Krisenticker Neckermann baut weiter Stellen ab

British Airways setzt den Rotstift an und verschiebt zudem die Bestellung von zwölf A380-Flugzeugen. Der Versandhändler Neckermann.de will weitere 175 Stellen abbauen. Die Produktion von Mercedes-Bauteilen steht wegen Problemen des Zulieferers Karmann still. Verfolgen Sie den Krisenticker auf manager-magazin.de.

19.15 Uhr: Der defizitäre Versandhändler Neckermann.de will in Frankfurt offenbar weitere Stellen abbauen. Nach einem starken Umsatzrückgang wolle das Unternehmen 175 Vollzeitstellen abbauen, meldet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Samstagausgabe). Der Betriebsrat gestehe "sachliche Gründe" für den Personalabbau zu. Ein Sozialplan werde dem Bericht zufolge am Montag in einer Betriebsversammlung vorgestellt.

Neckermann.de zählt laut "FAZ" in Frankfurt noch 2500 Stellen. Das Unternehmen befindet sich seit Jahren in der Verlustzone. Neckermann.de gehörte früher zu Arcandor (ehemals KarstadtQuelle) und ist getrennt vom namensgleichen Reiseveranstalter Neckermann, der wiederum zur Arcandor-Beteiligung Thomas Cook gehört.

18.37 Uhr: British Airways geht nach einem erneuten Rückgang der Passagierzahlen auf Sparkurs. In dem bis März laufenden Geschäftsjahr solle mit umgerechnet 678 Millionen Euro ein Fünftel weniger ausgegeben werden, teilte Großbritanniens größte Fluggesellschaft mit. Den Rotstift setzt BA auch beim A380 an: Die eigentlich für 2012 bestellten zwölf Großraumjets der EADS-Tochter Airbus würden um bis zu zwei Jahre später erwartet, hieß es. Ein neuer Lieferplan sei bereits ausgehandelt worden. Europas drittgrößte Fluggesellschaft leidet weiter unter rückläufigen Fluggastzahlen: Im Juni beförderte BA 3,8 Prozent weniger Passagiere als ein Jahr zuvor.

17.45 Uhr: Die Sorge vor einer anhaltenden Wirtschaftskrise hat den Anlegern am Freitag die Kauflaune verdorben. Der Dax verlor bei extrem geringen Umsätzen 0,2 Prozent und schloss bei 4708 Punkten.Enttäuschende US-Arbeitsmarktdaten vom Vortag drückten Händlern zufolge auf die Stimmung - Anleger befürchten weitere Verluste.

An die Gewinnerspitze im Dax setzten sich Papiere der Commerzbank mit Aufschlägen von knapp 3 Prozent: Der Bundestag hat am Freitag das Gesetz zur Einrichtung von Bad Banks beschlossen.

17.00 Uhr: Der Bundestag hat schärfere Regeln zur Bekämpfung der Steuerhinterziehung beschlossen. Das neue Gesetz legt Bürgern erweiterte Informationspflichten auf, wenn sie Geschäfte in international geächteten Steueroasen machen. Macht der Steuerzahler nicht mit, kann ihm das Finanzamt in Deutschland Vergünstigungen streichen, zum Beispiel den Abzug seiner Betriebsausgaben und Werbungskosten, die Steuerbefreiung für Dividenden oder Entlastungen von der Kapitalertragsteuer.

16.10: Im Bremer Mercedes-Werk steht seit Donnerstag die Produktion von Rohbauteilen für den Merdedes SLK still. Hintergrund sind finanzielle Auseinandersetzungen zwischen Daimler und dem insolventen Osnabrücker Autobauer Karmann. Das hat ein Sprecher des Daimler-Konzerns der Nachrichtenagentur ddp bestätigt. Nach Angaben des Sprechers ist die Produktion bestimmter Rohbauteile für den SLK zum Stillstand gekommen, "weil Teile des Zulieferers Karmann fehlen".

15.03 Uhr: Der irische Billigflieger Ryanair hat im Juni erneut deutlich mehr Fluggäste befördert als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Passagiere sei um 13 Prozent auf 5,84 Millionen gewachsen, teilte das Unternehmen am Freitag in Dublin mit. Die Auslastung der Flieger verbesserte sich um einen Prozentpunkt auf 85 Prozent. Während andere Fluglinien Einbrüche bei den Passagierzahlen verkraften müssen, hat Ryanair seinen Wachstumskurs mit neuen Strecken und mehr Flugzeugen weiterverfolgt und damit auch mehr Fluggäste angezogen.

