Krisenticker IWF-Chef warnt vor Konjunktureuphorie

Die Fed sieht nach Monaten der Krise Anzeichen für Stabilisierung. IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn warnt vor übertriebenem Konjunkturoptimismus und die US-Börsen schließen schwächer. Verfolgen Sie den Krisenticker auf manager-magazin.de.

22.04 Uhr: Der New Yorker Aktienmarkt hat schwächer geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte (Kurswerte anzeigen) notierte zum Handelsschluss mit einem Minus von 0,29 Prozent bei 9070 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 975 Punkten, einem Minus von 0,46 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq  verlor 0,39 Prozent und ging mit 1967 Punkten aus dem Handel.

21.55 Uhr: Die Wirtschaftsschwäche und die angespannte Lage auf den Kreditmärkten haben den Gewinn der Ratingagentur Moody's geschmälert. Im zweiten Quartal sei der Gewinn um 19 Prozent auf 109,3 Millionen Dollar zurückgegangen, teilte Moody's Corp mit. Damit übertraf die Agentur die Erwartungen der Analysten, enttäuschte sie aber mit einem zurückhaltenden Ausblick. Moody's-Aktien gaben mehr als 7 Prozent nach.

20.18 Uhr: Eineinhalb Jahre nach Beginn der schweren Rezession in den USA stabilisiert sich die größte Volkswirtschaft der Welt zusehends. Das geht aus dem jüngsten regionalen Konjunkturbericht der US-Notenbank (Fed) hervor. Demnach hat sich der Abschwung in den meisten der zwölf Fed-Bezirke verlangsamt oder begonnen, sich zu stabilisieren. In vielen Bezirken gebe es überdies Anzeichen für eine Besserung der Lage auf dem wichtigen Immobilienmarkt, während der Einzelhandel allerdings noch schleppend verlaufe.

19.30 Uhr: Die Finanzinvestoren Goldman Sachs  und KKR  wollen dem Wiesbadener Gabelstaplerhersteller Kion mit einer Finanzspritze helfen. Geplant sei eine Kapitalerhöhung im dreistelligen Millionenbereich, beide Eigentümer wollten einen "signifikanten Beitrag" leisten, berichtete das "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe). Goldman und KKR hatten den weltweit zweitgrößten Stapler- Hersteller Ende 2006 für vier Milliarden Euro von Linde gekauft.

19.10 Uhr: Der Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, hat vor übertriebenem Konjunkturoptimismus gewarnt. Den Finanzmärkten und Unternehmen gehe es inzwischen zwar wieder besser, sagte Strauss-Kahn im französischen Fernsehen. Aber 2009 werde trotzdem ein schlechtes Jahr für die Weltwirtschaft sein. "Wir haben erst die Hälfte hinter uns, der Rest des Jahres wird nicht gut." Der langsam zu erkennende Aufschwung werde erst 2010 wirklich zu spüren sein.

Der IWF gab zudem bekannt, seine Kredithilfen für arme Länder als Konsequenz aus der Weltwirtschaftskrise drastisch auszuweiten. Bis zum Jahr 2014 seien rund 17 Milliarden Dollar an Darlehen für diese Staaten vorgesehen, teilte der mit. Zwischen 2006 und 2008 seien im Durchschnitt pro Jahr lediglich eine Milliarde Dollar an Krediten an arme Länder geflossen. Ein Großteil der Gelder solle an afrikanische Staaten südlich der Sahara gehen.

18.15 Uhr: Vorstand und Aufsichtsrat von Escada  haben drauflegen müssen, um die eigenen Anleihengläubiger von dem Umtausch ihrer Bonds zu überzeugen; der Tausch war nötig geworden, weil Escada durch die Wirtschaftskrise in Schwierigkeiten geraten ist. Die Gesellschafter stellen den Anleihengläubigern zwei Millionen Escada-Aktien zusätzlich zur Verfügung, damit die auf das Restrukturierungskonzept eingehen.

17.39 Uhr: Positiv aufgenommene Geschäftszahlen von Dax-Größen wie Daimler  oder Bayer  haben dem deutschen Aktienmarkt Auftrieb gegeben. Der Dax  beendete den Xetra-Handel 1,9 Prozent höher bei 5270,32 Punkten und machte damit seinen Vortagesverlust wieder wett.

