Dürr Gründer verkaufen weitere Anteile

Die Gründerfamilie des Anlagenbauers Dürr zieht sich nach und nach aus dem Unternehmen zurück. Die Heinz Dürr GmbH verkaufte rund 8 Prozent ihrer Beteiligung an den Fuldaer Unternehmer Lutz Helmig, der damit nun auf eine Sperrminorität bei Dürr kommt.

Bietigheim-Bissingen - Die Heinz Dürr GmbH habe 8,1 Prozent ihrer Beteiligung an die Investmentgesellschaft Aton abgegeben, wie das Unternehmen am Montag in Bietigheim-Bissingen bei Stuttgart mitteilte.

Die Investmentgesellschaft des Fuldaer Unternehmers Lutz Helmig zahlte für die 1,4 Millionen Aktien 15,4 Millionen Euro. Damit stockte Aton seinen Anteil an Dürr auf 25,5 Prozent auf und hält eine Sperrminorität bei wichtigen Entscheidungen in der Hauptversammlung.

Die Heinz Dürr GmbH und die Heinz und Heide Dürr Stiftung halten mit gemeinsam noch 34 Prozent aber weiterhin die Mehrheit an der Dürr AG . Bis Ende 2005 hatte die Familie des früheren Deutsche-Bahn-Chefs Heinz Dürr noch die absolute Mehrheit inne und hat seitdem die Beteiligung immer weiter abgebaut. Grund sei eine "langfristige Erbregelung" in der Familie, heißt es in der Mitteilung.

Der Unternehmer Helmig war mit seiner Investmentgesellschaft Aton im Juni 2007 mit 10,1 Prozent bei dem Anlagenbauer eingestiegen und hatte seine Beteiligung auf bis zuletzt 17,4 Prozent erhöht. Helmig ist Gründer der Helios Kliniken, die er später an den Pharmakonzern Fresenius  verkaufte. Einer breiteren Öffentlichkeit war Helmig bekannt geworden, als er mit dem bayerischen Unternehmer Hans-Rudolf Wöhrl die Fluggesellschaft dba kaufte und an Air Berlin  verkaufte. Zuletzt hatte Helmig seine Anteile an dem Münchener Traditionskaufhaus Ludwig Beck an Wöhrl abgegeben.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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