15.00 Uhr: Europas größter Autokonzern Volkswagen hat im ersten Halbjahr 2009 einen weltweiten Absatzrückgang von 5,1 Prozent verzeichnet. Das sagte VW-Chef Martin Winterkorn am Freitag bei einer "Handelsblatt"-Tagung zur Automobilindustrie in München. Ein genaues Absatzvolumen nannte er nicht. Aus einem Vergleich zum Vorjahreszeitraum ergibt sich aber für die ersten sechs Monate 2009 ein Absatz von rund 3,1 Millionen Fahrzeuge. VW schlägt sich damit weiterhin deutlich besser als der Gesamtmarkt. Im Juni habe der Konzern sogar mit rund sechs Prozent im Plus gelegen. VW halte Kurs, sagte Winterkorn. Dies sei aber "kein Grund zur Euphorie".

EU will Derivatehandel stärker regulieren

14.56 Uhr: Angesichts der schweren Finanzkrise will nun auch die Europäische Union den Derivatehandel strengen Regeln unterwerfen. Die EU-Kommission schlug am Freitag in Brüssel vier Instrumente vor, um Derivate und risikoreiche Finanzinstrumente wie Papiere, die als Versicherung gegen Zahlungs- und Kreditausfälle (Credit Default Swaps/CDS) verkauft wurden, zu regulieren. Darunter sind standardisierte Kontrakte sowie zentrale Datenstellen. Die Kommission forderte die Finanzindustrie auf, wie vereinbart bis Ende Juli den CDS-Handel über sogenannte zentrale Clearingstellen abzuwickeln. Die USA haben bereits ähnliche Schritte eingeleitet. Der Derivatemarkt hat ein globales Volumen im Nennwert von etwa 638 Billionen Euro.

13.30 Uhr: Der Bundestag hat am Freitagmittag den Weg für die Einrichtung von Bad Banks zur Bereinigung der deutschen Bankbilanzen von den Folgen der Finanzkrise frei gemacht. Das Gesetz erlaubt den Geldinstituten die Auslagerung von weitgehend wertlosen Geldanlagen und ganzen Geschäftsbereichen. Dadurch soll Eigenkapital frei werden, das dann wieder für neue Kredite an die Wirtschaft zur Verfügung steht. In ihren Bilanzen schleppen die Banken nach Regierungsschätzungen toxische Wertpapiere im Volumen von bis zu 230 Milliarden Euro mit sich.

13.51 Uhr: Der Autobauer Volkswagen hat wegen der hohen Nachfrage nach dem neuen Golf-Modell den Werkurlaub in einzelnen Bereichen in Sachsen von drei auf zwei Wochen verkürzt. Während der produktionsfreien Zeit sind Wartungs- und Umbaumaßnahmen geplant, teilte der Autobauer mit. Dadurch sollen im Zwickauer Werk von August an 50 Golf zusätzlich gefertigt werden können.

13.05 Uhr: Keine Entspannung an der Börse: Der Dax setzt nach seinem Verlust von knapp 4 Prozent am Vortag den Kursrutsch fort und fiel bis zum Mittag unter die Marke von 4700 Zählern. Anleger zeigen sich zunehmend besorgt, dass die jüngste Erholung wieder verpuffen könnte.

12.23 Uhr: Die deutsche Exportwirtschaft hat vor den Folgen eines zunehmenden weltweiten Protektionismus gewarnt. Gerade die milliardenschweren staatlichen Konjunkturpakete verschärften das Problem, sagte der Präsident des Außenhandelsverbandes BGA, Anton Börner, am Donnerstagabend im Club Wirtschaftspresse München. "Es ist noch nicht so, dass es messbar zu Verwerfungen führt, aber wenn wir es messen können, ist es zu spät." Für dieses Jahr erwartet Börner einen Einbruch des deutschen Exportvolumens um 18 Prozent.

