Krisenticker 23 Billionen Dollar gegen die Krise

Die US-Regierung schätzt die Kosten für Konjunkturmaßnahmen auf 23 Billionen Dollar. Gazprom rechnet im ersten Quartal mit einer Halbierung des operativen Gewinns. Das US-Konjunkturbarometer steigt im Juni stärker als erwartet. Verfolgen Sie den Krisenticker auf manager-magazin.de.

22.04 Uhr: Der New Yorker Aktienmarkt hat deutlich fester geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsschluss mit einem Plus von 1,19 Prozent bei 8848 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 951 Punkten, einem Plus von 1,14 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 1,2 Prozent und ging mit 1909 Punkten aus dem Handel.

21.30 Uhr: Die Ausgaben der US-Regierung zur Stabilisierung des Finanzsektors und zur Belebung der Konjunktur könnten sich bis auf über 23 Billionen Dollar (über 16 Billionen Euro) summieren. Die staatlichen Maßnahmen seien von "beispielloser Größe, Reichweite und Komplexität", erklärte der Generalinspektor der US-Regierung für das Bankenrettungsprogramm Tarp, Neil Barofsky, in einer Stellungnahme für den US-Kongress. Insgesamt könnten die Kosten seinen Berechnungen zufolge 23,7 Billionen Dollar betragen - in Zahlen: 23.700.000.000.000 Dollar.

21.10 Uhr: Der Autozulieferer Continental will sich einem Zeitungsbericht zufolge mit einer milliardenschweren Kapitalerhöhung Luft verschaffen. Wie die "Financial Times Deutschland" vorab aus ihrer Dienstagausgabe berichtet, will Conti-Chef Thomas Neumann dem Aufsichtsrat Ende Juli mit seinen Strategiekonzepten auch Pläne für eine Kapitalerhöhung vorlegen. Der Konzern wolle etwa eine Milliarde Euro Eigenkapital hereinholen, zitierte die Zeitung Finanzkreise.

20.30 Uhr: Russlands Gas-Monopolist Gazprom  rechnet für das erste Quartal mit einer Halbierung des operativen Gewinns. Der Ebitda-Rückgang werde in etwa so hoch ausfallen wie bei der Öl-Tochter Gazprom Neft, wo das Minus 56 Prozent betrug, teilte der Konzern mit. Gazprom betonte aber, es gebe keinen direkten Zusammenhang zwischen den Ergebnissen. Der Öl-Tochter machten zu Jahresbeginn vor allem die niedrigeren Ölpreise und die schleppende Nachfrage zu schaffen.

20.12 Uhr: Angetrieben von Gewinnen an den US-Börsen haben die deutschen Aktien am Montag im späten Parketthandel mehrheitlich leicht zugelegt. Der L-Dax schloss bei 5032,35 Zählern, nachdem der Leitindex Dax auf Xetra bereits um 1,04 Prozent auf 5030,15 Zähler geklettert war.

19.04 Uhr: Das US-Finanzministerium hat ein düsteres Bild für den Arbeitsmarkt gezeichnet. In den kommenden Monaten stünden ihm noch große Herausforderungen bevor, warnte der für Wirtschaftspolitik im Ministerium zuständige Staatssekretär Alan Krueger. Dafür machte er zwei Faktoren verantwortlich: Zum einen würden sich die Arbeitgeber wegen der ungewissen Wirtschaftslage bei Einstellungen zurückhalten; zum anderen werde das 787 Milliarden Dollar schwere Konjunkturprogramm erst in einigen Monaten positiv auf den Stellenmarkt wirken.

17.38 Uhr: Hoffnungen auf eine Rettung der US-Mittelstandsbank CIT haben dem Dax einen weiteren Schub nach oben gegeben. Der deutsche Leitindex stieg um ein Prozent auf 5030 Punkte, womit er leicht unter dem zuvor zeitweise erreichten Fünf-Wochen-Hoch von 5063 Punkten lag.

17.00 Uhr: Das US-Konjunkturbarometer ist auch im Juni stärker als erwartet angestiegen. Der Index, der aus zehn wichtigen Wirtschaftsindikatoren besteht, kletterte um 0,7 Prozent, teilte das Conference Board, ein Institut der Privatwirtschaft, in New York mit. Damit ging es mit dem Index, der die Wirtschaftsaussichten für die nächsten drei bis sechs Monate ins Auge fasst, bereits im dritten Monat hintereinander aufwärts.

