Integrierter Autokonzern Winterkorn sinnt über Namen nach

Volkswagen-Chef Martin Winterkorn hält "Auto-Union" für einen möglichen Namen des neuen Automobilkonzerns Volkswagen-Porsche. "Es gibt einige Überlegungen wie etwa Auto-Union, aber noch keine Entscheidung", sagte er in einem Interview. Der Betriebsrat von Porsche will unterdessen das VW-Gesetz ausweiten.

Berlin - Für eine Entscheidung über den künftigen Firmennamen sei "es viel zu früh", schränkte der Volkswagen-Vorstand in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung ein. Winterkorn betonte zudem, dass er gern weiter an der Spitze von Europas größtem Autokonzern stehen würde: "Na klar wäre das eine sehr reizvolle Aufgabe." Allerdings müsse darüber der Aufsichtsrat entscheiden.

Der neue Konzern will laut Winterkorn Toyota an der Weltspitze ablösen. "Mit Porsche bin ich mehr denn je davon überzeugt, dass wir alle Möglichkeiten und alle Kraft haben, die neue Nummer eins der Welt zu werden. Davon werden alle profitieren", sagte der VW-Chef. Allerdings gestand er auch ein, dass er schwierige Verhandlungen bei der geplanten Übernahme des Porsche-Konzerns erwarte. "Es stimmt, dass vor uns noch ein steiniger Weg liegt. Dafür sind noch zu viele sachlich schwierige Themen zu klären."

Der neue Konzern solle auf jeden Fall bis Mitte 2011 stehen, sagte er weiter. "Ich persönlich hoffe, dass wir es früher schaffen." Winterkorn betonte, dass es bei der Übernahme keine Stellenstreichungen geben werde und Porsche weiterhin eigenständig bleibe: "Die Arbeitsplätze sind sicher. Ein Jobabbau wird nicht Bestandteil der Übernahme sein."

Der Betriebsrat von Porsche will laut einem Bericht der "Stuttgarter Zeitung" das VW-Gesetz in vollem Umfang auch auf den Stuttgarter Sportwagenhersteller ausweiten, wenn Porsche zur zehnten Marke des Wolfsburger Autoriesen wird.

"Das VW-Gesetz soll auf alle Standorte des Konzerns angewandt werden - also künftig auch auf die Standorte der Porsche AG", heißt es den Angaben zufolge in einer Resolution, die der Betriebsrat der Porsche Holding am Dienstag einstimmig beschlossen habe. Damit könnten wie bei VW keine Entscheidungen zur Wahl eines Standorts für ein neues Werk oder zur Schließung einer Fabrik gegen den Willen der Belegschaft getroffen werden.

manager-magazin.de mit Material von afp

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