Krisenticker Börsianer schöpfen wieder Hoffnung

Die EU bremst die Übernahme der Austrian Airlines durch die Deutsche Lufthansa. Deutsche Autos finden in den USA derzeit nur wenig Käufer. Der Dax schließt mit deutlichen Gewinnen, während die Gewinne im Dow am späten Abend bröckeln. Verfolgen Sie den Krisenticker auf manager-magazin.de.

22.05 Uhr: Der Dow Jones  schließt an der Wall Street mit einem Gewinn von 0,7 Prozent bei 8504 Punkten. Damit hat er gegenüber dem Xetra-Schluss in Frankfurt knapp die Hälfte seiner Gewinne wieder abgegeben. Der Nasdaq Composite  ging 0,6 Prozent fester aus dem Handel.

Nach dem Kursrutsch am Vortag schöpften die Börsianer jedoch zu Beginn der zweiten Jahreshälfte neue Hoffnung, dass die Konjunktur die Talsohle durchschritten habe. Darauf weist auch der Einkaufsmanagerindex hin. Am Donnerstag werden die US-Arbeitsmarktdaten für den Monat Juni erwartet.

21.15 Uhr: Die EU-Kommission bremst die geplante Übernahme der Austrian Airlines durch die Deutsche Lufthansa. Einen Monat vor Ablauf der von Lufthansa gesetzten Frist haben die Wettbewerbshüter ein eingehendes Prüfungsverfahren angeordnet. Damit kann sich die Entscheidung noch einmal bis zu 90 Tage hinziehen. Lufthansa teilte mit, das Vorgehen komme unerwartet. Für die krisengeschüttelte AUA könnte nun die Zeit knapp werden, denn Lufthansa hatte die Bedingung gestellt, dass die EU- Kommission bis spätestens 31. Juli grünes Licht für die Übernahme der österreichischen Airline gibt. Daher kann Deutschlands größte Fluggesellschaft den Deal noch platzen lassen.

20.30 Uhr: Der hoch verschuldete Sportwagenbauer Porsche  bekommt in den USA immer größere Probleme im Absatz. Auf dem nordamerikanischen Markt ging die Zahl der Auslieferungen an Kunden im Juni um 62 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf 1.072 Fahrzeuge zurück. Am schlimmsten war der Einbruch mit einem Minus von 72 Prozent in der hochprofitablen Geländewagen-Baureihe Cayenne, wie der Autobauer am Mittwoch in Stuttgart mitteilte.

Die Marke Volkswagen  verlor im Juni im größten Automarkt der Welt 18 Prozent Absatz und brachte rund 19.000 Wagen an die Kunden. Der Autobauer BMW  verlor 20,3 Prozent auf rund 21.000 Stück. Im ersten Halbjahr verlor BMW 27,5 Prozent Absatz.

20.10 Uhr: Auch der Autobauer Daimler  hat im Juni im US-Pkw-Geschäft abermals einen Absatzeinbruch verbucht. Insgesamt gingen die Verkäufe der Pkw-Sparte im Juni binnen Jahresfrist um mehr als 26 Prozent auf 16.271 Fahrzeuge zurück. Die Kernmarke Mercedes-Benz lag mit knapp 23 Prozent im Minus bei 15.155 Fahrzeugen. Die smart-Verkäufe wurden mit 1116 Fahrzeugen mehr als halbiert.

20.00 Uhr: Banken in Deutschland können ihre Bilanzen voraussichtlich schon in Kürze von Risikopapieren in Milliardenhöhe befreien. Der Haushaltsausschuss des Bundestages billigte am Mittwochabend mit den Stimmen von Union und SPD die Gesetzespläne zur Errichtung sogenannter Bad Banks. Damit können Banken "Giftpapiere" in Zweckgesellschaften auslagern - und zwar in noch größerem Umfang als bisher geplant. Die "Bad-Bank"-Modelle sollen an diesem Freitag vom Bundestag und eine Woche später vom Bundesrat endgültig verabschiedet werden.