16.50 Uhr: Die Luxusgüterbranche wird von der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise stark in Mitleidenschaft gezogen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Markenverbandes und der Wirtschaftsberatungsgesellschaft KPMG. "Luxus ist eben nicht krisenresistent", erklärte Martin Ruppmann, Geschäftsführer der Markenartikel Service GmbH. Zwar sei ein Viertel der deutschen Konsumenten für Luxus zu haben. "Das ist aber einfach zu wenig, damit die Branche die Krise unbeschadet übersteht."

Krise erwischt Leipziger Energiebörse EEX

16.15 Uhr: Die Porsche Holding erwartet im Geschäftsjahr 2008/2009 (31. Juli) einen Vorsteuerverlust von bis zu fünf Milliarden Euro. Wie Porsche nach einer Aufsichtsratssitzung mitteilte, ist dies eine Folge des geplanten Verkaufs von Optionen auf VW-Aktien, bei denen ein erheblicher buchmäßiger Veräußerungsverlust zu erwarten sei. Weitere Ergebnisbelastungen würden sich als Folgewirkung der erstmaligen Vollkonsolidierung des Volkswagen-Konzerns ergeben.

15.55 Uhr: Die Stadt Mailand will unter anderem die Deutsche Bank wegen Betrugsverdachts vor Gericht bringen. Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Mittwoch berichtete, seien die Ermittlungen gegen zwölf Bankmanager von insgesamt vier ausländischen Bankinstituten und zwei frühere Mitarbeiter der Mailänder Stadtverwaltung nun abgeschlossen. Zu den Instituten gehören neben der Deutschen Bank auch die Depfa, die US-Investmentbank JP Morgan und die Schweizer UBS.

Die Geldinstitute sollen die Stadt bei der Neuverhandlung der Schulden angeblich falsch beraten und rund 100 Millionen Euro unrechtmäßig verdient haben. Ihnen wird unter anderem vorgeworfen, die norditalienische Metropole über Risiken von Finanzprodukten nicht informiert und fälschliche Einsparungen angekündigt zu haben.

15.35 Uhr: An der Wall Street tendiert der Dow Jones zur Eröffnung knapp unter dem Vortagesschluss von 9096 Zählern. Die Aktie von Microsoft  legt knapp 2 Prozent zu, nachdem das Unternehmen eine Kooperation mit Yahoo bekannt gegeben hat. Aktien von Yahoo geben dagegen deutlich nach. Der Dax tendiert weiterhin klar im Plus.

14.40 Uhr: In den USA sind die Auftragseingänge für langlebige Güter im Juni überraschend deutlich gesunken. Auf Monatssicht seien die Aufträge um 2,5 Prozent zurückgegangen, teilte das Handelsministerium am Mittwoch in Washington mit. Volkswirte hatten nur mit einem Rückgang um 0,6 Prozent gerechnet. Ohne Berücksichtigung der schwankungsanfälligen Transportgüter legte der Auftragseingang im Juni zu. In dieser Abgrenzung stiegen die Aufträge um 1,1 Prozent.

14.30 Uhr: Der Dax  baut seine Gewinne auf 2,2 Prozent aus und notiert nur noch knapp unter der Marke von 5300 Zählern. Sollte der Index oberhalb dieser Marke aus dem Handel gehen, wäre es der höchste Schlussstand im laufenden Jahr.

13.38 Uhr: Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat nun auch die Leipziger Energiebörse EEX erwischt. Für das erste Halbjahr 2009 registrierte die einzige deutsche Börse für Energieprodukte Rückgänge bei Handelsvolumina sowie Umsatz und Gewinn. Der Ausfall von Finanzinstituten im Termingeschäft konnte durch den verstärkten Einstieg von Energieunternehmen nicht kompensiert werden, sagte EEX-Chef Hans-Bernd Menzel.

Verbraucherpreise sinken überraschend deutlich

13.28 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) rechnet mit einem Abschluss des Opel-Verkaufs im Herbst. "Die abschließende Unterzeichnung des Vertrags war seit langem für den Herbst geplant, nur das vorläufige sogenannte Signing des Vertrages soll noch im Sommer stattfinden", sagte die Kanzlerin dem Automagazin "auto motor und sport" laut Vorabmeldung von Mittwoch. Im Rennen um Opel sind noch der österreichisch-kanadische Autozulieferer Magna und der Finanzinvestor RHJ.

