Freitag, 6. Dezember 2019

Tagesticker Konjunkturpessimismus reißt US-Börsen in die Tiefe

In den USA werden Hoffnungen auf eine rasche Erholung der Wirtschaft ausgebremst. Der Bankenrettungsfonds Soffin hat den Milliarden-Garantierahmen für die HRE erneut verlängert. Der US-Sonderbeauftragte für die Kontrolle von Managergehältern zeigt Zähne und Klauen. Lesen Sie den Tagesticker auf manager-magazin.de.

22.10 Uhr: Schwache Konjunkturdaten aus Japan und ein pessimistischer Ausblick der Baumarktkette Lowe's haben die US-Börsen zum Wochenauftakt in den Keller gezogen. Die Hoffnungen der Anleger auf eine schnelle wirtschaftliche Erholung erhielten durch sie einen Dämpfer. Der Dow-Jones-Index Börsen-Chart zeigen der Standardwerte rutschte am Montag 2 Prozent auf 9135 Punkte ab.

20.30 Uhr: Der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin Börsen-Chart zeigen will bis zum Jahresende 800 Arbeitsplätze streichen. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, sollen die Stellen in der Abteilung Raumfahrt wegfallen. Betroffen ist demnach jeder 20. Job in allen Hierarchiestufen in den US-Werken in Denver und Sunnyvale. Für Lockheed Martin sind weltweit rund 146.000 Menschen tätig.

18.30 Uhr: Der staatliche Bankenrettungsfonds Soffin hat seinen Garantierahmen für die Krisenbank Hypo Real Estate (HRE) bis zum 18. November verlängert. Die HRE teilte mit, ohne diese erneute Verlängerung wären die Garantien über 52 Milliarden Euro am kommenden Mittwoch ausgelaufen.

18.00 Uhr: Der deutsche Aktienmarkt hat die neue Handelswoche mit deutlichen Abschlägen begonnen. Der Dax Börsen-Chart zeigen fiel am Montag um 2 Prozent und schloss bei 5201 Punkten. Das ist das Niveau von Ende Juli. Zum Jahreshoch vom 7. August hat der Leitindex damit rund 5 Prozent eingebüßt. Vor allem der Kursrutsch bei den VW-Stammaktien, die in der Spitze 11,4 Prozent auf 169 Euro verloren, belastete den Leitindex.

17.30 Uhr: Der Sonderbeauftragte der US-Regierung für die Kontrolle von Managergehältern will entschlossen gegen überzogene Boni vorgehen. Seine Macht gehe weit genug für Einschnitte bei der Bezahlung des Spitzenmanagements staatlich gestützter Unternehmen, sagte der "Gehälter-Zar" Kenneth Feinberg der Nachrichtenagentur Reuters. Dabei schloss er Rückforderungen ausdrücklich ein.

"Der Kongress hat mir die Befugnis für den Versuch erteilt, eine Rückerstattung von Managergehältern zu erreichen", sagte Feinberg. Dies gelte nicht nur für die vom Finanzrettungsprogramm Tarp gestützten Banken, sondern für alle Firmen, die vom Staat Hilfen erhalten hätten.

15.35 Uhr: Schwacher Auftakt an der Wall Street: Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen gibt zum Handelsstart 1,5 Prozent nach. Der Dax Börsen-Chart zeigen notiert zeitgleich 1,8 Prozent im Minus.

15.15 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Manager aus der Finanzbranche vor Überheblichkeit gewarnt. Sie sehe mit Sorge, dass sich eine "alte Arroganz" wieder Weg bahne, je stärker einige Akteure auf den internationalen Finanzmärkten würden, sagte die CDU-Vorsitzende. Ihr Ziel sei, mit neuen internationalen Regeln aus dem "Erpressungspotenzial" von Finanzmarktakteuren herauszukommen. "Wir brauchen global eine Disziplinierung."

15.05 Uhr: Hoffnungsschimmer für die rezessionsgeplagte US-Industrie: Das viel beachtete Barometer für die Entwicklung des verarbeitenden Gewerbes in der Schlüsselregion New York signalisiert erstmals seit November 2007 wieder Wachstum. Der Index stieg im August auf 12,08 Punkte von minus 0,55 Zählern im Juli, wie die New Yorker Federal Reserve mitteilte. Analysten hatten lediglich mit einem Anstieg auf 3,0 Punkte gerechnet. Die Daten gelten als Frühindikator für die gesamte Industrie in den USA.

14.45 Uhr: Die Analysten von Morgan Stanley Börsen-Chart zeigen rechnen mit steigenden Gewinnen europäischer Unternehmen. Ihrer Meinung nach würden die Profite im kommenden Jahr um 20 Prozent verglichen mit dem laufenden Jahr wachsen. Noch im März 2009 hatten die Experten mit einem Nullwachstum der Unternehmensgewinne gerechnet.

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