18.55 Uhr: Der US-Ölpreis ist am Mittwoch im Nachmittagshandel wieder unter Druck geraten. Ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate kostete 69,31 Dollar und damit 58 Cent weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Die überraschend deutlich gestiegenen Lagerbestände an Benzin und Destillaten (z.B. Diesel) hätten die Ölpreise unter Druck gebracht, sagten Händler. So waren die Benzinlagerbestände um 2,3 Millionen Barrel und die Destillatebestände um 2,9 Millionen Barrel geklettert. Der Anstieg bei Benzin und Destillaten habe die Wirkung des Rückgangs bei den Rohöllagerbeständen überkompensiert, sagten Händler. Offenbar würden derzeit Rohöllagerbestände abgebaut und Treibstoffe auf Halde produziert, sagten Händler.

Dax schließt nur knapp unter Tageshoch

17.45 Uhr: Der Dax  schließt auf Xetra mit einem Plus von 2 Prozent bei 4905 Zählern und damit nur knapp unter Tageshoch. Schub für den schwungvollen Start ins zweite Halbjahr kam aus den USA: Der ISM-Einkaufsmanagerindex war im Juni stärker als erwartet gestiegen. "Die Hoffnungen auf ein Durchschreiten der Talsohle in den kommenden Monaten werden gestärkt", sagte Helaba-Analyst Ralf Umlauf. An der Wall Street notierte der Leitindex Dow Jones  ebenfalls klar im Plus. Die Aktie der Commerzbank  legte in Frankfurt knapp 20 Prozent zu.

16.20 Uhr: Der Dow Jones  baut nach den jüngsten Konjunkturdaten seine Gewinne wieder aus und notiert zuletzt 1,2 Prozent fester bei 8550 Zählern. In der Folge klettert auch der Dax um 2 Prozent auf 4905 Zähler.

16.04 Uhr: In den USA hat sich die Stimmung der Einkaufsmanager im Verarbeitenden Gewerbe im Juni etwas stärker als erwartet aufgehellt. Der entsprechende Index sei von 42,8 Punkten im Vormonat auf 44,8 Punkte gestiegen, teilte das Institute for Supply Management (ISM) in Washington mit. Volkswirte hatten mit einem Anstieg auf 44,5 Punkte gerechnet.

15.50 Uhr: BMW  hat im Juni in Deutschland voraussichtlich mehr Autos der Marken BMW und Mini verkauft als im Vorjahresmonat, erklärte ein Unternehmenssprecher in München. 2008 hatte der Juni-Absatz in Deutschland bei 23.018 Fahrzeugen der Marke BMW und 2.998 Minis gelegen. Im Mai 2009 hatte die Kernmarke BMW in Deutschland noch ein Absatzminus von 9,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hinnehmen müssen, der Konzern einen Rückgang um 6,7 Prozent. Die genauen Absatzzahlen werden in der kommenden Woche erwartet.

15.40 Uhr: Die US-Börsen starten freundlich in den Handel. Der Dow-Jones-Index  klettert um 0,8 Prozent auf 8511 Zähler.

14.50 Uhr: Vom insolventen Logistikdienstleister Combase aus Unterfranken wechseln etwa 250 Mitarbeiter zur Bertelsmann-Tochter Arvato. 130 weitere Beschäftigte hätten ihre Kündigung erhalten, teilte der Insolvenzverwalter der Combase-Gruppe, Tobias Hoefer, in München mit. Zugleich eröffnete das Amtsgericht Aschaffenburg für Combase mit Sitz in Karlstein am Main (Landkreis Aschaffenburg) das Insolvenzverfahren wegen Zahlungsunfähigkeit.

US-Privatsektor baut im Juni 437.000 Jobs ab

14.15 Uhr: In den USA ist die Beschäftigung im Privatsektor im Juni dem Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing (ADP) zufolge stärker als erwartet gesunken. Die Zahl der Beschäftigten sei um 473.000 zum Vormonat gefallen, teilte ADP in Washington mit. Am Markt wurde nur mit 393.000 weniger Stellen gerechnet. Im Vormonat lag der Stellenrückgang noch bei revidiert 485.000. Der Dax  gibt daraufhin einen Teil seiner Gewinne wieder ab.

