Freitag, 13. Dezember 2019

Rohstoffe Bernanke treibt Ölpreis

Die immer optimistischeren Konjunkturaussichten der Vereinigten Staaten von Amerika sorgen dafür, dass der Ölpreis steigt. Nun befeuert der US-Zentralbankchef Ben Bernanke die Diskussion - der Preis könnte noch weiter steigen, sagen Experten voraus.

Frankfurt am Main - Am Freitag hatte der US-Notenbankchef Ben Bernanke angedeutet, dass zwei Jahre nach Beginn der schwersten amerikanischen Rezession in der Nachkriegszeit, die Schwelle zur lang erwarteten Erholung erreicht sei. Er sagte, die Wirtschaftsaktivität in den USA und rund um die Welt scheine sich nach dem Sturz zu fangen. "Die Aussichten auf eine Rückkehr zum Wachstum in nächster Zeit scheinen gut."

Eine Erholung der US-Wirtschaft würde auch die Nachfrage nach Rohöl steigern. Die USA sind der größte Ölverbraucher der Welt.

Das gleiche Bild bietet sich in China. Die Ölnachfrage in dem Land mit dem weltweit zweithöchsten Verbrauch nach den USA war im Juli im Vorjahresvergleich um 3,5 Prozent gestiegen. Nach Reuters-Daten war das der vierte Anstieg in Folge.

Das reichte, um nicht nur den Aktienmärkten Zuversicht einzuimpfen. In Erwartung einer konjunkturellen Belebung und einer damit einhergehend steigenden Rohstoffnachfrage ist der Ölpreis am Montag über 74 Dollar gestiegen. Das Barrel der US-Sorte WTI verteuerte sich um 16 Cent auf 74,05 Dollar. Die Nordseesorte Brent kostete mit 74,31 Dollar zwölf Cent mehr als im späten Vorwochengeschäft.

"Sollte der steigende Enthusiasmus über den wieder anspringenden Konjunkturmotor die Stimmung weiter dominieren, könnten wir uns jetzt mit Leichtigkeit in Richtung 80 Dollar bewegen", sagte Rohstoffexperte Edward Meir von MF Global.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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