Freitag, 15. November 2019

Krisenticker US-Regierung prüft Goldman-Boni

Die Bonuszahlungen bei Goldman Sachs geraten ins Visier der US-Regierung. Hertie schließt bis Mitte August endgültig die Türen. Der deutsche Aktienhandel hat sich von negativer Stimmung in den USA anstecken lassen. Vor Gericht sind mehr und mehr Sozialverfahren anhängig. Verfolgen Sie den Krisenticker auf manager-magazin.de.

22.02 Uhr: Die US-Börsen haben am Mittwoch Kursverluste hinnehmen müssen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte Börsen-Chart zeigen ging 0,4 Prozent leichter bei 9280 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,3 Prozent auf 1002 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq Börsen-Chart zeigen gab 0,9 Prozent auf 1993 Stellen nach.

21.28 Uhr: Der Dow-Jones-Index Börsen-Chart zeigen pirscht sich an den Schlussstand des Vortages heran und notiert nur noch mit 0,1 Prozent im Minus (9309 Punkte).

21.27 Uhr: Die US-Regierung hat nach Angaben von Goldman Sachs Börsen-Chart zeigen die Bonuszahlungen bei der Investmentbank unter die Lupe genommen. Bei den Untersuchungen sei allen Aufforderungen Folge geleistet worden, ging am Mittwoch aus einem Schreiben des Geldhauses an die Aufsichtsbehörden hervor. Der Justiz zufolge überstiegen im vergangenen Jahr bei einigen staatlich gestützten Banken die Bonuszahlungen die Nettogewinne. Außer bei Goldman Sachs ermittelt die New Yorker Staatsanwaltschaft auch bei Morgan Stanley und JP Morgan Chase.

Probleme mit Karstadt führten Arcandor in die Insolvenz
19.43 Uhr: Der insolvente Handelskonzern Arcandor Börsen-Chart zeigen will nun doch nicht am Montag mit seinen Gläubigern über die Zukunft seiner Reisetochter Thomas Cook beraten. Mit der Absage des für 10. August angesetzten Treffens reagiert der Konzern nach eigenen Angaben auf eine Aktion der Bayerischen Landesbank. Die BayernLB habe "die als Sicherheit für die Schuldverschreibungen hinterlegten rund 8 Prozent der Thomas Cook Aktien auf sich umschreiben lassen". Damit entstehe eine Situation, die das geplante Treffen mit den Anleihegläubigern "zum jetzigen Zeitpunkt" nicht als sinnvoll erscheinen lasse. Die BayernLB fungiert als sogenannter Security Agent der Gläubiger.

19.23 Uhr: Die USA wollen ihr steigendes Staatsdefizit verstärkt mit inflationsgeschützten Anleihen finanzieren. Diese seien ein wichtiger Teil der Strategie für das Schuldenmanagement, teilte das US-Finanzministerium am Mittwoch mit. Bei inflationsgeschützten Anleihen oder "Treasury inflation-protected securities" ("Tips") richtet sich die Zinszahlung nach der Teuerungsrate. Damit liegt das Inflationsrisiko beim Emittenten und nicht wie bei anderen Anleihen beim Käufer. Immer mehr Anleger fürchten derzeit, dass bei einer Konjunkturerholung die Inflationsrate steigen wird. China und andere Länder mit einer großen Menge US-Staatsanleihen haben sich unlängst besorgt über den Wert ihrer Anlagen geäußert, wenn die Inflationsrate steigen und der Dollar sinken sollte.

Abschied: Hertie gibt auf
18.37 Uhr: Bei der insolventen Warenhauskette Hertie gehen bis Mitte August die Lichter aus. Etwa jeweils die Hälfte der 54 verbliebenen Filialen solle am nächsten und übernächsten Samstag geschlossen werden, sagte der Sprecher des niederländischen Immobilien-Eigentümers Mercatoria Acquisitions BV (MABV), Christopher Hancock, am Mittwoch in London. In den Häusern in Nettetal und Wesseling (Nordrhein-Westfalen) sei bereits am vergangenen Samstag letzter Verkaufstag gewesen. Am Montag sei der Eigentümer "nach wochenlangem Schweigen" informiert worden. Er solle die Immobilien bis Mitte Oktober geräumt zurückerhalten.

17.50 Uhr: Der Goldpreis Börsen-Chart zeigen ist am Mittwochnachmittag weiter gefallen. Der Preis für das Edelmetall notierte 0,4 Prozent tiefer bei 962,65 Dollar je Feinunze. Im Vergleich zum Vormittagfixing verbilligte er sich sogar um 3,75 Dollar.

© manager magazin 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung