Gipfeltreffen Drei Länder gegen die Krise

Die USA, Mexiko und Kanada wollen gemeinsam gegen die Krise vorgehen. Dazu treffen sich die Präsidenten der Länder in Mexiko-Stadt zum Nordamerika-Gipfel. Lautstarker Protest aus Lateinamerika ist dem Trio bereits jetzt gewiss.

Mexiko-Stadt - Die Präsidenten der USA, Mexiko und Kanada beraten in der mexikanischen Stadt Guadalajara über ein gemeinsames Vorgehen zur Überwindung der Weltwirtschaftskrise. Dazu treffen sich US-Präsident Barack Obama, Kanadas Premierminister Stephen Harper und Mexikos Staatschef Felipe Calderón an diesem Montag.

Für den Nordamerika-Gipfel, der am Sonntag beginnen sollte, wurden mehrere tausend Polizisten und Soldaten in der Stadt rund 600 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Mexikos zusammengezogen, um die Sicherheit der Staatsführer zu garantieren.

Bei dem fünften Gipfeltreffen für "Sicherheit und Wohlstand in Nordamerika" dürften auch aktuelle politische Fragen zum Tragen kommen. Dazu gehört vor allem die zunehmende Gegnerschaft der USA mit den linken Regierungen Lateinamerikas. Diese Differenzen zeigten sich zuletzt beim Umgang mit der Staatskrise in Honduras, aber auch im Hinblick auf den US-Plan, in Kolumbien sieben Stützpunkte für den Kampf gegen den Drogenschmuggel aus Lateinamerika in Richtung USA zu benutzen.

Dagegen haben vor allem Venezuela und Kuba scharf protestiert. Venezuelas Präsident Hugo Chávez warf Washington vor, mit den modernen Streitkräften sein Land zu bedrohen sowie einen Krieg zwischen Kolumbien und Venezuela zu schüren. Hinsichtlich des Honduras-Konfliktes wirft Chávez Washington vor, die Rückkehr des Ende Juni gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya an die Macht in dem mittelamerikanischen Land zu verschleppen.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen