Sonntag, 15. Dezember 2019

Chemiebranche Mehr Übernahmen im zweiten Quartal

Im zweiten Quartal des Jahres 2009 gab es mehr Übernahmen in der Chemiebranche als im ersten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Pricewaterhouse Coopers. Und das eröffne Chancen für strategische Investoren.

Frankfurt am Main - Die Zahl der Übernahmen in der Chemiebranche hat trotz Finanz- und Wirtschaftskrise im zweiten Quartal weltweit leicht zugenommen. Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Studie der Wirtschaftsprüfer von Pricewaterhouse Coopers (PwC) stieg die Zahl in den Monaten April bis Juni auf 187, nachdem es im Auftaktquartal dieses Jahres noch 162 Übernahmen waren. Allerdings gab es kaum Großzukäufe, so dass der durchschnittliche Transaktionswert auf 72 Millionen Dollar von 163 Millionen Dollar im Anfangsquartal deutlich schrumpfte.

Die Mischung stimmt: Für Investoren gibt es Kaufgelegenheiten, heißt es von PwC
"Das niedrigere Transaktionsvolumen ist auch Ausdruck der anhaltend schwierigen Refinanzierungsbedingungen für Finanzinvestoren, die ihr Engagement daher einschränken müssen", erläuterte PwC-Chemieexperte Volker Fitzner die Ergebnisse. Die angespannte Lage auf den Kreditmärkten verhindere zudem Megatransaktionen.

Für die Chemieunternehmen ergeben sich daraus nach Einschätzung von PwC einige Vorteile bei Bieterverfahren. "Für strategische Investoren eröffnet der schwächere Bieterwettbewerb günstige Kaufgelegenheiten", schätzt Fitzner. Rund 90 Prozent des gesamten Transaktionsvolumens bei Übernahmen und Fusionen entfielen im zweiten Quartal auf strategische Investoren.

Führend bei Übernahmen waren im zweiten Quartal Käufer aus Westeuropa. Auf sie entfiel laut PwC-Studie mehr als 41 Prozent des weltweiten Transaktionsvolumens. Daran hatte die angekündigte Übernahme des US-Salzproduzenten Morton Salt durch den Kasseler K+S-Konzern einen erheblichen Anteil. Allein diese Transaktion kam der Studie zufolge für rund 40 Prozent des gesamten Transaktionsvolumens im abgelaufenen Quartal auf.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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