Merck & Co kauft Schering-Plough Aktionäre für Milliardenübernahme

Grünes Licht der Anteilseigner für die Übernahme des US-Pharmakonzerns Schering-Plough durch den Branchenriesen Merck & Co: Die Aktionäre beider Seiten segneten auf zwei außerordentlichen Hauptversammlungen den Kauf ab. Merck & Co zahlt für den Rivalen umgerechnet mehr als 28,5 Milliarden Euro in bar und Aktien.

New York - Die Aktionäre von Merck & Co.  sowie Schering-Plough haben der Milliardenfusion der beiden Pharmakonzerne zugestimmt. Die Anteilseigner befürworteten den Zusammenschluss mit überwältigender Mehrheit, wie beide Unternehmen am Freitag mitteilten.

Merck-Chef Richard Clark sagte, er sei über die die Zustimmung der Aktionäre sehr erfreut Das in Whitehouse Station, New Jersey, ansässige Unternehmen will Schering-Plough für insgesamt 28,5 Milliarden Euro in bar und in Aktien übernehmen. Damit reagiert der Pharmakonzern auf das Auslaufen von Patenten für wichtige Medikamente sowie steigenden Druck von Seiten der US-Regierung, die Medikamentenpreise zu senken. Die US-Regierung hatte zwar eine tiefere Kartellprüfung der Transaktion gefordert. Es wird jedoch nicht erwartet, dass diese den Abschluss der Transaktion verzögert.

Im März hatte der Pharmariese angekündigt, seinen kleineren Rivalen Schering-Plough zu schlucken. Sie hatten bereits zuvor lange bei den Cholesterin-Mitteln Vytorin und Zetia zusammengearbeitet. Beide Konzerne haben deutsche Wurzeln und waren im 19. Jahrhundert zunächst als US-Ableger deutscher Firmen entstanden.

Laut Merck sollen bei der Fusion 15 Prozent der Stellen wegfallen. Damit würden noch rund 90.000 Menschen bei Merck beschäftigt werden. Der Zusammenschluss muss noch von den Wettbewerbsbehörden in den USA und Europa genehmigt werden.

Erst wenige Wochen vor Bekanntgabe der Fusionspläne hatte der US-Konzern Pfizer  angekündigt, für rund 68 Milliarden Dollar den heimischen Konkurrenten Wyeth  zu übernehmen.

manager-magazin.de mit Material von dow jones, dpa und reuters