11.57 Uhr: Die von der Branchenkrise gebeutelten Automobilhersteller BMW  und Daimler  loten weiter die Möglichkeiten zum Ausbau ihrer Zusammenarbeit aus. "Wir sprechen weiter intensiv mit Daimler", sagte der BMW-Finanzvorstand Friedrich Eichiner am Freitag auf einer Branchenkonferenz in München. Dabei dürften jedoch nicht die Markenidentitäten aufs Spiel gesetzt werden, bekräftigte der Manager. Die beiden Automobilhersteller wollen durch den gemeinsamen Einkauf von Teilen und Komponenten Geld sparen.

Rezession setzt Dienstleistern weniger zu

11.55 Uhr: Der Insolvenzverwalter der angeschlagenen Kaufhauskette Woolworth Deutschland will in den kommenden Tagen seine Entscheidung über die Zukunft der 310 Standorte bekannt geben. Mindestens 150 Filialen sollen fortgeführt werden, teilte ein Sprecher von Insolvenzverwalter Ottmar Hermann am Freitag mit. Der Gläubigerausschuss hatte diesem Konzept Hermanns am Donnerstag zugestimmt. "Jede einzelne Filiale muss durchgecheckt werden, ob sie darunter fällt", sagte der Sprecher.

11.53 Uhr: Den deutschen Dienstleistern macht die Rezession bislang weit weniger zu schaffen als der Industrie. Ihr Umsatz verringerte sich im ersten Quartal binnen Jahresfrist um 4,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Dem Verarbeitenden Gewerbe brachen die Einnahmen dagegen um 22,7 Prozent weg. Experten führen den vergleichsweise milden Abschwung im Service-Sektor auf die geringere Exportabhängigkeit zurück.

10.40 Uhr: Das Bundeskartellamt hat den Verkauf von bayerischen Wasserkraftwerken des Energiekonzerns Eon  an das österreichische Elektrizitätsunternehmen Verbund genehmigt. "Das ist wettbewerbsrechtlich unbedenklich", sagte ein Sprecher der Bonner Behörde. Eon hatte den Verkauf der 13 Kraftwerke mit einer Leistung von 312 Megawatt im Juni angekündigt. Die Abgabe ist Teil einer Vereinbarung des Konzerns mit der EU-Kommission, durch die Eon eine drohende Kartellstrafe abgewendet hat.

10.38 Uhr: Steuerflucht ins Ausland soll künftig deutlich erschwert werden. Das sieht ein vom Bundestag beschlossener Gesetzentwurf vor, der den Finanzbehörden mehr Vollmachten gibt. Danach können Steuerpflichtigen, die Geschäftsbeziehungen zu sogenannten Steueroasen unterhalten, erhöhte Mitwirkungspflichten auferlegt werden, falls diese Staaten die Herausgabe von Informationen an die Finanzbehörden verweigern. Zudem kann die Regierung gegen Staaten und Gebiete vorgehen, die die OECD-Standards in der Steuerauskunft nicht einhalten.

10.24 Uhr: Die Abwrackprämie bleibt trotz ihres durchschlagenden Erfolgs auf die Absatzzahlen der Autohersteller ein Auslaufmodell. Die Branche müsse sich für die Zeit danach aufstellen, sagte Jochen Homann, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, am Freitag bei einer Tagung zur Automobilindustrie in München. "Nicht nur Opel braucht ein tragfähiges Zukunftskonzept, sondern die ganze Autobranche."

Die Abwrackprämie, die die Autoverkäufe in Deutschland in diesem Jahr auf ein Zehn-Jahres-Hoch treibt, werde zum Jahresende unwiderruflich auslaufen. Wegen der staatlichen Kaufanreize hatten die Neuzulassungen in Deutschland mit 427.000 Fahrzeugen den höchsten Juni-Wert seit der Wiedervereinigung erreicht.

Druck des Quelle-Katalogs gestoppt

9.36 Uhr: Neue Probleme für Quelle: Die Schlott Gruppe  hat den Druck des Hauptkatalogs für das insolvente Versandhaus gestoppt. Bislang sei nicht gewährleistet, dass der Katalog auch bezahlt werde, sagte ein Sprecher und bestätigte einen Bericht von "Focus Online". "Wir haben noch keine Zusage", sagte Schlott-Sprecher Marco Walz. Die Schlott-Gruppe druckt etwa ein Drittel der Gesamtauflage des Katalogs, den Quelle zum überleben dringend benötigt. Zwei Drittel der Exemplare kommen von der Druckerei Prinovis.