13.25 Uhr: Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hat sich gegen Pläne der Union für eine Zusammenlegung der Bankenaufsicht in Deutschland ausgesprochen. "Die deutsche Bankenaufsicht ist in ihrer Qualität so gut wie alle anderen europäischen Bankenaufsichten auch und allemal besser als die US-amerikanische Aufsicht", sagte Steinbrück am Mittwoch auf einer Veranstaltung des DGB in Berlin. "Es gibt keinen Grund, Asche über unser Haupt zu streuen."

In Deutschland teilen sich bisher die Allfinanzaufsicht BaFin und die Bundesbank die Kontrolle der Banken. In der Union gibt es dagegen Pläne, nach den Bundestagswahlen die Bankenaufsicht in Deutschland unter dem Dach der Bundesbank zusammenzulegen.

12.38 Uhr: Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hat vor der Gefahr eines neuen Protektionismus gewarnt. Im Kampf gegen die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise setzten viele Staaten zu stark auf nationale Rezepte, sagte der Manager in Berlin. Zugleich lobte er, dass die beispiellose Krise, die er als "Tsunami" beschrieb, schon zu einem Umdenken in weiten Teilen der Wirtschaft und Politik geführt habe. Dies betreffe etwa die Risikoanalyse, für die neue Modelle erarbeitet werden müssten.

12.10 Uhr: Beim Autozulieferer KS Aluminium-Technologie ist fast jeder dritte der rund 1000 Arbeitsplätze am Standort Neckarsulm wegen der Branchenkrise in Gefahr. Aufgrund der Auftragsflaute würden bei dem Unternehmen, das zur Kolbenschmidt Pierburg Gruppe gehört, voraussichtlich rund 300 Arbeitsplätze wegfallen, sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch in Neckarsulm (Kreis Heilbronn) und bestätigte damit einen Bericht der "Heilbronner Stimme".

11.15 Uhr: Das Hamburger Landgericht hat erneut einem Anleger Schadenersatz für ein von ihm erworbenes Zertifikat der insolventen US-Investmentbank Lehman Brothers zugesprochen. Geklagt hatte eine 61 Jahre alte Kundin der Hamburger Sparkasse (Haspa), die im Oktober 2007 eine Lehman-Anleihe im Wert von 10.000 Euro erworben hatte. Die Bank habe die Frau bei dem Verkauf nicht darüber aufgeklärt, ob und in gegebenenfalls in welcher Höhe sie eine Gewinnmarge kassiere, urteilte der Richter.

RHJ mit Milliardenverlust

11.10 Uhr: Bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) zeichnet sich nach Einschätzung von Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) im kommenden Jahr ein zusätzlicher Finanzbedarf von etwa 20 Milliarden Euro ab. Der Bund werde der BA deshalb "ein Darlehen von voraussichtlich 20 Milliarden Euro für ihre Ausgaben gewähren", sagte Scholz dem "Hamburger Abendblatt" (Mittwoch).

11.05 Uhr: Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt das Grand Hotel Heiligendamm mit einer Kreditbürgschaft über vier Millionen Euro. Ein Sprecher des Finanzministeriums in Schwerin bestätigte einen entsprechenden Bericht von NDR 1 Radio MV. Die Bürgschaft sei mit strengen Auflagen und mit Sicherheiten für das Land verbunden, sagte er und verteidigte die Bürgschaft gegen Kritik aus Reihen der Linken im Landtag.

10.25 Uhr: Die weltweite Autokrise hat dem Opel-Interessenten RHJ International einen Milliardenverlust eingebrockt. Der Fehlbetrag habe sich im Geschäftsjahr 2008/09 bis Ende März auf eine Milliarde von 467 Millionen Euro ein Jahr zuvor mehr als verdoppelt, teilte der belgische Ableger des US-Finanzinvestors Ripplewood am Mittwoch mit. Der Wert des Beteiligungsportfolios sei innerhalb eines Jahres um 43 Prozent auf 912 Millionen Euro geschrumpft. Die Automobilbeteiligungen hätten die Folgen der rapiden Produktionsrückgänge zu spüren bekommen.

