US-Automarkt Deutsche Autobauer leiden in den USA

Alle großen Autohersteller haben in den USA im Juni erneut deutliche Einbußen verzeichnet. Unter den deutschen Herstellern verzeichnete Volkswagen auf dem US-Markt im Juni mit einem Absatzrückgang von 18 Prozent das geringste Minus.

New York - Der Absatz von General Motors  brach binnen Jahresfrist um 34 Prozent auf 176.600 Fahrzeuge ein, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Chrysler verzeichnete sogar einen Einbruch um 42 Prozent auf 68.300 Autos. Vergleichsweise glimpflich kam Ford  davon - das Unternehmen verkaufte mit 155.200 Autos lediglich elf Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Unter den deutschen Herstellern verzeichnete Volkswagen  auf dem US-Markt im Juni mit einem Absatzrückgang von 18 Prozent das geringste Minus. Der Konzern verkaufte 19.000 Autos. Bei BMW gingen die Verkaufszahlen um 20 Prozent auf 20.800 Wagen zurück.

Daimler  setzte 16.300 Autos der Marken Mercedes Benz und Smart ab, das waren 26 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Kernmarke Mercedes-Benz lag mit knapp 23 Prozent im Minus bei 15 155 Fahrzeugen. Die smart-Verkäufe wurden mit 1116 Fahrzeugen mehr als halbiert, wie aus der Mitteilung des Stuttgarter Autokonzerns vom Mittwoch hervorgeht.

Porsche-Absatz bricht um knapp zwei Drittel ein

Porsche  lag in den USA und Kanada mit insgesamt 1072 verkauften Fahrzeugen 62 Prozent unter dem Vorjahreswert. Beim Modell Cayenne betrug das Minus sogar 72 Prozent. Der weltweit schwache Absatz bringt den hoch verschuldeten Autobauer zusätzlich in Bedrängnis.

Der japanische Hersteller Toyota  verbuchte einen Einbruch der Verkaufszahlen um 32 Prozent auf 131.700 Autos.

Die US-Autobranche steckt tief in der Krise. Die großen Ford-Konkurrenten General Motors und Chrysler befinden sich in Insolvenzverfahren und werden zurzeit von Grund auf umgebaut. Ford hatte sich dagegen rechtzeitig flüssige Mittel gesichert und steckt nicht in der Insolvenz.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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