KfW-Kredit Porsche gibt Jagd auf Staatsgeld auf

Der Sportwagenhersteller Porsche wird keinen neuen Kreditantrag bei der staatlichen KfW stellen. Das Unternehmen will nun versuchen, seine Finanzierung auf anderem Wege zu sichern. Das Unternehmen setzt unterdessen weiterhin auf einen kurzfristigen Einstieg des Emirats Katar.

Stuttgart - Die KfW hatte den ersten Antrag von Porsche  auf einen Betriebsmittelkredit in Höhe von 1,75 Milliarden Euro abgelehnt, jedoch freigestellt, einen neuen Antrag einzureichen.

Porsche werde von diesem Angebot "jedoch keinen Gebrauch machen, um seine Glaubwürdigkeit sicherzustellen", erklärte das Unternehmen. Stattdessen würden nun Gespräche über alternative Finanzierungsmöglichkeiten aufgenommen, hieß es.

Mit dem KfW-Kredit sollte eine Finanzierungslücke für das operative Geschäft geschlossen werden. Porsche bemüht sich seit Wochen um einen Kreditrahmen von insgesamt 12,5 Milliarden Euro.

Bislang liegen Zusagen über 10,75 Milliarden Euro vor. Porsche kämpft seit der Aufstockung seiner Beteiligung an Volkswagen  im Januar auf knapp 51 Prozent mit einem Schuldenberg von rund neun Milliarden Euro.

In den Verhandlungen um einen Einstieg des Emirats Katar sieht sich Porsche unterdessen auf der Zielgeraden.

"Uns liegt ein Angebot der QIA vor, das den Einstieg bei der Porsche Holding SE beschreibt und den Kauf der Optionen auf VW-Aktien", sagte ein Sprecher am Dienstag. Er bestätigte damit einen Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Einen Zeitplan für eine mögliche Einigung, die innerhalb der Eigentümer-Familien Porsche und Piech noch diskutiert werden muss, wollte der Sprecher nicht nennen.

manager-magazin.de mit Material von ap und dpa