12.30 Uhr: Der Autokonzern Daimler  hat im zweiten Quartal nach eigenen Angaben einen Milliardenverlust eingefahren. Wie der Autobauer in Stuttgart mitteilte, sackte das Quartalsergebnis unter dem Strich von plus 1,4 Milliarden auf minus 1,06 Milliarden Euro ab. Das operative Ergebnis ging von plus 2,05 Milliarden Euro im Vorjahr auf einen Fehlbetrag von 1,0 Milliarden Euro zurück. Der Umsatz lag bei 19,6 Milliarden nach 26 Milliarden Euro im zweiten Quartal 2008. Da Analysten einen noch höheren Verlust erwartet hatten, legte die Aktie nach Vorlage der Zahlen deutlich zu und trieb den Dax auf ein neues Tageshoch.

12.20 Uhr: Die Verbraucherpreise sind nach ersten Daten aus den Bundesländern im Juli überraschend deutlich gefallen. Sie sanken in Brandenburg, Baden-Württemberg und Sachsen um jeweils 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Eine deutschlandweite Schätzung will das Statistische Bundesamt am Nachmittag veröffentlichen. Experten rechnen mit einem Minus von 0,3 Prozent. Das wäre der erste Rückgang seit 1987. "Damals wie heute sorgte ein massiver Verfall der Weltmarktpreise für Rohöl für derart stark sinkende Heizöl- und Kraftstoffpreise, dass die Inflationsrate ein negatives Vorzeichen annahm", schrieben die Statistiker.

12.10 Uhr: Der japanische Autobauer Nissan bleibt wegen der Wirtschaftskrise in den roten Zahlen. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2009/10 fiel ein Verlust von 16,5 Milliarden Yen (120 Millionen Euro) an, wie Nissan am Mittwoch in Tokio mitteilte. Im Vorjahreszeitraum konnte der Renault-Partner noch einen Gewinn von 400 Millionen Euro verbuchen.

11.15 Uhr: Die BayernLB hat sich im ersten Halbjahr 2009 trotz neuer Sonderlasten stabilisiert. Bis Juni seien bereits 90 Prozent der erwarteten Kosten für den Konzernumbau in diesem Jahr verbucht worden, sagte Vorstandschef Michael Kemmer am Mittwoch im Bayerischen Landtag. Zahlen nannte er nicht. Trotz der Belastungen habe Deutschlands zweitgrößte Landesbank wieder schwarze Zahlen geschrieben, nach einem Verlust von gut fünf Milliarden Euro im gesamten Jahr 2008.

Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) hat gleichzeitig Befürchtungen der SPD vor neuen Milliardenrisiken bei der Landesbank klar zurückgewiesen. "Es gibt keine neuen Risiken, und es wurden auch keine alten Risiken erst jetzt entdeckt", sagte Fahrenschon, der Chef des BayernLB-Verwaltungsrats ist, am Mittwoch in einer Sondersitzung des Landtags in München.

Seehofer gegen Boni für BayernLB-Manager

10.30 Uhr: Die spanische Großbank Santander hat sich im ersten Halbjahr 2009 unerwartet gut geschlagen. Der Gewinn der größten Bank der Eurozone ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwar um 4,5 Prozent auf 4,52 Milliarden Euro zurück, wie das Institut am Mittwoch mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten jedoch mit einem noch stärkeren Rückgang gerechnet. Die auf Privat- und Firmenkunden spezialisierte Bank kämpft wegen der Wirtschaftskrise mit einer steigenden Risikovorsorge für faule Kredite.

10.10 Uhr: Der Dax  baut seine Gewinne weiter aus. Zuletzt notierte der Index mit 1,6 Prozent im Plus bei 5255 Punkten. Vor allem Bayer und SAP standen nach Quartalszahlen im Blickpunkt: Die Aktie von Bayer zog deutlich an. Im Laufe des Tages werden auch die Quartalsergebnisse von Daimler  erwartet.