16.50 Uhr: Die EU-Kommission hat für die gezieltere Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen Änderungen am deutschen Staatshilfen-Schema genehmigt. Ziel sei es, in der Wirtschafts- und Finanzkrise den Zugang zu Finanzmitteln zu erleichtern, teilte die Behörde in Brüssel mit. Der Wettbewerb in der EU werde dadurch nicht verzerrt. Die Kommission hatte das deutsche "Kleinbeihilfen"-Schema bereits im Dezember 2008 grundsätzlich gebilligt.

16.15 Uhr: Die internationale Finanzkrise hat bei Banken rund um den Globus bislang zu Belastungen von mehr als 900 Milliarden Dollar geführt. Nach Expertenschätzungen könnten die Verluste bis 2010 eine Höhe von fast 2,5 Billionen Dollar erreichen.

15.43 Uhr: Die Gefahr einer Fabriksprengung durch erboste Beschäftigte im französischen Châtellerault ist vorerst gebannt. Die Mitarbeiter des insolventen Autoteile-Herstellers New Fabris entschieden in einer Versammlung am Montag, die Anfang Juli aufgestellten Gasflaschen bis auf weiteres weg zu räumen. Dies hatte Industrieminister Christian Estrosi als eine Voraussetzung für ein Gespräch zwischen der Regierung und den Beschäftigten genannt. Das Treffen solle nun am Mittwoch in Paris stattfinden, teilte Estrosi mit.

Deutschland fehlen 60.000 MINT-Fachkräfte

15.35 Uhr: Die Börse in New York zeigt sich zum Wochenstart stabil. Der dortige Aktienleitindex Dow Jones Industrial  wies zum Handelsbeginn 8746 Punkte auf. Das entspricht ungefähr dem Schlussstand von vergangenem Freitag. Etwas verbessert zeigt sich demgegenüber heute der Composite-Index  der Technologiebörse Nasdaq . Er legte 10 Zähler auf 1896 Stellen zu.

14.05 Uhr: Die Ölpreise sind weiter kräftig gestiegen. Zeitweise sprang der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) auf ein Tageshoch knapp unter 65 Dollar. Im frühen Handel kostete ein Fass 64,74 Dollar und damit 1,18 Dollar mehr als am Freitag.

13.45 Uhr: Auch in der Wirtschaftskrise werden Fachkräfte dringend gesucht. Gegenwärtig fehlen in Deutschland mehr als 60.000 in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Spätestens nach dem Ende des konjunkturellen Abschwungs werde diese Lücke noch größer, sagte der Geschäftsführer des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln, Hans-Peter Klös, laut Mitteilung.

13.01 Uhr: Die Fondsgesellschaft Union Investment hat im ersten Halbjahr 2009 ein allmählich zurückkehrendes Anlegervertrauen verzeichnet. Rund 3,8 Milliarden Euro seien von Januar bis Juni neu eingesammelt worden, teilte der Vermögensverwalter der Volks- und Raiffeisenbanken am Montag mit.Im Finanzkrisenjahr 2008 hatten Investoren fast sieben Milliarden Euro abgezogen, die Gesellschaft hatte die Liquidität mehrerer Fonds sogar durch Rückkäufe von Anteilen auf den eigenen Bestand und die Aufnahme von Krediten sichern müssen.

12.39 Uhr: Die Rezession in Deutschland hat sich laut Bundesbank im zweiten Quartal deutlich abgeschwächt.Im ersten Quartal war das Bruttoinlandsprodukt um 3,8 Prozent geschrumpft. Das Statistische Bundesamt will die Zahlen für das zweite Vierteljahr am 13. August vorlegen. Von April bis Juni sei die Wirtschaftsleistung verglichen mit dem Vorquartal "nur noch leicht zurückgegangen", heißt es in dem am Montag veröffentlichten Monatsbericht. Abwrackprämie, niedrige Inflation und Steuerentlastungen kurbelten demnach den privaten Konsum an. Auch Außenhandel und Bauausgaben hätten die Konjunktur gestützt. Dagegen investierten die Unternehmen wegen der schlechten Auftragslage erneut weniger.

