Pkw-Absatz Daimler/BMW Rückschlag im Juli

Daimlers Hoffnung auf ein schnelles Anspringen des Pkw-Absatzes hat einen Dämpfer bekommen. Doch auch der Mitbewerber BMW hat im Monat Juli prozentual ein zweistelliges Absatzminus verzeichnet. Der Trost für beide Premiumhersteller: Im Vergleich zu den ersten Monaten des Jahres verlangsamt sich der Rückgang.

Stuttgart/München - Weltweit verkaufte Daimler  im Juli 93.900 Fahrzeuge und damit 11 Prozent weniger Autos verkauft als noch vor einem Jahr, teilte das Unternehmen am Freitag in Stuttgart mit. Damit hat sich der Rückgang zwar im Vergleich zu den ersten Monaten des Jahres halbiert, im Vergleich zum Juni (minus 6,7 Prozent) beschleunigte sich die Talfahrt allerdings wieder.

Besonders herbe Einbußen muss Daimler beim Smart verkraften: Von dem Kleinwagen wurden mit 10.400 Stück 15,9 Prozent weniger verkauft. Im bisherigen Jahresverlauf verkaufte die Daimler-Tochter nach eigenen Angaben mit 638.100 Wagen 17,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Von der Kernmarke Mercedes-Benz setzte Daimler im Juli mit 83.500 Wagen 10 Prozent weniger ab. Bis einschließlich Juli waren es 566.600 Neuwagen - ein Einbruch um 18,1 Prozent.

Mercedes-Absatz in 2009 fiel bis jetzt um 18,1 Prozent

Auf dem Heimatmarkt konnte der Premiumhersteller im Juli die Verkäufe mit 26.900 Fahrzeugen (minus 3,4 Prozent) dank Zuwächsen bei der Kompaktklasse fast stabil halten. Von der A- und B-Klasse wurden mit 9600 Stück 8 Prozent mehr Fahrzeuge verkauft als noch vor einem Jahr.

Einzige Wachstumsregion war für Daimler  im Juli China: Hier verkauften die Stuttgarter gut ein Drittel (34,9 Prozent) mehr Autos. Ansonsten ging es zum Teil dramatisch abwärts. Besonders schmerzhafte Rückgänge gab es erneut in Japan (minus 28,6 Prozent) und in den USA (minus 24,2 Prozent).

In der vergangenen Woche hatte sich Daimler-Chef Dieter Zetsche vorsichtig optimistisch für die nächsten Monate geäußert. Es gebe Anzeichen für eine Trendwende, hatte der Manager betont. Das Autogeschäft ziehe an und die Sparprogramme zeigten Wirkung. Für das Gesamtjahr rechnet er jedoch weiter mit einem deutlichen Umsatz- und Absatzrückgang.

BMW-Absatz fiel in 2009 bis jetzt um 18,6 Prozent

Auch der Wettbewerber BMW  hat im Juli weniger Fahrzeuge verkauft. Der weltweite Absatz des Münchener Autobauers ging gegenüber dem Vorjahresmonat um 12,6 Prozent auf 109.923 Autos zurück, teilte BMW am Freitag mit. Allerdings sei das Minus erneut etwas geringer ausgefallen als in den Vormonaten. Von Januar bis einschließlich Juli verzeichnete BMW den Angaben zufolge einen Absatzrückgang von 18,6 Prozent auf 725.377 Fahrzeuge.

Wie BMW weiter mitteilte, erzielte die Marke Mini mit weltweit 19.281 Auslieferungen im Juli erstmals seit September 2008 wieder ein leichtes Verkaufsplus von 0,3 Prozent. Die Marke BMW  habe dagegen einen Rückgang von 14,9 Prozent auf 90.597 Fahrzeuge verzeichnet.

Für die kommenden Monate rechnet BMW laut Vertriebsvorstand Ian Robertson nicht zuletzt dank einer Reihe von neuen Modellen mit einem weiteren allmählichen Aufwärtstrend beim Absatz. Er sei "zuversichtlich, dass wir im Gesamtjahr 2009 unsere Marktposition im Premiumsegment weiter ausbauen und die Position als führender Premiumhersteller behaupten können", sagte Robertson.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und ddp

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