10.20 Uhr: Das Amtsgericht Frankfurt am Main hat das Insolvenzverfahren bei der Kaufhauskette Woolworth Deutschland eröffnet. Das Verfahren sei "wegen drohender Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung" eingeleitet worden, teilte das Amtsgericht mit. Woolworth hat damit für die Dauer des Verfahrens keinen Zugriff mehr auf gegenwärtiges Vermögen. Zum Insolvenzverwalter wurde der Frankfurter Rechtsanwalt Ottmar Hermann bestimmt.

10.03 Uhr: Die Auftragseingänge der deutschen Maschinenbauer sind nach Angaben des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) im Mai um 48 Prozent gegenüber dem Vorjahresniveau zurückgegangen. Die Minusrate liegt zwar deutlich unter der vom April, als 58 Prozent verzeichnet wurden. VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers führte dies aber allein auf den Basiseffekt aus dem Vorjahr zurück, als der Mai schlechter lief als der April. Die positive Kunde wieder anziehender Geschäftserwartungen habe im Auftragseingang des Maschinenbaus noch keinen Widerhall gefunden.

Rezession in Euro-Zone schwächt sich ab

9.45 Uhr: Die Rezession in der Industrie der Euro-Zone hat im Juni den vierten Monat in Folge an Schärfe verloren. Die Produktion sank zwar weiter, der Rückgang war aber so gering wie zuletzt im August 2008, wie aus einer Markit-Umfrage unter mehreren Tausend Unternehmen hervorgeht. Auch der Auftragseingang schrumpfte so gering wie seit einem Jahr nicht. Dennoch signalisierte der Einkaufsmanagerindex bereits den 13. Monat in Folge ein Schrumpfen des Sektors - die Schwächephase dauert damit so lange wie noch nie in der Geschichte der Umfrage.

9.36 Uhr: Trotz der Verzögerungen beim Boeing-Prestigeprojekt 787 "Dreamliner" stockt All Nippon Airways ihre Bestellung auf. Die zweitgrößte japanische Fluggesellschaft teilte mit, sie habe nunmehr 55 statt 50 der Maschinen geordert. ANA ist der erste Boeing-Kunde, der das neue Langstreckenflugzeug erhalten soll. Ein Termin steht allerdings noch nicht fest, nachdem Boeing  im Juni den Erstflug des "Dreamliner" abermals verschoben hatte.

9.25 Uhr: Der angeschlagene US-Autobauer General Motors  hat seinen Absatz im China im ersten Halbjahr um knapp 40 Prozent gesteigert. Von Januar bis Juni konnte die Opel-Mutter auf ihrem zweitgrößten Markt 814.442 Autos verkaufen und damit mehr als je zuvor in diesem Zeitraum. Dabei profitierte GM von Kaufanreizen der chinesischen Regierung. Im April stieg der Absatz um 50 Prozent, im Mai sogar um 75 Prozent. Für Juni nannte der Detroiter Konzern keine Zahlen.

9.17 Uhr: Linde  hat sich bei Banken auch über das Jahr 2011 hinaus Liquidität gesichert. Der Gase- und Anlagenbaukonzern teilte am Mittwoch mit, es sei eine neue zweijährige Kreditlinie mit einem Volumen von 1,6 Milliarden Euro vereinbart worden. Sie werde an das Ende März auslaufende und derzeit nicht genutzte revolvierende Darlehen über 2 Milliarden Euro anschließen.

Mit der neuen Kreditlinie sichere sich das Unternehmen eine "solide allgemeine Liquiditätsreserve" bei Banken und erhöhe seine "Finanzierungsflexibilität weiter bis 2013", hieß es weiter.

9.15 Uhr: Der amerikanische Leitzins könnte nach Worten von Notenbank-Mitglied Janet Yellen über mehrere Jahre bei 0 Prozent bleiben. Hierauf deute die derzeit große Lücke zwischen dem aktuellen Wachstum und der Potenzialrate hin, sagte Yellen in San Francisco.

US-Leitzins mehrere Jahre lang über 0 Prozent

9.04 Uhr: In den ersten Handelsminuten legt der Dax um 0,58 Prozent auf 4821 Zähler zu. Marktteilnehmer rechnen am Vormittag mit einem freundlichen Handel.

