Tagesticker Woolworth findet Käufer

Der Textil-Discounter NKD übernimmt einen Teil der Filialen der insolventen Kaufhauskette Woolworth. Die Bundesbürger könnten um die befürchtete Massenarbeitslosigkeit herumkommen. Die Preise für Öl und Gold geben nach. Verfolgen Sie den Tagesticker auf manager-magazin.de.

20.45 Uhr: Der Kurs des Euro in Dollar  hat sich im Handelsverlauf deutlich über der Marke von 1,43 Dollar gehalten. Die Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,4345 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,4272 (Freitag: 1,4364) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7007 (0,6962) Euro. Grund für den Anstieg des Eurokurses waren Experten zufolge überraschend positive Konjunkturdaten aus den USA.

19.45 Uhr: Der angekündigte Ausstieg von Siemens  aus dem Reaktorbauer Areva NP kostet die französische Areva 2,05 Milliarden Euro. Das treibe die Nettoverschuldung im ersten Halbjahr 2009 von 5,5 auf 6,41 Milliarden Euro in die Höhe, teilte der weltgrößte Atomtechnikkonzern in Paris mit. Das Eigenkapital sei parallel von 7,29 Milliarden auf 6,69 Milliarden Euro gesunken. Areva benötigt je nach Investitionsplänen bis 2012 rund acht bis zwölf Milliarden Euro.

19.00 Uhr: Der Textil-Discounter NKD übernimmt 23 der 310 Filialen des insolventen Billigkaufhausbetreibers Woolworth. Die Verträge seien unter Dach und Fach, teilte NKD-Geschäftsführer Helmut Wirsieg am Unternehmenssitz im oberfränkischen Bindlach mit. Die Verhandlungen an anderen Standorten dauerten noch an. Die Eröffnungen der etwa 330 bis 400 Quadratmeter großen Geschäfte seien von Ende September bis Mitte Oktober geplant. Woolworth Deutschland hatte im April Insolvenz angemeldet.

18.45 Uhr: Die Ölpreise sind um mehr als drei Dollar gefallen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Oktober-Auslieferung fiel auf 69,49 Dollar. Das sind 3,20 Dollar weniger als zuletzt. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Oktober sank um 3,45 Dollar auf 69,34 Dollar.

18.15 Uhr: Die Commerzbank lässt den Markennamen Dresdner Kleinwort fallen. Ab September agiere das Investmentbanking weltweit einheitlich unter dem Namen Commerzbank, teilte das zweitgrößte deutsche Geldhaus mit. Damit werde erstmals eine Einheit der Abteilung der übernommenen Dresdner Bank umbenannt.

17.45 Uhr: Nach dem Einbruch der Shanghaier Börse ist auch die Wall Street mit Verlusten in die Handelswoche gestartet. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte sank bis zum Mittag in New York um knapp ein Prozent auf 9453 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ging um 1,3 Prozent auf 2002 Punkte zurück. In Frankfurt schloss der Dax 1,0 Prozent tiefer bei 5464 Punkten.

16.40 Uhr: Die Arbeitslosenzahl in Deutschland könnte infolge der Wirtschaftskrise nicht so weit in die Höhe schnellen, wie vielfach befürchtet worden ist. "Wir werden unsere bisherige Schätzung der Arbeitslosenzahl zurücknehmen. Das gilt sowohl für unsere Befürchtungen für 2009 als auch für 2010", sagt Sabine Klinger zu manager-magazin.de. Sie ist Leiterin des Bereichs Konjunktur und Arbeitsmarkt des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung in Nürnberg. Die Vier-Millionen-Marke könnte nur knapp durchbrochen werden, glauben Ökonomen des Instituts der Deutschen Wirtschaft.

15.55 Uhr: In der Region Chicago hat sich die Wirtschaftsstimmung im August deutlich stärker als erwartet aufgehellt. Der entsprechende Index sei von 43,4 Punkten im Vormonat auf 50,0 Punkte gestiegen, teilte die regionale Einkaufsmanagervereinigung von Chicago mit. Die Aufhellung war damit stärker als von Volkswirten mit 46,0 Punkten erwartet. Indexstände von über 50 Punkten signalisieren eine wirtschaftliche Belebung, während Werte darunter auf einen Rückgang hinweisen.

Walt Disney kauft Marvel

15.45 Uhr: Walt Disney  kauft für vier Milliarden Dollar (rund 2,8 Milliarden Euro) das traditionsreiche Comic-Haus Marvel. Zu Marvel gehören neben Spiderman auch die Kult-Comic-Figuren Iron Man, X-Men, Captain America und Die Fantastischen Vier.