12.25 Uhr: Der US-Finanzinvestor KKR kommt seinem seit zwei Jahren geplanten Börsengang ein Stück näher . Der Schritt aufs Parkett soll indirekt über die Fusion mit einer bereits börsennotierten Fondstochter erfolgen. Deren Verwaltungsratsmitglieder sprachen sich für die Fusion aus, wie KKR am Montag mitteilte. KKR (Kohlberg Kravis Roberts & Co) zählt zu den größten privaten Beteiligungsgesellschaften und wollte erstmals 2007 an die Börse gehen, legte die Pläne aber wegen der Kreditkrise auf Eis. Der Finanzinvestor will die Transaktion bis zum 1. Oktober abschließen.

11.11 Uhr: Die Europäische Zentralbank hat mit ihren Pfandbrief-Käufen die Marke von einer Milliarde Euro übertroffen. Im Juli sind Pfandbriefe und andere Covered Bonds im Volumen von insgesamt 1,08 Milliarden Euro erworben worden, wie die EZB am Montag mitteilte. Die Zentralbank will binnen eines Jahres besicherte Anleihen von bis zu 60 Milliarden Euro kaufen. Mit dem frischen Geld soll die Refinanzierung des Bankensystems erleichtert und der in der Krise zeitweise hart getroffene Markt für Pfandbriefe gestützt werden.

BayernLB schreibt im ersten Halbjahr schwarze Zahlen

10.44 Uhr: Die durch die Finanzkrise schwer in Mitleidenschaft gezogene Mittelstandsbank IKB  stellt sich auf noch härtere Zeiten ein. "Der Vorstand erwartet, dass die Rahmenbedingungen für das Kerngeschäft der Bank im weiteren Verlauf des Jahres 2009 und in 2010 noch schwieriger werden", hieß es in dem am Montag veröffentlichten Geschäftsbericht 2008/09. Die Düsseldorfer Bank, die nur durch Milliardenhilfen des Bundes und der staatlichen Förderbank KfW vor dem Untergang gerettet werden konnte, sei erheblichen Risiken durch Kreditausfälle und ihre angespannte Liquiditätssituation ausgesetzt.

10.43 Uhr: Der Autozulieferer Continental  drängt bei den Verhandlungen mit Großaktionär Schaeffler über die Zukunft der beiden hoch verschuldeten Konzerne auf eine baldige Lösung. "Continental braucht Entscheidungen, eine Strategie für die Zukunft und eine klare Perspektive", schrieb der Conti-Vorstand am Montag in einem Brief an die Mitarbeiter, der der Deutschen Presse-Agentur dpa vorliegt.

"Die Situation ist ausgesprochen komplex. Aber wir arbeiten mit Hochdruck an tragfähigen Konzepten." Vorstandschef Karl-Thomas Neumann will dem Conti-Aufsichtsrat am 30. Juli verschiedene Zukunftsszenaren präsentieren.

10.37 Uhr: Nach einem Milliardenverlust im vergangenen Jahr hat die BayernLB in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres schwarze Zahlen geschrieben. "Wir werden das erste Halbjahr 2009 mit einem positiven Ergebnis abschließen", sagte BayernLB-Chef Michael Kemmer am Montag in München laut Redetext. Diese Entwicklung lasse aber keine Rückschlüsse auf das Ergebnis für das gesamte Jahr zu, da die Wirtschaftskrise auch bei der BayernLB deutliche Spuren hinterlassen habe. Es sei absehbar, dass die Risikovorsorge für den Ausfall von Krediten im zweiten Halbjahr deutlich zunehmen werde.

10.07 Uhr: Aktien von Volkswagen  sind am Montag in der Spitze um rund 10 Prozent auf 227 Euro eingebrochen. Händler verwiesen mit dem Blick auf die nun erwartete Übernahme wesentlicher Anteile an Porsche auf ein ganzes Bündel von Belastungsfaktoren. Zum einen wird die Transaktion offenbar teurer als gedacht. Nach "Bild"-Informationen ist Porsche mit 14 Milliarden Euro verschuldet - bislang waren Branchenkenner von zehn Milliarden ausgegangen. Zum anderen könnte sich eine Entscheidung über den erwarteten Einstieg von Volkswagen bei Porsche bis Ende Juli hinziehen. Ein Händler sagte: "Das ist eine Enttäuschung." Zudem werde damit gerechnet, dass Porsche nun seine Beteiligung an VW zumindest teilweise auflösen muss, was wegen eines Aktienüberhangs auf VW-Aktien drücken könnte.