09.05 Uhr: Der Dax  startet mit leichten Gewinnen in den Handel und erobert die Marke von 5200 Punkten zurück. Gewinne bei Bayer und Daimler stützen den Index.

8.40 Uhr: Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) lehnt Bonuszahlungen für Mitarbeiter der BayernLB für dieses Jahr kategorisch ab. "Das ist keine gute Idee", sagte Seehofer am Mittwoch in München. "Es gibt auf keinen Fall Boni." Am Dienstag war bekannt geworden, dass BayernLB-Vorstandschef Michael Kemmer nach dem Milliardenverlust im vergangenen Jahr für 2009 bereits wieder Bonuszahlungen an verdiente Mitarbeiter erwägt.

8.40 Uhr: Dank niedriger Inflation spüren die Deutschen ihre Lohnerhöhungen nach vielen mageren Jahren auch wieder im Geldbeutel. Die Tarifverdienste lagen hierzulande im April im Schnitt um 2,8 Prozent höher als ein Jahr zuvor, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit. Die Verbraucherpreise stiegen in dieser Zeit nur um 0,7 Prozent.

In den vergangenen Jahren waren Lohnerhöhungen oft von der Inflation aufgefressen worden. Laut Statistikamt stiegen in dem Zeitraum die Löhne besonders stark im öffentlichen Dienst, wo es ein Plus von 3,3 Prozent gab. Geringer fiel das Lohnplus unter anderem bei Hotels- und Gaststätten mit 1,5 Prozent und auf dem Bau mit 1,7 Prozent aus.

Verluste am Rentenmarkt

8.16 Uhr: Am deutschen Rentenmarkt hat es am Mittwoch zum Handelsstart leichte Verluste gegeben. Der richtungweisende Euro-Bund-Future sank im frühen Handel um 0,14 Prozent auf 120,60 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 3,416 Prozent.

8.10 Uhr: Europas zweitgrößter Autobauer PSA Peugeot Citroën  ist wegen der weltweiten Absatzkrise im ersten Halbjahr tief in die roten Zahlen gerutscht. Der Umsatz brach um mehr als ein Fünftel ein, wie das Unternehmen am Mittwoch in Paris mitteilte. Für das Gesamtjahr werde unverändert ein operativer Verlust von ein bis zwei Milliarden Euro erwartet.

Nach den ersten sechs Monaten verbuchte der Autobauer ein operatives Minus von 1,33 Milliarden Euro nach einem Plus von 1,03 Milliarden im Vorjahr. Unterm Strich stand ein Minus von 962 Millionen im Vergleich zu einem Gewinn von 733 Millionen zuvor. Der Umsatz brach um knapp 22 Prozent auf 23,5 Milliarden Euro ein.

8.02 Uhr: EZB-Vizepräsident Lucas Papademos sieht für den Abzug der derzeit von der Zentralbank bereitgestellten Liquidität keine Eile. "Basierend auf den derzeit verfügbaren Informationen und unserer jüngsten Analyse gibt es keine Veranlassung, unmittelbar den Abzug von Liquidität ins Auge zu fassen", sagte er in einem Interview mit dem "Handelsblatt".

Infineon erwartet höhere Abschreibungen

7.46 Uhr: Der Lebensmittelkonzern Nestle plant im August ein weiteres Aktienrückkaufprogramm über zehn Milliarden Franken. Wie der Konzern am Mittwoch mitteilte, ist der erste Teil des insgesamt über 25 Milliarden Franken laufende Aktienrückkauf-Programm abgeschlossen.

7.45 Uhr: Der Konzernumbau kommt dem Halbleiterkonzern Infineon  teuerer zu stehen als bislang erwartet. Die Abschreibungen für das Geschäftsjahr 2009 dürften die frühere Einschätzung von 500 Millionen Euro übertreffen, teilte das Unternehmen am Mittwoch bei der Veröffentlichung seiner Geschäftszahlen für das dritte Geschäftsquartal mit.

7.43 Uhr: Der weltgrößte Stahlhersteller Arcelor Mittal  hat wegen der Wirtschaftskrise auch im zweiten Quartal einen Verlust verbucht. Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von knapp 800 Millionen Dollar, wie das Unternehmen am Mittwoch in Luxemburg mitteilte. Das war allerdings besser als in den ersten drei Monaten, als der Konzern einen Verlust von knapp 1,1 Milliarden Dollar hinnehmen musste.

