Freitag, 13. Dezember 2019

Mittelstandsbank US-Regierung lehnt Hilfe für CIT ab

Die Regierung in Washington hat weitere Finanzhilfen für die angeschlagene Mittelstandsbank CIT abgelehnt. Das Institut sieht keine Hoffnung mehr, kurzfristig staatliche Unterstützung zu erhalten. CIT schloss eine Pleite in der Mitteilung nicht ausdrücklich aus, kündigte aber an, Alternativen für eine Finanzierung zu prüfen.

Washington - CIT finanziert vor allem rund eine Million kleinerer und mittelständischer Kunden. Im Dezember hatte die Bank 2,3 Milliarden Dollar (1,7 Milliarden Euro) Staatshilfe aus dem Bankenrettungsfonds erhalten.

CIT: prüft Alternativen für eine Finanzierung
CIT: prüft Alternativen für eine Finanzierung
Das US-Finanzministerium erklärte, selbst "in Zeiten finanzieller Spannungen" liege die Schwelle für Staatshilfen für einzelne Unternehmen sehr hoch. Aus Regierungskreisen hieß es, die sinkende Kreditvergabe durch CIT seit einem Jahr zeige, dass die Bank nicht unverzichtbar sei.

Washington verweigerte damit erstmals seit dem akuten Ausbruch der Krise im vergangenen Herbst einem Institut die Hilfe. Sollte die Bank in die Insolvenz gehen, wäre das die sechstgrößte Pleite seit 1980 - von der Größenordnung direkt hinter dem Autobauer Genereal Motors (GM) und der Energiefirma Enron.

manager-magazin.de mit Material von afp

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