Sparplan ING baut 800 Stellen ab

Der niederländische Finanzkonzern ING will innerhalb der kommenden drei Jahre rund 800 Stellen streichen. Dies solle vor allem über Mitarbeiterfluktuation, interne Umbesetzungen und das Auslaufen befristeter Verträge erfolgen, teilte die niederländische Finanzgruppe mit.

Amsterdam - Die Stellenstreichungen sind Teil eines Sparprogramms, zu dem auch die Verschmelzung der drei Organisationen Nationale-Nederlanden, RVS und ING Verzekeren Retail unter der Marke Nationale-Nederlanden gehört. Die Umstrukturierung werde in den ersten vier Jahren 165 Millionen Euro kosten, erwartet ING .

Vom kommenden Jahr an erhofft sich der Konzern durch die Maßnahmen aber auch einen positiven wirtschaftlichen Effekt. Von 2013 an sollen dadurch jährlich vor Steuern rund 100 Millionen Euro gespart werden.

Im ersten Quartal 2009 war ING tiefer als erwartet in die Verlustzone gerutscht. Der Nettoverlust im Auftaktquartal betrug 793 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum war noch ein Nettogewinn von 1,54 Milliarden Euro angefallen.

Dabei belasteten Abschreibungen auf Immobilien und Beteiligungen das Versicherungsgeschäft. Das Bankgeschäft hingegen blieb laut Unternehmensangaben trotz einer hohen Risikovorsorge von 772 Millionen Euro im ersten Quartal profitabel.

manager-magazin.de mit Material von dow jones

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