Absatz VW verkauft mehr Autos in China als in Deutschland

Mit neuen Absatzzahlen untermauert der Volkswagen-Konzern seine gute Position auf dem Weltmarkt. Dabei kann die Kernmarke VW ihren Weltmarktanteil auf 8,0 Prozent ausbauen. Erstmals verkauft Volkswagen auch mehr Autos in China als auf dem deutschen Heimatmarkt.

Hamburg - Volkswagen  hat im ersten Halbjahr erstmals mehr Autos in China als in Deutschland verkauft. Der Konzern lieferte nach Angaben vom Freitag 652.000 Fahrzeuge an Kunden im Reich der Mitte aus, ein Plus von 22,7 Prozent. Auf ihrem Heimatmarkt schlugen die Wolfsburger im gleichen Zeitraum knapp 632.000 Pkw und Transporter los, ein Zuwachs von 18,3 Prozent.

Europas größter Autobauer profitiert wegen seiner Kleinwagenmodelle wie kaum ein anderer von staatlichen Kaufanreizen in Deutschland und China.

Weltweit sank der Absatz des Konzerns mit seinen sieben Pkw-Marken VW, Audi, Seat, Skoda, Bentley, Bugatti, Lamborghini und der VW-Nutzfahrzeugsparte in der ersten Jahreshälfte um 5 Prozent. Grund dafür war unter anderem ein Absatzrückgang in der wichtigsten Region Europa um 11,7 Prozent auf rund 1,7 Millionen Fahrzeuge. Damit schlug sich Volkswagen allerdings besser als die Wettbewerber, deren Absatz im Schnitt um 18,4 Prozent schrumpfte.

In Brasilien, dem dritten großen Einzelmarkt der Welt, steigerte der Wolfsburger Konzern den Absatz um 6 Prozent auf 335.700 Stück, während der Markt um 3,7 Prozent wuchs.

Kernmarke VW steigert Absatz weltweit um 2,2 Prozent

Auch bei der Marke VW ließen Zuwächse in Deutschland, Brasilien und China den Absatz steigen. Weltweit verkaufte die Kernmarke seit Jahresbeginn 1,949 Millionen Pkw, 2,2 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Der Marktanteil erhöhte sich um 1,7 Prozentpunkte auf 8,0 Prozent. Auch Audi, Skoda und Seat hätten sich besser geschlagen als der Gesamtmarkt, hieß es.

Ingesamt lieferte der Konzern dank der weltweit in immer mehr Ländern gewährten staatlichen Abwrackprämien im Juni mit knapp 610.000 Fahrzeugen 6,5 Prozent mehr aus. Der Pkw-Weltmarktanteil von Europas größtem Autohersteller kletterte von Januar bis Juni auf 12,0 (Vorjahreszeitraum: 9,9) Prozent.

Der vor der Eingliederung der Sportwagenmarke Porsche  stehende Konzern will den japanischen Konkurrenten Toyota in den nächsten Jahren als Weltmarktführer ablösen.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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