Montag, 9. Dezember 2019

Krisenticker Daimler kürzt Gehalt bei Töchtern

4. Teil: Defizit der Arbeitslosenversicherung wächst rasant

12.30 Uhr: Für die 2600 Beschäftigten der insolventen Warenhauskette Hertie wird es kein Geld aus dem Sozialplan geben. "Nach der Freistellung bekommen die Leute gar nichts", sagte Hertie- Betriebsratsvorsitzender Bernd Horn am Dienstag in Essen. Ihre Kündigungen sollen die Hertie-Mitarbeiter bis Mitte dieser Woche erhalten. Mit ersten unbezahlten Freistellungen sei bereits in knapp zwei Wochen zu rechnen.

11.19 Uhr: Das Finanzierungsdefizit der Arbeitslosenversicherung ist im ersten Quartal 2009 deutlich gewachsen. Das Minus kletterte im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 1,5 Milliarden Euro auf 4,1 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte.

Weil der Beitragssatz zum 1. Januar 2009 um 0,5 Prozentpunkte auf 2,8 Prozent sank und sich gleichzeitig der konjunkturelle Abschwung zunehmend aus den Arbeitsmarkt auswirkte, schrumpften die Einnahmen der Bundesagentur für Arbeit (einschließlich Versorgungsfonds) kräftig um 27,9 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro. Dies konnte auch durch einen Rückgang der Ausgaben um 8,6 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro nicht ausgeglichen werden. Nimmt man Renten-, Kranken-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung zusammen, lag das Finanzierungsdefizit mit 4,2 Milliarden Euro allerdings rund ein Fünftel niedriger als noch im ersten Quartal 2008.

11.00 Uhr: Nach Einschätzung der Unicredit-Tochter HypoVereinsbank (HVB) könnte es in den kommenden Monaten zunehmend zu Kreditengpässen kommen. Vor allem größere Unternehmenskredite, Exportfinanzierungen in bestimmte Länder sowie Immobilientransaktionen könnten davon betroffen sein, sagte HVB-Firmenkundenvorstandstand Diederichs dem Wirtschaftsmagazin "Capital".

10.45 Uhr: Der Dax Börsen-Chart zeigen baut seine Gewinne aus. Kurz vor 11.00 Uhr notiert der Leitindex 0,64 Prozent höher bei 5063 Punkten.

11.40 Uhr: Der Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, hat einen Finanzkollaps den Bundesstaats offensichtlich abgewendet. Nach Angaben der "Los Angeles Times" vom Montagabend (Ortszeit) haben sich Schwarzenegger und führende Parlamentarier nach wochenlangen Beratungen auf Maßnahmen zum Stopfen des Haushaltslochs in Höhe von 26,3 Milliarden Dollar geeinigt. Dies solle durch tiefgreifende Einschnitte bei den Ausgaben erfolgen, aber ohne Steuererhöhungen. Am Donnerstag sollten die Abgeordneten über das Maßnahmenpaket abstimmen.

09.07 Uhr: Der Dax Börsen-Chart zeigen ist mit leichten Gewinnen in den Handel gestartet. Wenige Minuten nach Börseneröffnung notierte der Leitindex 0,04 Prozent höher bei 5032 Punkten.

08.51 Uhr: Der größte französische Autozulieferer Faurecia ist von der weltweiten Absatzkrise auf dem Fahrzeugmarkt voll erwischt worden. Im ersten Halbjahr 2009 verbuchte das Unternehmen einen Nettoverlust von 364,6 Millionen Euro. Der Umsatz brach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 33,6 Prozent auf 4,38 Milliarden Euro ein, bestätigte Faurecia. Für das zweite Halbjahr erwartet das zum größten Teil PSA gehörende Unternehmen nur eine leichte Verbesserung.

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