15.15 Uhr: Die Commerzbank  macht nach eigenen Angaben bei der Integration der Dresdner Bank unerwartet zügige Fortschritte. "Wir sind mit der Integration in einem schwierigen Umfeld schneller als erwartet vorangekommen", erklärte Commerzbank-Chef Martin Blessing. Die Commerzbank habe zwar noch eine schwere Strecke vor sich. "Aber wir schauen nach vorne und wir sind auf gutem Weg", sagte der Bankchef.

15.00 Uhr: Angesichts der schlechten Stimmung an den Aktienmärkten weltweit hat der Ölpreis weiter nachgegeben. Ein Fass WTI verbilligte sich in der Spitze um zwei Dollar auf 70,74 Dollar. Die Nordseesorte Brent wurde um 70,90 Dollar gehandelt und damit 1,89 Dollar günstiger als im späten Freitagsgeschäft. Der Goldpreis fiel um mehr als 1 Prozent auf 945,30 Dollar.

14.45 Uhr: Europa soll sich nach dem Willen von Deutschland und Frankreich umfangreicher an einer finanziellen Stärkung des Internationalen Währungsfonds (IWF) beteiligen. Berlin und Paris plädieren dafür, dass sich der europäische Anteil an der angestrebten Mittelaufstockung von bisher 75 Milliarden auf nunmehr 125 Milliarden Euro erhöhen sollte, wie aus dem Bundesfinanzministerium in Berlin verlautete. Einen entsprechenden Vorstoß wollen Peer Steinbrück (SPD) und seine französische Amtskollegin Christine Lagarde den anderen europäischen Ressortchefs beim EU-Ministertreffen in Brüssel unterbreiten.

14.00 Uhr: Die japanische Daimler-Nutzfahrzeug-Tochter Mitsubishi Fuso erwägt die Zusammenlegung ihres Busgeschäfts mit dem von Nissan Diesel Motor. Beide Unternehmen hätten eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet, wonach die Kooperation im Busgeschäft ausgebaut werden soll, teilten sie am Montag mit. Denkbar sei die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens im Bus-Geschäft.

Britische Regierung gegen Boni-Banker

13.30 Uhr: Die Kooperation der einzigen deutschen Energiebörse EEX (Leipzig) mit der französischen Powernext (Paris) ist perfekt. Die Spotmarktgesellschaft der EEX geht von diesem Dienstag an in der gemeinsamen Tochter Epex Spot SE auf, wie die Leipziger Börse mitteilte. Damit haben die beiden Börsen ihre Spotmarktgeschäfte in einer gemeinsamen Tochter gebündelt. Am Spotmarkt wird Strom für den kurzfristigen Bedarf gehandelt. Die Expex-Spot betreibt den Stromhandel für Frankreich, Deutschland, Österreich und die Schweiz.

12.00 Uhr: Die britische Regierung hat die Akteure am Finanzmarkt davor gewarnt, Staaten bei der Regulierung von Bonuszahlungen für Banker gegeneinander auszuspielen. Mit Blick auf den Gipfel der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) in Pittsburgh erklärte Finanzminister Alistair Darling, der Finanzbranche dürfe es nicht gestattet werden, weltweit strengere Auflagen zu untergraben. Dies gelte auch für sogenannte Steuerparadiese.

Darling unterstützte damit die Haltung von Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy. Sarkozy wurde am Montag in Berlin zu Gesprächen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet.

11.30 Uhr: Zunehmende Zweifel an einer schnellen konjunkturellen Erholung haben den Ölpreis belastet. Vor allem der erneute Einbruch am chinesischen Aktienmarkt ließ Investoren vorsichtiger agieren, sagten Händler. Das Barrel der US-Sorte WTI verbilligte sich um 1,60 Dollar auf 71,18 Dollar. Die Nordseesorte Brent wurde zu 71,09 Dollar gehandelt und damit 1,70 Dollar günstiger als im späten Freitagsgeschäft.

11.00 Uhr: Um ihren Forderungen nach besseren Tarifbedingungen Nachdruck zu verleihen, sind die Piloten der Air-Berlin-Tochter LTU am Montag in den Streik getreten. Der für 16 Stunden geplante Ausstand führte am Vormittag nach Angaben eines Air-Berlin-Sprechers zu Verspätungen, eine Handvoll Flüge musste gestrichen werden. Nach Angaben der Gewerkschaft waren alle von Air Berlin angeflogenen Flughäfen von den Streiks betroffen. In München wurden laut einem Flughafensprecher bis zum späten Vormittag vier Starts und Landungen annulliert.