9.45 Uhr: Island stützt seine drei großen Banken mit einer Milliardenhilfe: Die im Herbst verstaatlichten Institute Islandsbanki, New Kaupthing und New Landsbanki bekommen 270 Milliarden Kronen (1,5 Milliarden Euro), wie die Regierung in Reykjavik am Montag mitteilte. Die Verhandlungen hätten sich über mehrere Wochen hingezogen, die Vereinbarung trete am 14. August in Kraft. Island hatte die drei von der Finanzkrise schwer getroffenen Banken im Oktober verstaatlicht und so vor dem Zusammenbruch bewahrt.

Baltikum bringt SEB ins Stolpern

9.26 Uhr: Die schwedische Großbank SEB hat wegen Abschreibungen im Osteuropa-Geschäft einen überraschend deutlichen Gewinnrückgang erlitten. Das Betriebsergebnis fiel im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 82 Prozent auf umgerechnet 56,1 Millionen Euro (618 Millionen Kronen), teilte das Geldhaus am Montag mit. Analysten waren im Schnitt von etwa 210 Millionen Euro ausgegangen. Die Bank machte für den Rückgang vor allem Abschreibungen von 209 Millionen Euro im Baltikum-Geschäft verantwortlich. Langfristig sehen die Schweden jedoch weiterhin Potenzial in der Region.

09.10 Uhr: Der italienische Besteckhersteller Sambonet kauft den insolventen Porzellanhersteller Rosenthal . Das teilte Rosenthal-Insolvenzverwalter Volker Böhm am Montag mit.

09.04 Uhr: Der Dax  ist am Montag mit Kursgewinnen gestartet. In den ersten Handelsminuten stieg der Leitindex um ein Prozent auf 5030 Zähler.

08.10 Uhr: Der renommierte US-Ökonom Robert Shiller hat vor einer langen Durststrecke für die amerikanische Wirtschaft gewarnt. "Ich denke, dass wir uns auf Jahre gefasst machen müssen, in denen die US-Konjunktur relativ schwach bleiben wird", sagte Schiller in einem Interview mit dem "Handelsblatt" (Montagausgabe). Es sei zwar möglich, dass die Rezession noch im Lauf des Jahres beendet werde. Allerdings könnte die US-Wirtschaft diesmal "vor einer besonders langsamen Erholung stehen oder vor einem Szenario, in dem einem kurzen Aufschwung gleich die nächste Rezession folgt", sagte der Professor an der Yale Universität.

08.12 Uhr: Rückläufige Erzeugerpreise signalisieren weitere Entspannung für die Verbraucherpreise. Im Juni gaben die Produzentenpreise binnen Monatsfrist überraschend um 0,1 Prozent nach, nachdem Volkswirte mit einem Anstieg um 0,5 Prozent gerechnet hatten. Im Jahresvergleich gingen die Erzeugerpreise im Juni um 4,6 Prozent zurück und damit so stark wie seit Dezember 1968 nicht mehr.

Diese Zahlen gab das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden bekannt. Die Erzeugerpreise beeinflussen die allgemeine Teuerung zwar nicht direkt, schlagen aber erfahrungsgemäß mit einiger Verzögerung teilweise auf die Verbraucherpreise durch.

07.59 Uhr: Die Bundesregierung sieht Nach einer Reihe von Hoffnungssignalen offenbar ein Ende des freien Falls der deutschen Wirtschaft. "Die Entwicklung der vorliegenden Wirtschaftsdaten stützt die Einschätzung, dass die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal günstiger ausgefallen sein könnte als bisher geschätzt", teilte das Bundesfinanzministerium am Montag in seinem Monatsbericht mit. Eine Reihe von Indikatoren deute darauf hin, dass die konjunkturelle Talfahrt in einigen Wirtschaftsbereichen bereits zum Stillstand gekommen sein könnte. Zu Jahresbeginn war die Wirtschaftsleistung um 3,8 Prozent eingebrochen - das war der stärkste Rückgang seit Einführung der Statistik 1970.

Konjunkturhoffnung

7.46 Uhr: Der Dax  dürfte Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Montag leicht im Plus starten. Am Freitag hatte der Leitindex 0,4 Prozent fester bei 4978 Punkten geschlossen und damit auf Wochensicht fast 9 Prozent zugelegt. Die US-Börsen hatten am Freitag nach durchwachsenen Quartalszahlen von US-Großunternehmen wie General Electric oder der Bank of America uneinheitlich geschlossen. Sie konnten allerdings nach Handelsschluss in Europa wieder etwas aufholen. Der Dow Jones  und Nasdaq Composite  drehten ins Plus und schlossen 0,4 Prozent beziehungsweise 0,1 Prozent höher.

