Dienstag, 23. Juli 2019

Krisenticker Daimler kürzt Gehalt bei Töchtern

Mitarbeiter von Daimler-Töchtern sollen für die gleiche Arbeit deutlich weniger Geld erhalten. Die Kosten für die Bekämpfung der Wirtschaftskrise könnten sich für Amerikas Bürger auf umgerechnet 16,8 Billionen Euro summieren. Und Großbritanniens Staatsschulden erreichen einen Negativrekord. Verfolgen Sie den Krisenticker von manager-magazin.de.

22.20 Uhr: Die weltgrößte Kaffeehauskette Starbucks macht auf ihrem Sanierungskurs Fortschritte und ist wieder deutlich in den schwarzen Zahlen. Der US-Konzern verdiente im Ende Juni abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal knapp 152 Millionen Dollar (107 Millionen Euro). Ein Jahr zuvor war noch ein Verlust von knapp sieben Millionen Dollar angefallen.

22.04 Uhr: Der New Yorker Aktienmarkt hat fester geschlossen. Der Dow-Jones-Index Börsen-Chart zeigen der Standardwerte notierte zum Handelsschluss mit einem Plus von 0,77 Prozent bei 8916 Punkten.

21.40 Uhr: Wieder haben französische Arbeiter Manager aus Protest eingesperrt: Am Dienstagabend hinderten rund 50 Mitarbeiter des Reifenherstellers Michelin Börsen-Chart zeigen im Werk Montceau-les-Mines in der Region Saône-et-Loire vier Manager - darunter den Werksleiter - daran, die Fabrik zu verlassen, wie eine Unternehmenssprecherin der Nachrichtenagentur AFP sagte. Damit wollten die Angestellten gegen die Behandlung eines befristet eingestellten Kollegen protestieren.

20.50 Uhr: Der deutsche Fiskus könnte durch eine stärkere Besteuerung von Vermögen nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) rund 25 Milliarden Euro mehr im Jahr einnehmen. Das berichtet die "Financial Times Deutschland" (FTD) unter Berufung auf eine noch unveröffentlichte DIW-Studie. Um dieses Mehraufkommen zu erreichen, müsste die Regierung die Belastung von Vermögen auf das Durchschnittsniveau der EU-Länder und der wichtigsten Industrieländer der Welt anheben, heißt es in dem Blatt (Mittwochausgabe). Das DIW empfehle eine deutliche Erhöhung der Grundsteuer und eine Wiederbelebung der Vermögensteuer, die seit 1997 nicht mehr erhoben wird, weil sie in der alten Ausgestaltung verfassungswidrig war.

20.40 Uhr: Die deutsche Industrie steuert trotz erster positiver Konjunktursignale offenbar auf eine Phase harter Einschnitte zu. "Viele Betriebe rutschen inzwischen von der Konjunkturkrise in eine Strukturkrise", sagte Martin Kannegiesser, Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, dem "Handelsblatt" (Mittwochausgabe). Damit wachse der Druck auf die Unternehmen, mit Anpassungen bei Personalkosten und Beschäftigung zu reagieren, warnte Kannegiesser.

20.25 Uhr: Mitarbeiter von Daimler-Tochtergesellschaften erhalten einem Zeitungsbericht zufolge vom kommenden Monat an für die gleiche Arbeit deutlich weniger Geld. Laut der "Stuttgarter Zeitung" (Mittwochausgabe) gilt dies etwa für die IT-Tochter Protics des Stuttgarter Autokonzerns. Anders als im Falle des Ende April abgeschlossenen Daimler-Sparpakets sei die Gehaltskürzung bei der Tochter aber nicht mit einer kürzeren Arbeitszeit verbunden.

20.17 Uhr: Die wichtigsten deutschen Aktienindizes haben im späten Parketthandel einen Teil ihrer Gewinne abgegeben. Als Auslöser für die bröckelnden Kurse wurden vor allem Aussagen des US-Notenbankchefs Ben Bernanke zur Arbeitsmarktentwicklung in den Vereinigten Staaten gesehen. Der L-Dax schloss bei 5065,89 Zählern, nachdem der Leitindex Dax im elektronischen Geschäft um 1,27 Prozent auf 5093,97 Zähler gestiegen war.

Gigantische Rechnung: US-Bürger müssen mit immensen Kosten für die Bekämpfung der Wirtschaftskrise rechnen
19.40 Uhr: Die Lage der US-Zulieferer bleibt nach Einschätzung des zukünftigen Autobeauftragten von Präsident Barack Obama angespannt. Die Restrukturierung von General Motors Börsen-Chart zeigenund Chrysler unter Gläubigerschutz habe den Zulieferern zwar den Zugriff auf die Kreditmärkte erleichtert, sagte Ron Bloom, der künftig die Auto-Task-Force der Regierung leiten soll. Der Branche stünden aber noch weitere Belastungen bevor. Daher behalte die Task-Force die Lage in dem Sektor genau im Blick, sagte Bloom weiter.

18.30 Uhr: Die Kosten für Maßnahmen gegen die Finanz- und Wirtschaftskrise könnten sich für die US-Steuerzahler zu einer Rechnung von umgerechnet 16,8 Billionen Euro steigern. Darin enthalten seien 700 Milliarden Dollar für das Staatspaket zur Bankenrettung, sagte der zuständige Sonderbeauftragte Neil Barofsky vor einem Kongressausschuss. Seine Berechnungen beinhalteten allerdings nicht nur geleistete Zahlungen, sondern jede Variante von tatsächlichen und in Aussicht gestellten Staatshilfen.

© manager magazin 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung