Teilverkauf AIG versilbert Vermögensverwaltung

Der vom US-Staat gerettete Versicherer AIG verkauft einen Teil seines Vermögensverwaltungsgeschäfts. Dem Konzern fließt so eine halbe Milliarde Dollar zu. Die Erlöse sollen dazu dienen, die Schulden beim Staat zu begleichen. Käufer ist der Hongkonger Tycoon Richard Li.

New York - Der angeschlagene Versicherungsriese AIG verkauft Teile seines Vermögensmanagements für rund 500 Millionen Dollar an die Investmentfirma Pacific Century Group des Hongkonger Tycoons Richard Li. Rund 300 Millionen Dollar davon gehen bei Abschluss des Geschäfts in bar an AIG, der Rest später, wie der US-Konzern mitteilte.

Käufer der Sparte sei Bridge Partners LP, eine Tochter der in Hongkong ansässigen Investmentfirma. Die verkauften Unternehmensteile sind in 32 Ländern aktiv und verwalten rund 88,7 Milliarden Dollar an Investments von institutionellen und privaten Kunden. Das interne Investmentgeschäft, das Vermögenswerte in Höhe von rund 480 Milliarden Dollar verwaltet, bleibt im AIG-Konzern.

AIG war im Zuge der Finanzkrise an den Rand des Zusammenbruchs geraten und wurde mit Staatshilfen in Höhe von rund 180 Milliarden Dollar gerettet. Derzeit stößt AIG weltweit Geschäftsbereiche ab, um rund 80 Milliarden Dollar zurückzahlen, die der Konzern dem Staat schuldet. Der neue AIG-Chef Robert Benmosche erklärte jedoch kürzlich, dass sich der Konzern nicht zu jedem Preis von Vermögensteilen trennen werde.

manager-magazin.de mit Material von reuters und dpa