9.33 Uhr: Die Ratingagentur Fitch hat wichtige Bonitätsnoten der Luxemburger Privatbank Sal. Oppenheim und ihrer Tochter BHF-Bank gesenkt.

Das langfristige Emittentenrating der beiden Institute setzten die Analysten auf "A-" von "A" herab, wie Fitch am Donnerstagabend mitteilte. Das Individualrating für beide Banken senkte Fitch auf "C" von "B/C". Das kurzfristige Emittentenrating blieb bei "F1".

9.25 Uhr: Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ist kräftig gesunken. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Freitag kostete ein Barrel (159 Liter) am Donnerstag im Durchschnitt 67,04 US-Dollar. Das sind 2,22 Dollar weniger als am Mittwoch. Die Opec berechnet ihren täglichen Korbpreis auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.

9.23 Uhr: Volkswagen  kann sich nach monatelangem Streit mit einem ehemaligen Partner in Israel aus einem verlustreichen Magnesium-Produzenten zurückziehen. Der Wolfsburger Autobauer einigte sich auf die Zahlung von 30 Millionen Dollar an die Gemeinschaftsfirma Dead Sea Magnesium und die Übertragung seines Anteils von 35 Prozent an den Mehrheitseigner, den Dünger- und Spezialchemiekonzern Israel Chemicals ICL. Volkswagen bestätigte den Kompromiss.

9.00 Uhr: Der deutsche Aktienmarkt startet mit einem leichten Plus in den Handel. Der Dax  steigt um 0,58 Prozent auf 4744 Punkte. Der TecDax legt um 0,23 Prozent auf 625 Punkte zu. Der MDax der mittelgroßen Werte zeigt sich mit minus 0,01 Prozent bei 5762 Zählern nahezu unverändert.

Hapag-Lloyd prüft Staatshilfen

8.54 Uhr: Bei Deutschlands größter Containerreederei Hapag-Lloyd gibt es Überlegungen, den Staat um Finanzhilfe zu bitten. "Ich schließe nicht aus, dass auch Hapag-Lloyd um Staatshilfe nachsucht. Sie würde sicherlich Sinn machen und müsste dann auch zügig gewährt werden", sagte Miteigentümer Klaus-Michael Kühne der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Der Logistikunternehmer ist mit 15 Prozent an Hapag-Lloyd beteiligt.

8.39 Uhr: Der australisch-britische Rohstoffkonzern BHP Billiton  hat sich weiter von seinem teuren Nickel-Geschäft getrennt und ein australisches Werk an einen lokalen Investor verkauft. Das teilte das Unternehmen am Freitag mit. Die Zukunft der Yabulu-Fabrik stand seit der Schließung der Ravensthorpe Nickel-Mine in Westaustralien auf der Kippe. In den vergangenen Monaten hatte der Konzern wegen des Preisverfalls zwei weitere Minen geschlossen. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

8.28 Uhr: Leichter, aber vom Tagestief deutlich erholt, hat die Börse in Tokio am Freitag geschlossen. Der Nikkei  verlor 0,7 Prozent auf 9807. Der Topix  gab 0,4 Prozent auf 921 nach. Teilnehmern zufolge lasteten die schwachen US-Arbeitsmarktdaten und die Abgaben an Wall Street vom Vortag auf dem Markt. Insgesamt sei das Sentimenet aber nicht so negativ gewesen, wie angesichts der US-Vorgaben befürchtet werden musste.

8.11 Uhr: Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) hat vor dem Hintergrund der anhaltenden Probleme bei der Kreditversorgung den Kompromiss der großen Koalition zur Bereinigung der Bilanzen von Schrottpapieren begrüßt. Das nun vereinbarte Modell halte er für ein grundsätzlich geeignetes Instrument, um die Banken bei ihrer Aufgabe der Kreditversorgung zu unterstützen, sagte BdB-Hauptgeschäftsführer Manfred Weber am Freitag im Deutschlandfunk.