8.42 Uhr: Der Finanzkonzern ING  organisiert sein niederländisches Versicherungsgeschäft um und baut 800 Stellen ab. Die Sparten Nationale-Nederlanden, RVS und ING Verzekeren Retail werden künftig vereint und von 2011 an unter der Marke Nationale-Nederlanden geführt, wie der Finanzkonzern in Amsterdam mitteilte.

8.34 Uhr: Die Börse in Tokio hat nach Verlusten im späten Handel knapp im Minus geschlossen. Ungeachtet negativer US-Vorgaben nach schwächer als erwartet ausgefallenen Konjunkturdaten hatte der Nikkei  rund eine Stunde vor Ende des Handels noch mit rund ein Prozent im Plus gelegen, ehe die Kurse ihre Gewinne wieder abgaben.

Am Ende ging der Nikkei mit einem Minus von 0,2 Prozent mit 9939 Punkten aus dem Tag. Im Tageshoch hatte er bereits 10.086 Punkte erreicht. Der Topix  verlor 0,2 Prozent auf 928.

7.34 Uhr: Die inzwischen weitgehend verstaatlichte Immobilienbank Hypo Real Estate  (HRE) muss einem Zeitungsbericht zufolge bis Ende 2010 noch einmal mit mehr als zwei Milliarden Euro an Verlusten rechnen. Dies berichtet die "Süddeutsche Zeitung" und beruft sich dabei auf das Umfeld des staatlichen Bankenrettungsfonds Soffin und auf Finanzkreise.

7.17 Uhr: Der US-Medienriese Gannett, Eigentümer der Tageszeitung "USA Today", will mehr als tausend Stellen bei seinen Regionalzeitungen streichen. Wie die Zeitung "Wall Street Journal" am Dienstag in ihrer Online-Ausgabe berichtete, will der Konzern damit den ständig sinkenden Umsatzzahlen entgegenwirken. Die überregionale Zeitung "USA Today" soll demnach von den Stellenstreichungen verschont bleiben, berichtet die Wirtschaftszeitung und beruft sich auf unternehmensnahe Quellen.

Nikkei steigt über 10.000 Zähler

6.10 Uhr: Der Nikkei  steht über der 10.000-Marke.

5.43 Uhr: Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hat die Bundesländer vor hohen finanziellen Belastungen aus ihren Engagements bei den Landesbanken gewarnt. "Dieser Sektor muss dringend konsolidiert werden, weil er im Augenblick das größte systemische Risiko für die Kreditwirtschaft darstellt", sagte Steinbrück der "Stuttgarter Zeitung". Sollte die Konsolidierung ausbleiben, "werden auf die betroffenen Länder und sonstigen Eigentümer erhebliche Belastungen zukommen", fürchtet er.

4.53 Uhr: Die Aktienbörse in Tokio hat am Mittwoch die Verluste der Wall Street vom Vorabend aufgefangen und leicht zugelegt. Der Nikkei legte um 8,88 Punkte oder 0,9 Prozent auf 9967 Zähler zu. Der breit gefasste Topix stieg bis zur Handelsmitte um 0,8 Punkte oder 0,86 Prozent auf die Marke von 931 Zählern.

1.53 Uhr: Der insolvente US-Autokonzern General Motors  hat das Konkursgericht in New York zu einer schnellen Genehmigung seines Verkaufs an Staat, Gewerkschaften und Gläubiger aufgefordert. Sollte der Schritt nicht bis Freitag kommender Woche möglich sein, sei das Traditionsunternehmen zur Schließung gezwungen, betonte GM-Chef Fritz Henderson am Dienstag zum Auftakt einer auf zwei Tage angesetzten Anhörung. Kunden und Zulieferer bräuchten die Sicherheit eines schnellen Insolvenzverfahrens.

1.26 Uhr: Die Bundesregierung bekommt bei der angestrebten Rettung des Autobauers Opel Widerstand aus der EU-Kommission. Die Brüsseler Wettbewerbshüter hätten Zweifel, ob Berlin die strengen Regeln für erlaubte Staatshilfen einhalte, berichtete die "Financial Times Deutschland".

"Wir haben noch keine finale Entscheidung getroffen, ob die Opel-Hilfen mit dem vorübergehenden Beihilferahmen für die Wirtschaftskrise vereinbar sind", sagte ein Sprecher von Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes dem Blatt.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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