Sparkurs Post bei Filialschließungen im Zeitplan

Die Deutsche Post hält an ihrem Sparkurs fest und will wie angekündigt bis Ende 2011 bundesweit alle noch selbst betriebenen Filialen aufgeben. Die Dienste sollen künftig von Partnern wie Einzelhändlern übernommen werden. Die Umwandlung stößt bei Gewerkschaftern auf Kritik.

Hamburg - Die Deutsche Post  will weiter sparen und daher bis Ende 2011 alle noch selbst betriebenen 475 Filialen aufgeben. Die Dienste sollten künftig von Partnern wie Einzelhändlern übernommen werden, sagte ein Post-Sprecher dem "Hamburger Abendblatt" (Samstagsausgabe).

Mit dem Schritt, den die Post bereits im vergangenen Jahr angekündigt hatte, spare das Unternehmen "hohe Miet- und Personalkosten", hieß es. Die Partner profitierten ebenfalls, weil sie für die geleisteten Postdienste vergütet würden und zudem neue Kunden für ihre eigenen Geschäfte erhielten.

Dem Bericht zufolge gibt es bundesweit derzeit 14.000 Standorte, an denen Postdienste verkauft werden. 850 dieser Standorte sind Postbank-Finanzcenter, die von der Postbank  betrieben werden. Da die Postbank in diesem Jahr inklusive Filialnetz zum Teil an die Deutsche Bank  verkauft wurde, befinden sich diese Filialen künftig nicht mehr in der Hand der Post. Die übrigen mehr als 12.000 Standorte werden bereits von "fremden" Partnern geführt.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi kritisierte dem "Hamburger Abendblatt" zufolge die Pläne der Post. Mit dem Schritt gebe der Konzern praktisch sein eigenes Vertriebsnetz auf, zitiert das Blatt einen Gewerkschaftsfunktionär.

manager-magazin.de mit Material von afp und dpa

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