7.09 Uhr: Der Gewinn des Speditions- und Logistikkonzerns Kühne + Nagel  ist eingebrochen. Das Schweizer Unternehmen wies am Montag einen Reingewinn von 258 Millionen Franken (170 Millionen Euro) für das erste Halbjahr 2009 aus. Das sind 16,2 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode und entspricht den Erwartungen der Finanzanalysten. Der Umsatz sank hingegen stärker als vorausgesagt, nämlich um 20,6 Prozent auf 8,498 Milliarden Franken (5,6 Milliarden Euro). Unter Ausklammerung der Wechselkursveränderungen machte die Umsatzeinbuße nur 12,3 Prozent aus.

6 Uhr: Die Bei dem Geschäft drohen mögliche Steuerzahlungen in Höhe von bis zu drei Milliarden Euro, berichtet die Zeitung. Es werde zwar nach Wegen gesucht, die Zahlungen an den Fiskus zu vermeiden. Gelinge dies aber nicht, sei der Deal hinfällig, schreibt die SZ unter Berufung auf Aufsichtsratskreisen von Porsche. Ein entsprechender Vorbehalt sei auch in der Grundlagenvereinbarung enthalten, die am Donnerstag von den Aufsichtsräten der beiden Autobauer verabschiedet werden soll.

6.28 Uhr: Die US-Regierung hat sich zuversichtlich über die Entwicklung der Konjunktur im zweiten Quartal geäußert. Das Bruttoinlandsprodukt werde besser als im ersten Quartal ausfallen, sagte der Haushaltsdirektor des Präsidialamts, Peter Orszag, am späten Sonntag dem Nachrichtensender CNN. Es gebe derzeit einige Zeichen für einen Aufschwung. Allerdings sei der Punkt noch nicht erreicht, wo es wieder anhaltendes Wirtschaftswachstum gebe. Orszag zufolge müsse vor allem an einer Rückführung der Arbeitslosigkeit gearbeitet werden. Das werde einige Zeit dauern. Nach Einschätzung der US-Notenbank Fed wird die Arbeitslosenquote in diesem Jahr in den USA auf zwischen 9,7 und 10,1 Prozent steigen. Noch im April war die Fed davon ausgegangen, dass die Marke von 10 Prozent nicht geknackt wird.

5 Uhr: Die Deutschen Post  erwartet im Briefversand nach einem Bericht der Zeitung "Die Welt" (Montag) einen Gewinn in Milliardenhöhe und will dennoch in dieser Sparte sparen. In den Planungen des Vorstands stehe für dieses Jahr ein Vorsteuergewinn im Briefgeschäft von 1,38 Milliarden Euro. Diese Zahl sei dem Aufsichtsrat präsentiert worden. Die Erwartungen für das Ergebnis lägen rund 300 Millionen Euro unter dem Vorjahresergebnis.

1.15 Uhr: Der angeschlagene Autobauer Opel hat seit dem Jahr 2003 nur Verluste gemacht. Die Verluste der Adam Opel GmbH aus den Jahren 2003 bis 2007 summierten sich auf 1,861 Milliarden Euro, schreibt die "FTD" unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Bundestag. In den vergangenen zehn Jahren habe Opel demnach einzig in den Jahren 2001 und 2002 einen Gewinn von 386 Millionen beziehungsweise 1,555 Milliarden Euro einfahren können, in den Jahren 1999 und 2000 habe das Unternehmen ebenfalls rote Zahlen geschrieben. Für 2008 lägen noch keine Angaben vor. Die Regierung berufe sich bei den Zahlen auf die Jahresabschlüsse der Adam Opel GmbH.

0.38 Uhr: Der für die US-Wirtschaft bedeutende Finanzierer CIT hat seine drohende Insolvenz einem Zeitungsbericht zufolge in letzter Minute abwenden können. Der Mittelstandsfinanzierer habe mit wichtigen Gläubigern eine frische Finanzierung von drei Milliarden Dollar (2,1 Milliarden Euro) ausgehandelt, berichtete das "Wall Street Journal" am Sonntagabend (Ortszeit) im Internet.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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