Der Bundestag will das Modell zur Schaffung sogenannter Bad Banks, in die die Banken ihre Problempapiere auslagern können, am Mittag beschließen. "Ich halte es für wichtig, damit wir gewappnet sind für das, was im späteren Jahresverlauf und vielleicht mit Schwergewicht auf 2010 auf uns zukommt, denn bei diesem Wirtschaftseinbruch liegt ja noch einiges vor uns", sagte Weber.

Warten auf Lear-Insolvenzantrag

8.07 Uhr: Entgegen der Ankündigung vom Mittwoch hat der US-Automobilzulieferer Lear bis Donnerstagabend (Ortszeit) noch keinen Insolvenzantrag eingereicht. Lear, einer der weltgrößten Hersteller von Autositzen und -elektrik, hatte am 1. Juni eine Zinszahlung verpasst und ist seitdem von der Insolvenz bedroht.

7.02 Uhr: Nach erneut starken Kurseinbußen am Vortag haben sich die Ölpreise am Freitag über der Marke von 66 Dollar halten können. Ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im August kostete im frühen Handel 66,79 Dollar und damit sechs Cent mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent sank indes um zehn Cent auf 66,55 Dollar.

6.08 Uhr: Städtetags-Präsidentin Petra Roth hat vor drastischen Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die Städte und Gemeinden gewarnt. "Sinkende Steuereinnahmen machen ihnen schwer zu schaffen", sagte die Oberbürgermeisterin von Frankfurt am Main der "Leipziger Volkszeitung". Sorgen machten ihr vor allem die Entwicklung bei der Gewerbesteuer und die korrigierten Steuervorauszahlungen von Unternehmen.

03.00 Uhr: In den USA setzt sich die Serie der Bankenzusammenbrüche im Zuge der Finanzkrise fort. Die US-Einlagensicherung FDIC schloss am Donnerstag drei kleine Banken aus dem Bundesstaat Illinois. Damit wurden in diesem Jahr in den USA 48 Geldhäuser dicht gemacht. Im vergangenen Jahr führte die Finanzkrise in den USA zu 25 Bankenpleiten. 2007 waren es nur drei.

Konjunktur-Sanierungsprogramm startet

2.30 Uhr: Der Pensions-Sicherungs-Verein (PSV) sieht für Verunsicherung bei den derzeit rund 50.000 Betriebsrentnern der insolventen Arcandor  keinen Anlass. "Die Arcandor-Rentner können sicher sein, dass sie in jedem Fall ihre Betriebsrenten weiter bekommen werden", sagte PSV-Vorstand Martin Hoppenrath der Essener WAZ-Gruppe. "Zwar lässt sich eine Zahlungsunterbrechung in vielen Fällen nicht vermeiden, aber wir versuchen, den Zeitraum möglichst kurz zu halten", fügte er hinzu. Der PSV überweise auch rückwirkend für einen Zeitraum von zwölf Monaten ausstehende Betriebsrenten.

0.27 Uhr: Das Schicksal des zahlungsunfähigen US-Autokonzerns General Motors  ist seit Donnerstag in der Hand des Bundesrichters Robert Gerber. Er muss rund einen Monat nach dem GM-Antrag auf Insolvenz darüber entscheiden, ob der Traditionskonzern seine Filetstücke wie geplant schnell an Staat, Gewerkschaften und Gläubiger verkaufen darf.

0.15 Uhr: Der Großinvestor Warren Buffett hat Aktien an seiner Holding Berkshire  im Wert von rund 1,5 Milliarden Dollar für wohltätige Zwecke gespendet. Das geht aus einem Schreiben an die US-Wertpapieraufsicht vom Donnerstag hervor. Begünstigt seien die Bill and Melinda Gates Foundation und vier weitere Familien-Stiftungen.

0.10 Uhr: Das Sanierungsprogramm für rund 2000 Bahnhöfe mit Geld aus den Konjunkturprogrammen der Bundesregierung läuft an. Den Startschuss will Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) am (heutigen) Freitag in der Station im westfälischen Rheine geben. Wie Ende April angekündigt worden war, sollen in den nächsten drei Jahren zusätzliche 300 Millionen Euro in die Modernisierung meist kleiner Bahnhöfe fließen. Tiefensee erklärte, dies sichere Arbeitsplätze in der regionalen Wirtschaft. Bundesweit gibt es rund 5400 Bahnhöfe.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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