7.32 Uhr: In Japan ist der Einzelhandelsumsatz im Juni stärker zurückgegangen als erwartet. Im Vergleich zum Vorjahr sei der Umsatz um 3,0 Prozent gefallen, teilte die japanische Regierung am Mittwoch in Tokio mit.

7.16 Uhr: Die Ölpreise sind am Mittwoch gefallen. Im asiatischen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im September 66,67 Dollar - das sind 56 Cent weniger als am Vortag. Ein Fass Rohöl der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 69,59 Dollar und damit 38 Cent weniger als am Vortag.

4.45 Uhr: Der Energiekonzern Vattenfall verkauft seine Anteile an Berlins größtem Gasversorger Gasag. Vattenfall Europe bestätigte Informationen der "Berliner Zeitung", denen zufolge der Verkaufsprozess eingeleitet wurde. "Wir haben damit begonnen, potenzielle Bieter anzusprechen, was unsere Anteile an der Gasag angeht", sagte ein Vattenfall-Sprecher.

Tokios Börse tendiert freundlich

4.41 Uhr: Die Aktienbörse in Tokio hat am Mittwochvormittag freundlich tendiert. Der Nikkei  stieg bis zur Handelsmitte um 17,65 Punkte oder 0,17 Prozent auf den Zwischenstand von 10.105 Punkten. Der breit gefasste Topix  notierte zu diesem Zeitpunkt unverändert bei 930 Zählern.

4.30 Uhr: Der US-Autobauer General Motors  (GM) hat auch an dem verbesserten Angebot des kanadisch-österreichischen Zulieferers Magna  für Opel Vorbehalte geäußert. Es gebe Teile in dem Angebot, die so nicht umsetzbar seien, schrieb GM- Verhandlungsführer John Smith am Dienstag in einem Blog des Konzerns im Internet. Grundsätzlich sehe man die Entscheidung über einen Investor für die bisherige deutsche Tochter weiter als offen an.

4.16 Uhr: Der Euro  hat sich am Mittwoch im frühen asiatischen Handel kaum verändert präsentiert. Die europäische Gemeinschaftswährung legte in Tokio etwas zu auf 1,4182 Dollar nach 1,4172 Dollar im späten New Yorker Handel. Damit blieb der Euro unter seinem Acht-Wochen-Hoch, das er am Dienstag bei 1,4305 Dollar erreicht hatte. Zum Yen tendierte der Euro bei 133,97 Yen. Im Vergleich zum Dollar lag die japanische Währung bei 94,46 Dollar.

1.05 Uhr: Zahlreiche Aktionäre der Hypo Real Estate  (HRE) wollen einem Zeitungsbericht zufolge in einem Musterprozess mindestens 200 Millionen Euro Schadenersatz einklagen. Wie die "Süddeutsche Zeitung" vorab berichtete, soll der frühere HRE-Vorstand Risiken verschwiegen haben. Hinter der Massenklage stünden Fonds mit Tausenden Anlegern.

0.31 Uhr: Der Betriebsrat von Porsche  will das umstrittene VW-Gesetz in vollem Umfang auch auf den Sportwagenhersteller übertragen sehen. "Das VW-Gesetz soll auf alle Standorte des Konzerns angewandt werden - also künftig auch auf die Standorte der Porsche AG", heißt es laut "Stuttgarter Zeitung" in einer Resolution, die der Betriebsrat einstimmig beschlossen habe.

0.20 Uhr: Volkswagen-Vorstandschef Martin Winterkorn geht von schwierigen Verhandlungen bei der geplanten Übernahme von Porsche aus. Der "Bild"-Zeitung sagte Winterkorn: "Es stimmt, dass vor uns noch ein steiniger Weg liegt. Dafür sind noch zu viele sachlich schwierige Themen zu klären. Wenn ich aber die Menschen betrachte, die jetzt am Tisch sitzen, dann wollen alle die angestrebte Grundsatzvereinbarung bis zum 13. August."

manager-magazin.de mit Material der Nachrichtenagenturen

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