Lkw-Absatz Talfahrt geht weiter

Trotz Rezessionsende ist auf dem Nutzfahrzeugmarkt kein Ende des Abschwungs erkennbar. Im August ging der Absatz erneut um ein Drittel zurück. Besonders stark kam der Export aus Deutschland unter die Räder.

Frankfurt am Main - Der Absatz von Transportern und schweren Lastwagen ist auch nach dem Ende der wirtschaftlichen Rezession auf Talfahrt. Im August wurden mit 17.520 Nutzfahrzeugen fast ein Drittel weniger zugelassen als vor einem Jahr, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Montag in Frankfurt mit. Seit Jahresbeginn betrug das Minus 29 Prozent.

Besonders stark litt die exportorientierte deutsche Autoindustrie unter der geringen Nachfrage aus dem Ausland. Im August wurden 10.730 Fahrzeuge "Made in Germany" ins Ausland verkauft, das waren 59 Prozent weniger als im Jahr zuvor.

Damit sanken die Ausfuhren seit Januar um 64 Prozent. Wegen der schlechten Zahlen drosselten die Hersteller im August die Produktion um 60 Prozent.

Die Autoindustrie sieht allerdings erste Hoffnungsschimmer. Die Auftragseingänge aus dem Inland erholten sich. Die Order für schwere Lastwagen stiegen im August um 2 Prozent, die Transporterbestellungen gingen nur noch um 4 Prozent zurück.

"Es zeichnet sich im Nutzfahrzeugsektor seit einigen Monaten eine Stabilisierung ab", sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann laut Mitteilung. Er warnte jedoch davor, in Konjunkturoptimismus zu verfallen.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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