10.30 Uhr: Die internationale Absatzkrise treibt die die beiden Druckmaschinenbauer Manroland und Heidelberger Druckmaschinen nach einem Zeitungsbericht zusammen. Die Gespräche über eine Fusion der beiden Verlust schreibenden Unternehmen würden inzwischen "auf höchster Ebene und mit Ernsthaftigkeit" geführt, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Bezug auf das Umfeld der beiden Konzerne. Das manager magazin hatte bereits in der Vorwoche exklusiv über die Fusionsgespräche berichtet.

9.30 Uhr: Der deutsche Aktienmarkt ist mit Verlusten in die neue Woche gestartet. Der Leitindex Dax sank um 1,0 Prozent auf 5464 Punkte. Der MDax  fiel um 0,8 Prozent auf 6794 Zähler und der TecDax  gab 0,1 Prozent auf 704 Zähler nach. Marktteilnehmer fürchten, dass die Möglichkeit zu Linksbündnissen vor allem in Thüringen und dem Saarland aufgrund der Landtagswahlen auf die Stimmung der Anleger drückt.

9 Uhr: Die Menge des Güterverkehrs auf der Schiene ist in der Folge der Wirtschaftskrise so stark geschrumpft wie noch nie in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Im ersten Halbjahr 2009 wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Montag mit 147,3 Millionen Tonnen rund 22,4 Prozent weniger Güter transportiert als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Beförderungsleistung sank um 22,8 Prozent auf 46,13 Milliarden Tonnenkilometer. Im Binnenverkehr mussten die Eisenbahnunternehmen dabei noch die geringsten Einbußen hinnehmen.

8.15 Uhr: Ökonomen rechnen mit einem weniger dramatischen Anstieg der Arbeitslosigkeit als bislang befürchtet. Wie die "Berliner Zeitung" berichtet, hat die Deka-Bank ihre Prognose für das Frühjahr 2010 von 4,8 Millionen Arbeitslosen auf 4,4 Millionen gesenkt. Dies entspräche einer Arbeitslosenrate von 10,5 Prozent. Ende kommenden Jahres wird die Rate nach Ansicht der Bank dann wieder unter zehn Prozent liegen.

8 Uhr: Die Ansprüche von Unternehmen gegen die britische Tochter des insolventen US-Finanzinstituts Lehman Brothers belaufen sich nach Einschätzung des zuständigen Zwangsverwalters Pricewaterhouse Coopers (PwC) auf rund 100 Milliarden Dollar. Laut PwC resultieren die Ansprüche aus Garantien der US-Mutter an ihre Töchter.

7.30 Uhr: Seitdem sich die Wirtschaftskrise mit der Pleite der Lehman-Bank vor einem Jahr beschleunigt hat, haben die 30 großen Dax-Konzerne einem Pressebericht zufolge weltweit 50.000 Jobs gestrichen. Nach Berechnungen der "Welt am Sonntag" wurden in Deutschland insgesamt 30.000 Stellen abgebaut. Die Zeitung verglich die Beschäftigtenzahlen der im Deutschen Aktienindex notierten Unternehmen vom 30. September 2008 bis zum Stichtag 30.

Börse in Shanghai bricht um knapp 6 Prozent ein

7 Uhr: Die Aktienmärkte in Fernost haben sich zum Wochenauftakt weitgehend schwächer präsentiert. An der Börse in Shanghai, an der es zuletzt häufig starke Kursschwankungen gab, brach der chinesische Leitindex am Montag um 5,7 Prozent ein. Händler begründeten den Abwärtstrend damit, dass die Quartalsergebnisse chinesischer Unternehmen nicht mit den Aufschlägen an der Börse Schritt halten konnten. In Japan belastete nach dem Wahlsieg der Opposition ein starker Yen vor allem Exporttitel.

4.20 Uhr: Opel hofft laut einem Zeitungsbericht auf eine Entscheidung über seine Zukunft vor dem Beginn der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) Mitte September. Ein Unternehmenssprecher sagte der "Süddeutschen Zeitung": "Wir haben nicht das Recht, Zeitdruck aufzubauen. Aber wir bitten darum, dass wir das Investoren-Thema bis zur IAA gelöst haben. Aus Markensicht und im Sinne unserer Beschäftigten ist das unser Wunsch."

3 Uhr: In Japan hat sich die Stimmung in der Industrie weiter aufgehellt und ist auf den höchsten Stand seit fast drei Jahren gestiegen. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex sei im August von 50,4 Punkten im Vormonat auf 53,6 Punkte geklettert, teilte das Forschungsunternehmen Nomura/JMMA am Montag in Tokio mit. Im Vormonat war der Indikator erstmals seit knapp anderthalb Jahren wieder über die Expansionsschwelle von 50 Punkten gestiegen. Zudem stieg die Industrieproduktion im Juli den fünften Monat in Folge gestiegen. Die Produktion sei um 1,9 Prozent geklettert, teilte die Regierung am Montag in Tokio mit.

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