US-Banken Staatshilfen überwiegend für Kreditvergabe verwendet

Wie in Deutschland wird in den USA darüber diskutiert, ob die Banken die Wirtschaft mit genug Krediten unterstützen. Ein aktueller Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass mehr als 80 Prozent der mit Staatshilfe gestützten US-Banken das Geld nach eigenen Angaben in den Kreditmarkt gepumpt haben.

Washington - Ein Großteil der US-Banken hat die Staatshilfen an die Wirtschaft weitergegeben. Zu diesem Ergebnis kommt ein am Sonntag veröffentlichter Bericht des Chefprüfers für das 700 Milliarden Dollar schwere Bankenrettungspaket Tarp, Neil Barofsky.

Die Anfrage an die Geldhäuser sollte beantworten, was die Institute mit den Mitteln gemacht haben, die seit Oktober von der damaligen Bush-Regierung ausgezahlt wurden.

Den Angaben zufolge haben 40 Prozent der 360 befragten Banken mit dem Geld die eigene Kapitaldecke gestärkt, um sich gegen künftige Verluste abzusichern. Ein Drittel der Institute gab an, das Geld in hypothekenbesicherte Anleihen investiert zu haben, die von Fannie Mae und Freddie Mac ausgegeben wurden. Die meisten Banken erklärten, das Geld der Steuerzahler nicht getrennt vom übrigen Kapital verwaltet zu haben. Von den Geldhäusern wurde in dem Bericht keines namentlich genannt.

Wie in Deutschland wird in den USA darüber diskutiert, ob die Banken in den vergangenen Monaten die Wirtschaft mit genug Krediten unterstützt haben.

manager-magazin.de mit Material von reuters