die Einzelhandelsumsätze im Juli um 0,8 Prozent, während vorläufig ein Minus von 1,0 Prozent ausgewiesen worden war.

9.20 Uhr: Belastet von schwachen Vorgaben aus Asien ist der deutsche Aktienmarkt mit Verlusten in die neue Handelswoche gestartet. Der Dax  verlor am Montag in den ersten Handelsminuten ein Prozent auf 5569 Punkte.

8.40 Uhr: Die Zahl der Gründungen größerer Unternehmen im ersten Halbjahr 2009 leicht gestiegen. Von Januar bis Juni wurden rund 78.000 Betriebe gegründet, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das waren demnach 0,4 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2008. Gleichzeitig mussten aber auch mehr größere Betriebe zumachen: Im ersten Halbjahr 2009 schlossen knapp 67.000 Firmen, das waren 2,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

8 Uhr: Vor der deutschen Küste sollen in der Nord- und der Ostsee demnächst 40 Windparks zur Gewinnung von Strom entstehen. Insgesamt sollen sie nach Angaben des Verkehrsministers Wolfgang Tiefensees (SPD) zwölf Millionen Haushalte versorgen können. Der Minister erhofft sich durch den massiven Ausbau der Windenergie zudem 30.000 neue Arbeitsplätze.

7.30 Uhr: Belastet durch negative Vorgaben dürften die deutschen Aktienindizes etwas schwächer starten. BG Partners taxierte den Dax  am Montagmorgen um 0,89 Prozent tiefer bei 5574 Punkten, nachdem der Leitindex in der Vorwoche von Jahreshoch zu Jahreshoch geklettert war. Die US-Indizes waren nach fünf Gewinntagen in Folge und ebenfalls neuen Jahreshöchstständen erstmals mit leichten Verlusten aus dem Handel gegangen. Auch in Asien dominierten Kursverluste - der Nikkei  rutschte zuletzt um 2,41 Prozent ab.

manager-magazin.de mit Material der Nachrichtenagenturen

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