Montag, 6. April 2020

Krisenticker Senator will Banken verstaatlichen

6. Teil: US-Demokraten planen Reichensteuer

6.40 Uhr: Die japanische Notenbank hat ihren Leitzins unverändert belassen und zugleich ihr bestehendes Ankaufsprogramm für Unternehmensanleihen verlängert. Der Leitzins liegt weiterhin bei 0,1 Prozent, wie die Bank of Japan am Mittwoch nach einer regulären Sitzung mitteilte. Zudem beschloss der geldpolitische Ausschuss, das Ankaufsprogramm für kurzlaufende Unternehmensanleihen wie "Commercial Papers" nicht wie zunächst geplant im September auslaufen zu lassen, sondern um weitere drei Monate bis zum Jahresende zu verlängern.

Da geht es lang: Das scheint Obama seinen Kritikern zuzurufen
6.30 Uhr: Die US-Regierung erwägt Kreisen zufolge einen Überbrückungskredit für den in Schieflage geratene US-Mittelstandsfinanzierer CIT. Das US-Finanzministerium denke darüber nach, CIT durch einen staatlichen Kredit mehr Handlungsspielraum einzuräumen, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person in der Nacht auf Mittwoch. Außerdem könne CIT so seine Bilanz in Ordnung bringen. Es handle sich bisher jedoch um vorläufige Überlegungen. CIT hatte bereits im vergangenen Dezember Regierungshilfen in Höhe von 2,3 Milliarden Dollar aus dem Rettungsprogramm für die Finanzbranche (Tarp) erhalten. Viele kleine und mittelständische Unternehmen sind von den Krediten der CIT abhängig. Seit Ende 2007 hat CIT Verluste in Höhe von 3,3 Milliarden Dollar verbucht.

6.20 Uhr: US-Präsident Barack Obama hat seine Wirtschaftspolitik gegen Kritiker verteidigt. "Ich liebe diese Leute, die geholfen haben, uns in diesen Schlamassel zu bringen, und die jetzt auf einmal sagen: Das ist Obamas Wirtschaft", sagte er am Dienstag bei einem Besuch in Michigan, dem von der Arbeitslosigkeit am stärksten betroffenen Staat in den USA. "Die harte Wahrheit ist, dass einige Arbeitsplätze, die in der Autoindustrie und anderswo verloren wurden, nicht zurückkommen", sagte er weiter. Obama stellte bei dem Besuch ein zwölf Milliarden Dollar teures Programm zur Weiterqualifizierung von Arbeitslosen vor.

6.00 Uhr: Die US-Demokraten im Repräsentantenhaus planen zur Finanzierung der von Präsident Barack Obama angestrebten Gesundheitsreform die Einführung einer Reichensteuer. Wer mehr als eine Million Dollar im Jahr verdient soll nach einem am Dienstag vorgelegten Vorschlag 5,4 Prozent zusätzlich an Abgaben entrichten, wie ein Kongressmitarbeiter sagte.

Der Steuersatz für Spitzenverdiener würde damit in den USA auf 45 Prozent klettern. Auch andere Gutverdiener wollen die Demokraten stärker zur Kasse bitten: Ein Prozent mehr Steuern sollen Paare mit einem Jahreseinkommen von mehr als 350.000 Dollar zahlen, ein Plus von 1,5 Prozent komme auf diejenigen zu, die mehr als eine halbe Million Dollar jährlich verdienen. Eine weitere Anhebung wurde nicht ausgeschlossen.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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